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Der Verdacht auf einen Wirbelsäulentumor löst bei den meisten Betroffenen zunächst eine Frage aus: Was zeigt die Bildgebung – und was bedeutet das für die weitere Behandlung? Bildgebende Verfahren wie CT, MRT und PET liefern die Antworten, die Ärztinnen und Ärzte für Diagnose, Behandlungsplanung und Nachsorge benötigen, ohne dass ein invasiver Eingriff nötig ist. Sie ermöglichen es, einen Tumor in der Wirbelsäule zu lokalisieren, seine Größe zu bestimmen, sein Wachstumsmuster zu verstehen und mögliche Auswirkungen auf umliegende Gewebe und Strukturen zu beurteilen.

Photo: © wenht via Canva.com
Beide Verfahren ergänzen sich meist. Die MRT gilt als Goldstandard für die Beurteilung von Weichteilgewebe, Rückenmark und Nerven, während die CT Knochenstrukturen und die Tumorausdehnung im Knochen besonders gut darstellt. Welches Verfahren im Einzelfall im Vordergrund steht, entscheidet die konkrete Fragestellung.
Eine MRT-Untersuchung der Wirbelsäule dauert in der Regel zwischen 30 Minuten und einer Stunde. Die genaue Dauer hängt davon ab, ob zusätzlich Kontrastmittel verabreicht wird und wie viele Wirbelsäulenabschnitte untersucht werden.
MRT und Ultraschall kommen ohne ionisierende Strahlung aus. Röntgen, CT und PET nutzen Strahlung beziehungsweise radioaktive Marker, allerdings in medizinisch begründeten, möglichst niedrigen Dosen. Ihr Behandlungsteam wägt für jede Untersuchung Nutzen und Risiko ab.
Eine PET-CT kommt meist dann zum Einsatz, wenn MRT- oder CT-Befunde unklar bleiben, wenn zwischen aktivem Tumorgewebe und Narbengewebe unterschieden werden muss oder wenn das Ansprechen einer Therapie beurteilt werden soll.
Das hängt von Verfahren, Dringlichkeit und Klinik ab. Bei komplexen Befunden werden die Bilder häufig zunächst im interdisziplinären Tumorboard besprochen, bevor die Ärztin oder der Arzt die Ergebnisse und die weiteren Schritte im persönlichen Gespräch erläutert.