Depression

Dr. med. Tobias Bobinger

Dieser Ratgeber erklärt, was die Symptome einer Depression sind, welche Arten von Depressionen es gibt, welche neuen Behandlungsmöglichkeiten existieren und wie die Nachsorge abläuft. Außerdem erfahren Sie hier, welche Spezialisten und Kliniken empfehlenswert sind und besonders viel Erfahrung mit der Behandlung von Depression haben.

Untersuchung und Diagnostik

Dieser Abschnitt geht auf die Symptome und unterschiedlichen Arten von Depressionen ein. Um eine Depression zu erkennen, ist in jedem Fall ein Gespräch mit einem Spezialisten sinnvoll. Das geht heute ganz diskret online: Klinikradar stellt Spezialisten vor, die Videosprechstunden für Depression anbieten. Diese können ein erster Einstieg sein, Möglichkeiten der Selbsthilfe oder Therapie zu besprechen – oder die Depression zu behandeln.

Symptome

Der Weg zur Diagnose und Behandlung ist oft lang und führt über Umwege. Eine Depression kann sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen und ist gerade oft zu Beginn nicht eindeutig erkennbar.

Zusammenfassend betrifft diese Erkrankung das Denken, Fühlen sowie Handeln der betroffenen Patienten. Gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit sowie negative Gedanken sind nur einige der Symptome, die Kennzeichen einer Depression sind. Einschränkungen, die von dieser Erkrankung ausgehen, können zu deutlichen Problemen im privaten sowie beruflichen Leben führen.

Die folgende Übersicht bietet einen ersten Überblick über mögliche Symptome, die im Rahmen einer Depression auftreten. Eine exakte Diagnostik erfolgt durch eine erste ärztliche oder psychotherapeutische Vorstellung.

  • Antriebslosigkeit
  • Gedrückte Stimmung
  • Lustlosigkeit und Interessenverlust
  • Apathie
  • Reizbarkeit und vermehrte Ängste
  • Schlafstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Nachlassendes sexuelles Interesse
  • Ständige Müdigkeit und Energiemangel
  • Unklare Schmerzen
  • Depressive Stimmung
  • Negative Gedanken und Gefühle
  • Selbsttötungsgedanken
  • Konzentrationsstörungen
  • Aufmerksamkeitsstörung
  • Störung des Denkvermögens
  • Negative Zukunftsvorstellungen
  • Zeichen einer Wahnerkrankung

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Arten der Depression

Eine Depression ist nicht gleich Depression. Verschiedene Formen können voneinander abgrenzt werden. Diese einzelnen Formen unterscheiden sich in ihren Symptomen sowie ihren Behandlungsmöglichkeiten. Hier erfahren Sie, wie die Erkrankung mit Psychotherapie und Medikamenten behandelt werden kann.

  • Unipolare Depression

    Häufigste Form der Depression. Ausgeprägte Symptome wie etwa Antriebslosigkeit, zunehmende Freudlosigkeit, Schuldgefühle und Schlafstörungen. Symptome beginnen oft schleichend im Verlauf von Wochen bis Monaten. Erkrankung tritt öfters in Episoden auf.

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  • Bipolare Depression (manisch-depressive Erkrankung)

    Erkrankung ist geprägt von starken Schwankungen. Oftmals treten Episoden von sehr guter bis übersteigerter Laune, geringem Schlafbedürfnis sowie hohen Leistungsfähigkeiten gepaart mit Episoden von starker Niedergeschlagenheit auf. Zwischen den einzelnen Episoden oftmals nur milde Symptome oder beschwerdefrei.

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  • Dysthymie (chronische Depression)

    Symptome mit starker Niedergeschlagenheit, Trauer, Freudlosigkeit oder Konzentrationsstörungen halten über einen Zeitraum länger als 24 Monate an. Symptome verlaufen oft milder im Vergleich zur unipolaren Depression. In der Zwischenzeit teils Episoden mit Besserung der Probleme.

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  • Wochenbettdepression nach der Schwangerschaft

    Die Beschwerden mit Stimmungstief und -schwankungen sowie Hilf- und Hoffnungslosigkeit sowie allgemein einem verringerten Interesse an Aktivitäten werden umgangssprachlich oft als „baby blues“ bezeichnet. Die Symptome treten direkt im Anschluss an eine Schwangerschaft auf. Ursache hierfür ist die direkte Hormonumstellung nach einer Schwangerschaft. Insgesamt sind bis zu 15 % aller schwangeren Frauen betroffen. Wichtig ist auch hier das rechtzeitige Erkennen der Symptome, Unterstützung sowie rechtzeitige Behandlung.

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  • Anpassungsstörung (reaktive Depression)

    Dieser Erkrankung geht ein belastendes Ereignis voraus, oft handelt es sich z.B. um einen Trauerfall in der Familie, eine schwere Erkrankung, Trennung oder auch Scheidung. Diese Störung kann binnen Wochen wieder von alleine abklingen, in manchen Fällen kann sie allerdings auch in eine depressive Episode übergehen.

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  • Saisonal abhängige Depression (SAD), sogenannte „Winterdepression“

    Diese Erkrankung tritt verstärkt in der dunklen Jahreszeit auf. Patienten berichten über eine ausgesprochenes Stimmungstief, Abgeschlagenheit, starke Müdigkeit sowie insgesamt wenig Lust auf körperliche Aktivität. Auch Aktivitäten mit Freunden werden zunehmend verschoben. Ursache ist hier der saisonal bedingte Mangel an Tageslicht. Entsprechen tritt diese Form auch in den nördlichen Ländern (wie etwa Norwegen, Schweden) deutlich häufiger auf. Eine sinnvolle Therapieform ist hier unter anderem die Lichttherapie.

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  • Altersdepression

    Nicht nur bei berufstätigen Menschen spielt die Depression eine große Rolle, auch im Alter tritt sie sehr häufig auf. Bei über 65-jährigen ist die Depression mit die am weitesten verbreitete psychische Erkrankung. Dennoch ist die Diagnose in dieser Altersgruppe oftmals sehr schwierig und bleibt oft unerkannt. Meist stehen körperliche Beschwerden bei diesen Patienten im Vordergrund.

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  • Psychotische Depression

    Bei dieser Form der Depression treten neben die bekannten Symptome wie Antriebsminderung, Niedergeschlagenheit, Schuldgefühle und Schlafstörungen auch noch verstärkte Wahnideen und oftmals Halluzinationen dazu. Insbesondere die depressiven Phasen dauern oftmals länger an.

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Video-Sprechstunden mit Spezialisten für Depression

Digitale Angebote

  • Selfapy

    Online-Programm

    Selfapy bietet kostengünstige Online-Trainingsprogramme für Patienten mit psychischen Erkrankungen, unter anderem für Depression. Die Programme basieren auf Grundlagen der kognitiven Verhaltenstherapie. Viele Krankenkassen übernehmen mittlerweile die Kosten.

  • Minddoc

    Online-Therapie

    Minddoc bietet Online-Therapie mit psychologischen Psychotherapeuten für psychische Erkrankungen wie etwa Depression. Die Therapie wird hier direkt durch Therapeuten durchgeführt. Einige Krankenkassen übernehmen bereits die Kosten dieser Online-Therapie.

  • Hellobetter

    Online-Training und Online-Psychotherapie

    Hellobetter bietet ebenfalls Online-Trainings und Online-Psychotherapie bei verschiedenen Erkrankungen, auch durch Unterstützung durch Psychotherapeuten. Eine Aufnahme in die Regelversorgung der Krankenkassen und damit Kostenübernahme ist geplant.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Nachdem Sie bei sich erste Symptome festgestellt haben, führt eine Vorstellung zunächst entweder zu Ihrem Hausarzt oder direkt zu einem Facharzt für Psychotherapie bzw. Psychotherapeuten.

Da oftmals längere Wartezeiten bestehen, können Sie in vielen Fällen auch von Online-Therapieangeboten profitieren. Ist im weiteren Verlauf oder durch die Schwere der Erkrankung eine stationäre Behandlung notwendig, können Sie über unsere Auflistung eine Auswahl zwischen verschiedenen Klinken, Tageskliniken sowie Privatkliniken treffen.

Kliniken für Depression

In Deutschland gibt es 514 Kliniken für Depression. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von Depression ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Depression zu finden.

  1. Psychosomatische Klinik Bad Neustadt

    Abteilung für Depression:
    Psychosomatik/Psychotherapie
    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Fälle: Depression
      pro Jahr
      2.108
      Durchschnitt
    • Patienten
      der Abteilung pro Jahr
      2.610
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      236
      Durchschnitt
  2. LWL-Klinik Hemer Hans-Prinzhorn-Klinik

    Abteilung für Depression:
    Allgemeine Psychiatrie
    • Fälle: Depression
      pro Jahr
      2.019
      Durchschnitt
    • Patienten
      der Abteilung pro Jahr
      4.726
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      462
      Viele
  3. Medizinisches Zentrum Lahnhöhe am Mittelrhein

    Abteilung für Depression:
    Psychosomatik
    • Fälle: Depression
      pro Jahr
      1.988
      Durchschnitt
    • Patienten
      der Abteilung pro Jahr
      2.603
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      302
      Durchschnitt
    Anmerkung der Abteilung zur Behandlung:

    Hier werden aktualisierte und häufig auch bereits chronifizierte psychische Störungen oder psychosomatische Erkrankungen behandelt. Seelische Leiden mit Mitbehandlungs bedarf des Körpers werden ebenso behandelt wie körperliche Leiden mit Mitbehandlungsbedarf der seelischen Ebene.

Alle Kliniken für Depression in Deutschland

Kliniken für Depression nach Bundesland

Kliniken für Depression in deutschen Großstädten

Spezialisten für Depression

Sie suchen erfahrene Spezialisten für Depression in Ihrer Nähe? Klinikradar hat Deutschlands Top-Experten für Depression ermittelt und kooperiert mit ausgewählten Partnern.

  • Anzeige

    Dr. med. Robert Willi

    Facharzt für Psychosomatik und Psychotherapie
    • Diagnostische Abklärung bei Depressionen mit körperlicher und psychologischer Abklärung
    • Psychodynamische Psychotherapie von Depressionen
    Psychotherapie München
    Jutastraße 14 80636 München
    Zur Website
  • Anzeige

    Dipl.-Psych. Oliviero Lombardi

    Diplom-Psychologe und systemisch ausgebildeter Therapeut
    • Systemische Therapie
    • Schwerpunkte: Depression & Burnout, Zwänge, Angst & Panik
    Systemische Therapie Stuttgart
    Nöllenstraße 29 70195 Stuttgart
    Zur Website
  • Anzeige

    Priv.-Doz. Dr. Dr. Daniel Wagner

    Psychologischer Psychotherapeut und Coach
    • Therapie-Angebot: Einzeltherapie, Paartherapie, Gruppentherapie, Coaching
    • Schwerpunkte: Depression, Burn-Out, Ängste, Trauma, Persönlichkeitsstörungen, psychosomatische Erkrankungen, Essstörungen, Sucht, Zwangsstörungen
    Praxis für Psychotherapie und Coaching
    Richard-Wagner-Straße 40 50674 Köln
    Zur Website

Neue Behandlungsmethoden für Depression

Zur Behandlung gibt es verschiedene Möglichkeiten, insbesondere Medikamente sowie psychotherapeutische Methoden. Welche Methoden für Sie in Frage kommen, wird Ihr Therapeut nach Ihrem Krankheitsverlauf, Begleiterkrankungen sowie weiteren Parametern entscheiden. Durch zahlreiche Forschungsarbeiten konnten in den letzten Jahren neue Ansätze entwickelt werden, die laufend im klinischen Alltag getestet werden. Hier zeigen wir Ihnen einen kurzen Überblick über aktuell diskutierte Methoden.

  • Ketamin

    Ketamin wurde in der Vergangenheit vor allem als Narkosemittel genutzt. In den letzten Jahren hat sich herausgestellt, dassKetamin auch antidepressive Wirkung hat. Bislang zeigte sich allerdings, dass Ketamin vor allem bei schweren Depressionen hilft und Erfolge zudem nur bei einem Teil der Patienten eintreten. Angewendet wird das Medikament entweder als Infusion oder durch ein Nasenspray. Aktuell werden weitere Studien an Patienten über die allgemeine Wirkung durchgeführt. Zudem wird untersucht, ob bestimmte Patientengruppen von dieser Therapie profitieren.

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  • Lichttherapie

    Lichttherapie ist eine mögliche therapeutische Option bei Vorliegen einer saisonal abhängigen Depression. Hierbei wird der Patient mit einer Lichtquelle, die weißes, fluoreszierendes Licht abgibt, bestrahlt. Der Patient setzt sich etwa 30 – 40 Minuten jeden Morgen über einen Zeitraum von drei bis vier Wochen vor diese Lichtquelle. Die Wirksamkeit ist vor allem für die saisonal abhängige Depression belegt, für andere Formen der Depression sind aktuell weniger Informationen vorhanden.

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  • Transkranielle Magnetstimulation (TMS)

    Bei dieser Therapie wird der Kopf des Patienten mithilfe einer Magnetspule (mit Magnetfeld) stimuliert. Diese Methode wird zu den nichtinvasiven Gehirnstimulation gezählt. Die Anwendung dauert etwa zehn bis 30 Minuten. Diese Anwendungsform wird sehr gut toleriert und bringt für den Patienten nur wenige Nebenwirkungen mit sich. Bislang wurden einige klinische Studien zu diesem Thema durchgeführt, die teilweise auch eine Besserung der Depression gezeigt haben. Die klinische Relevanz jedoch wird bislang in der Fachwelt immer noch kontrovers diskutiert.

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  • Vagus-Nerv-Stimulation

    Eine weitere Anwendung der nichtinvasiven Gehirnstimulation ist die Vagus-Nerv-Stimulation. Bei dieser Behandlung wird beim Patienten ein Schrittmacher implantiert, der direkt mit dem Nervus vagus verbunden wird. Dieser Nerv verläuft unter anderem im Halsgebiet und ist für die Weiterleitung von Nervenimpulsen in das Gehirn sowie für das sogenannte autonome Nervensystem wichtig. Genau an diesem Nerven erfolgt die Stimulation. In kleineren Studien zeigte sich eine Verbesserung der Depression, an einer größeren Studie konnte dieser Effekt bis jetzt noch nicht gezeigt werden. Durchgeführt wird diese Therapie auch bei Epilepsiepatienten.

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Studien mit Fokus auf Depression

In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Therapieansätze für die Erkrankung Depression entwickelt. Dem breiten Einsatz gehen immer sehr genau durchgeführte klinische Studien voraus. Diese werden an speziellen Studienzentren mit hoher Erfahrung und Expertise und nach einer genauen Patientenauswahl getroffen. Hier stellen wir Ihnen einen Auszug aktueller Studien vor, die zum Erkrankungsbild Depression durchgeführt werden.

  • Akzeptanzfördernde Studie für mobil-basierte Interventionen bei depressiven Störungen

    Die Wartezeit für einen Psychotherapieplatz in Deutschland beträgt im Durchschnitt 6 Monate. Internet- und mobil-basierte Interventionen (IMI) können zur Überbrückung der Wartezeit Abhilfe schaffen, auf eine bevorstehende Behandlung vorbereiten oder auch therapiebegleitend eingesetzt werden. Obwohl sich IMIs in Studien zu unterschiedlichen psychischen Störungen bereits als wirksam erwiesen haben und einige Vorteile wie geringe Kosten und zeitliche bzw. räumliche Flexibilität aufweisen, ist die Akzeptanz der Betroffenen gegenüber den IMIs gering. Im Rahmen dieses Projekts wurden Methoden entwickelt, um die Akzeptanz bei den Betroffenen zu steigern. In der geplanten Studie soll der Effekt von selbstentwickelten, akzeptanzfördernden Kurzvideos auf die Akzeptanz gegenüber IMIs untersucht werden.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • 18 Jahre
    • PHQ>10 oder Langzeitdiagnose Depression
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Universität Ulm

    Frau Eva-Maria Rathner
    Albert-Einstein-Allee 47
    89081 Ulm

  • Transaktionsanalytische Psychotherapie bei Patienten mit Depression in der ambulanten Versorgung

    Es soll die Wirksamkeit ambulanter transaktionsanalytischer Psychotherapie bei Patienten mit der Hauptdiagnose „Depression“ evaluiert werden. Ferner sollen Prozessmerkmale (psychischer Befund, signifikante Interaktionen der Patienten und Interventionen der Therapeuten) untersucht und mit den Ergebnis-Messungen in Beziehung gesetzt werden. Das Hauptoutcome-Kriterium bildet der QIDS-SR16 (Quick Inventory of Depressive Symptomatology, self report, deutsche Version). Der BDI (Beck's Depression Inventory) Version 2 wird zusätzlich exploratorisch eingesetzt. Es handelt sich um eine naturalistische Studie, an der sich ca. 20 Psychotherapeut_innen in ihren ambulanten Praxen beteiligen. Konsekutiv aufgenommene Patienten mit der Hauptdiagnose Depression werden im Hinblick auf die Erfüllung der Einschluss- und Ausschlusskriterien gescreened und um ihr Einverständnis zur Teilnahme an der Studie gebeten. Bei Einschluss in die Studie, Beginn der Therapie, nach jeder 25. Sitzung, bei Therapieende sowie 6 und 12 Monate nach Beendigung werden Daten erhoben (Selbst- und Fremdbeurteilungen). Ziel ist es, insgesamt zwischen 80 und 120 Patienten in die Studie einzuschließen. Durch die üblichen Wartelisten in den Praxen ergibt sich eine natürliche Wartekontrollgruppe mit mindestens 3 Wochen Wartezeit. Für die Studie wurden Instrumente gewählt, die in der Forschung etabliert sind und so Ergebnisvergleiche mit anderen Versorgungsstudien zur ambulanten Psychotherapie (Wittmann WW, Steffanowski A, Kriz D et al, 2011) zulassen.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome oder
    • Zyklothymia oder
    • Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Universitätsklinik Ulm

    Herr Prof. Dr. Jörn von Wietersheim
    Albert-Einstein-Allee 23
    89081 Ulm

  • Evaluation der Wirkung computergestützten kognitiven Trainings auf kognitive und nicht-kognitive Variablen bei depressiven Patienten

    Ähnlich wie schizophrene Patienten leiden auch depressive Patienten unter kognitiven Defiziten in den Bereichen Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Problemlösen, deren Ausmaß mit sozialem Funktionsniveau und beruflicher Leistungsfähigkeit negativ korreliert ist. In der geplanten Studie soll untersucht werden, ob computergestütztes kognitives Training bei depressiven Patienten zu (1.) Verbesserungen in der kognitiven Leistungsfähigkeit, (2.) zu erhöhter sozialer Kompetenz, Selbstwirksamkeit und Therapiemotivation und (3.) zu einem schnelleren Rückgang der depressiven Symptomatik führt.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Rezidivierende depressive Störung oder
    • Depressive Episode
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Sozialstiftung Bamberg

    Herr Dr. Wolfgang Trapp
    St. Getreu-Str. 18
    96049 Bamberg

  • Kognitive Bias Modifizierung durch Positivitätstraining für Patienten mit einer Major Depression

    Eine Reihe von psychologischen Faktoren sind bei der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Depression beteiligt. Es wird davon ausgegangen, daß einer dieser psychologischen Auslöser eine Verzerrung in der Wahrnehmung von und die Reaktion auf emotionale Stimuli sein kann. Im Gegensatz zu Menschen, die nicht unter einer Depression leiden, zeigen depressive Patienten eine verstärkte Neigung vor allem negative Informationen wahr zu nehmen und zu bearbeiten. In dieser Studie soll untersucht werden, inwieweit sich die verzerrte Wahrnehmung und Reaktion von Patienten mit Depression, mit Hilfe eines 2-wöchigen Computertrainings, Annäherungs-Vermeidungsstraining (AAT) und Dotprobe-Aufgabe (DPT) wieder entzerren lässt. Bei der Wahrnehmung geht es in diesem Zusammenhang darum wie positive und negative Bilder empfunden werden. Bei erfolgreicher Anwendung eines oder beider Trainings-Computerprogramme, kann dieses Training in der Zukunft ein Baustein sein in der Behandlung von Depressionen.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Depressive Episode oder
    • Rezidivierende depressive Störung
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    LVR-Klinikum Essen

    Frau Prof. Dr. Indira Tendokar
    Altendorferstraße 97-101
    45143 Essen

  • Sporttherapie zur Depressionsbehandlung

    Gegenstand der Studie ist die Untersuchung der Wirkweise von bewegungsgesteuertem, computeranimiertem Ausdauersport in virtueller Umgebung auf die depressive Symptomatik und die Selbstwirksamkeitserwartung depressiver Patienten. Gleichzeitig ist auch die Machbarkeit sowie die Akzeptanz dieser bisher nicht etablierten Sporttherapie im klinischen Setting Gegenstand der Studie. Dafür sollen depressive Studienteilnehmer zufällig in zwei Gruppen, eine Computergruppe- oder eine Dehngruppe zugeordnet werden. Während die Computergruppe für zehn Tage an einem bewegungsgesteuertem, computeranimiertem Ausdauersporttraining in virtueller Umgebung (hier im Speziellen „Adventures“, X.Box Kinect) teilnimmt, absolviert die Dehngruppe in zeitlich gleichem Umfang ein Dehntraining, bei dem die Patienten in der Kleingruppe unter Anleitung verschiedene Dehnübungen (ohne kardiopulmonale Belastung) durchführen. Im Vergleich zu Dehngruppe erwarten wir in der Computergruppe eine stärkere Reduktion der depressiven Symptomatik sowie eine Steigerung der Selbstwirksamkeitserwartung.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Depressive Episode oder
    • Rezidivierende depressive Störung
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Schlosspark-Klinik Abt. Psychiatrie

    Herr Prof. Dr. med. Tom Bschor
    Heubnerweg 2
    14059 Berlin

  • Olanzapin-Augmentationstherapie bei therapierefraktärer Depression

    In dieser randomisierten, doppelblinden, plazebokontrollierten Studie sollen 60 Patienten mit therapierefraktärer Depression 2 Wochen mit Olanzapin 10 mg/Tag oder Plazebo behandelt werden. In einem beschreibenden Prä/Post-Vergleich soll untersucht werden, ob sich Hinweise auf eine mögliche augmentierende Wirkung in dieser Indikation finden.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Depressive Episode oder
    • Rezidivierende depressive Störung
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Universitätsklinikum Freiburg

    Herr Dr. med. Claus Normann
    Hauptstr. 5
    79104 Freiburg

Nachsorge

Im Anschluss an eine stationäre Behandlung sind eine ambulante Anbindung sowie eine spezifische Nachbetreuung unbedingt erforderlich, um die gewonnene Lebensqualität zu sichern und Rückfälle zu vermeiden. Diese Schritte sollten am besten bereits gegen Ende der stationären Behandlung geplant werden, um bei diesem Schritt von Beginn an gut versorgt zu sein. Neben einer anschließenden Rehabilitationsbehandlung oder einem Übergang über eine Tagesklinik stehen auch spezielle weiterführende digitale Unterstützungsprogramme und die Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und -vereinen zur Verfügung.

Apps zum Thema Depression

  • Arya

    App für Android und iOS

    App als Lösung, um während und nach der Behandlung am Ball zu bleiben. Mit Erfassung von Emotionen, Verhalten sowie Wohlfühlaktivitäten.

  • Moodpath

    App für Android und iOS

    App als digitaler Begleiter durch die Depression. Mit Stimmungstagebuch, einzelnen Fragebogen und Einschätzungen sowie geführten Meditationen sowie Schlafhilfen,

  • MyTherapy

    App für Android und iOS

    Ein wissenschaftlich basiertes Tagesbuch, um Muster der Depression zu erkennen und Zusammenhänge zu verstehen.

Weiterführende Informationen

Die Erkrankung Depression wirft viele Fragen auf. Zudem gibt es ständige Veränderungen in den Therapiemöglichkeiten. Im folgenden Abschnitt möchten wir einen Experten zu Wort kommen lassen, Ihnen weiterführende Informationen bieten und zudem Ihre häufigsten Fragen klären.

Interview mit Dr. Robert Sarrazin

Im Interview erklärt Dr. Robert Sarrazin, welche Veränderungen heute für eine Zunahme der Diagnose Depression sorgen und wie er die Auswirkungen von neuen Therapiekonzepten einschätzt. Neben tiefer Hirnstimulation geht er auch auf die neue Behandlung mit Ketamin ein.

Er zeigt außerdem, warum viele Menschen auch heute noch keine ausreichende Behandlung bekommen und geht auf wichtige Punkte ein, die jeder tun kann, um seine persönliche Belastungsgrenze zu verschieben.

Dr. med. Robert Sarrazin

Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Dr. med. Robert Sarrazin ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie mit über zehn Jahren Berufserfahrung. Zu seinem beruflichen Werdegang zählte eine verhaltenstherapeutische Ausbildung als Psychotherapeut sowie Führungspositionen als Oberarzt in zwei psychosomatischen Kliniken. Berufliche Stationen waren verschiedene Fachkliniken für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Berlin und Bayern. Dr. Sarrazin praktiziert in seiner eigenen Privatpraxis in München.

Gibt es die Erkrankung Depression heute öfter als früher?

Dr. med. Robert Sarrazin: Die Ergebnisse wissenschaftlicher Studien zeigen überwiegend, dass vor allem die Bereitschaft depressive Symptome zu erkennen, darüber zu sprechen und diese zu behandeln zugenommen hat, sowohl bei Patienten als auch bei Behandlern.

Aber es ist durchaus bedenkenswert, dass viele wesentliche Lebensbestandteile (Beruf, Ehe soziales Netzwerk) heute unbeständiger, weniger verlässlich sind als früher. Dadurch wird der Einzelne einem höheren Dauerstress ausgesetzt, was die Entstehung einer Depression begünstigt.

Wie haben sich Ihrer Erfahrung nach die Behandlungsmöglichkeiten verändert und welche neuen Therapieansätze sind zu erwarten?

Dr. med. Robert Sarrazin: Sowohl Psychotherapie als auch Medikamente werden ständig weiterentwickelt und haben in den letzten Jahrzehnten die Behandlungsmöglichkeiten einer Depression kontinuierlich verbessert.

Die bekannten Antidepressiva können depressive Zustände bereits deutlich mildern, leider gibt es jedoch noch zu viele Patienten, die auf keines der bekannten Antidepressiva ausreichend ansprechen.

Wünschenswert wäre daher ein Antidepressivum das schnell, stark, anhaltend und zuverlässig wirkt ohne problematische Nebenwirkungen zu erzeugen.

Es gibt spannende neue Entwicklungen, die jedoch jeweils neue Probleme aufwerfen. Ketamin kann sehr schnell und sehr stark wirken, die Wirkung hält jedoch meistens nur kurz an und die Auswirkungen einer Langzeiteinnahme sind noch nicht hinreichend erforscht.

Die tiefe Hirnstimulation (THS) kann bereits beeindruckende Behandlungserfolge vorweisen, es ist jedoch schwer vorstellbar, depressiven Patienten massenhaft Elektroden ins Gehirn zu implantieren. Auch bei der tiefen Hirnstimulation liegen noch keine Langzeit-Untersuchungen vor.

Warum erhalten bislang immer noch zu wenig Menschen eine optimale Behandlung?

Dr. med. Robert Sarrazin: Das liegt hauptsächlich an den Behandlungskapazitäten unseres Gesundheitssystems. Die Nachfrage nach Psychotherapie liegt bei bereits seit vielen Jahren deutlich höher als Behandlungsplätze vorhanden sind.

Festzustellen ist außerdem, dass insbesondere Patienten mit niedrigem sozioökonomischen Status, die nicht in den Privatbereich ausweichen können, häufiger keine optimale Behandlung erhalten. Die Zahl der Kassensitze ist wiederum begrenzt und stark reguliert.

Welche Rolle spielt Thema Prävention bei der Erkrankung Depression?

Dr. med. Robert Sarrazin: Prävention ist bei Depression, wie bei allen anderen Erkrankungen auch, die beste Therapie. Rückblickend lässt sich bei den meisten Depressionen recht gut verstehen, warum sich eine Depression entwickelt hat. Die Ursachen bestehen letztlich immer in einer Mischung aus Veranlagung, belastenden Lebensumständen und dysfunktionalen Bewältigungsversuchen. Wenn es gelänge, entweder die ungünstigen Lebensumstände oder den Umgang damit rechtzeitig zu verbessern, könnte man wohl eine Menge Depressionen vorbeugend vermeiden.

Wichtig ist, die eigene Stress-Belastbarkeit realistisch einzuschätzen und anzuerkennen, dass jeder Mensch irgendwann an eine Belastungsgrenze stößt. Man kann diese Belastungsgrenze kurzzeitig aber nicht dauerhaft überschreiten.

Durch Maßnahmen wie Resilienz-Training lässt sich diese Belastungsgrenze vielleicht noch etwas verschieben, aber auch das stößt an Grenzen.

Generell gilt, dass Sport, ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf wirksame antidepressive Maßnahmen sind, die man präventiv durchführen kann.

Bücher über Depression

  • Lebensfreude zurückgewinnen: Ratgeber für Menschen mit Depressionen und deren Angehörige

    von Gabriele Pitschel-Walz

    Ein Ratgeber für Patienten oder Angehörige mit Depression. Er liefert alle Informationen über die Entstehung dieser Erkrankung, mögliche Anlaufstellen, Handlungsanweisungen sowie Hinweise für Angehörige zum Umgang mit Patienten. Autor dieses Buches ist eine renommierte Psychotherapeutin mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet.

  • Dem Leben wieder Farbe geben: Aktiv werden, Denkmuster verändern, Depressionen überwinden. Ein Selbsthilfebuch für Betroffene und Angehörige.

    von Julia Zwick und Martin Hautzinger

    Zwar werden in diesem Buch auch Informationen über die Erkrankung selbst vermittelt, doch liegt der Fokus hier viel mehr auf Selbsthilfe mit konkreten Handlungsempfehlungen und Hilfsmöglichkeiten wie etwa Verhaltensaktivierung und Veränderung von Gedankenmustern. Grundlage hierfür ist die kognitive Verhaltenstherapie. Autor dieses Buches ist eine langjährige Psychotherapeutin sowie der Lehrstuhlinhaber für Klinische Psychologie an der Universität Tübingen.

  • Depressionen bewältigen: Die Lebensfreude wiederfinden

    von Ulrich Hegerl und Svenja Niescken

    Kern dieses Buches ist eine umfassende Information über die Erkrankung sowie mögliche Therapieverfahren. Initiiert von der Deutschen Depressionshilfe liefert dieses Buch einen kurzweiligen Überblick sowie auch einige Selbsthilfekapitel. Autor dieses Buches ist der Direkter der Klinik für Psychiatrie der Uniklinik Leipzig.

  • Ratgeber Depression: Informationen für Betroffene und Angehörige

    von Martin Hautzinger

    Dieser Ratgeber liefert Informationen über die Erkrankung, den Verlauf sowie Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene und Angehörige. Autor des Buches ist der Leiter der Abteilung Klinische Psychologie an der Universität Tübingen.

Häufige Fragen

Klinikradar beantwortet häufige Fragen zum Thema Depression:

  • Was sind Anzeichen einer Depression?

    Die Anzeichen für eine Depression können sehr vielfältig sein und sich vor allem über einen längeren Zeitraum hinziehen. Neben allgemeiner Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit sowie Schlafstörungen kann auch ein allgemeiner Rückzug von Tätigkeiten zu beobachten sein, die Ihnen früher sehr viel Freude gemacht haben. Dies ist der richtige Zeitpunkt, Hilfe von einem Experten in Anspruch zu nehmen.

  • Ist eine Depression heilbar?

    Durch die derzeitigen Therapien ist die Erkrankung Depression sehr gut behandelbar. Wenn Sie einmal eine depressive Episode durchlaufen haben, besteht ein höheres Risiko, eine erneute Episode zu entwickeln. Allerdings können durch verschiedene Therapien die Risikofaktoren für ein erneutes Auftreten deutlich verringert werden. Eine genaue Einschätzung erhalten Sie durch Ihren Therapeuten, der Ihr spezifisches Krankheitsbild genau kennt.

  • Was ist eine schwere Depression?

    Die Einteilung der Depression in verschiedene Stufen erfolgt durch die Symptome. Treffen bei einem Patienten viele verschiedene Symptome zu, wird von einem schweren Krankheitsbild, eine sogenannte Major Depression ausgegangen und daher gegebenenfalls auch eine unterschiedliche Behandlung eingeleitet.

  • Was kann eine Depression auslösen?

    Für das Auslösen einer Depression sind sehr viele unterschiedliche Faktoren verantwortlich. Es kann nicht ein spezifischer Faktor angegeben werden, es ist immer ein Zusammenspiel unterschiedlicher Einflüsse. Neben Veranlagung spielen auch viele Einflüsse aus der Umwelt (z. B. traumatische Erlebnisse, Verlusterlebnisse, Überlastung) eine Rolle und können somit dann eine depressive Episode auslösen.

  • Wie lange dauert es, eine Depression zu überwinden?

    Die Dauer einer depressiven Episode hängt sehr vom Einzelfall ab und es müssen zahlreiche Faktoren beachtet werden. Wichtig hierbei sind der Schweregrad einer Episode sowie die Anzahl der Therapien. Besprechen Sie diese Fragen und Wünsche mit Ihrem Therapeuten. Er wird Ihnen im Laufe der Therapie seine Einschätzung durch seine Erfahrung mitteilen.

  • Kann eine Depression chronisch werden?

    Oft sind bei einer chronischen Depression die Symptome nicht so stark ausgeprägt und ziehen sich daher über viele Monate bis teils Jahre. Die Patienten fühlen sich daher über einen längeren Zeitraum traurig, nicht leistungsfähig, ängstlich oder antriebslos. Da die Last der Symptome nicht so schwer ist, wird auch oft sehr spät eine Therapie eingeleitet. Je schneller Sie Hilfe bekommen und eine Therapie eingeleitet wird, desto eher kann Ihnen aus diesem Kreislauf geholfen werden.

  • Was sind die besten Antidepressiva?

    Hierfür gibt es keine allgemeingültige Antwort. Die Auswahl des Medikaments muss immer in Abstimmung mit dem Schweregrad, weiteren Erkrankungen sowie der Medikation des Patienten erfolgen. Dies erfolgt in Rücksprache mit Ihrem Therapeuten. Sprechen Sie mit Ihm über die Wirkungen, potentielle Nebenwirkungen und Ihre Zufriedenheit mit der Medikation.

  • Hat man bei Depression auch gute Tage?

    Natürlich. Der Verlauf ist abhängig von der Art der Depression und natürlich immer sehr individuell. Schlechte Tage können von guten Tagen abgelöst werden und umgekehrt. Dies sollte in eine Behandlung sowie in eine Beurteilung des Verlaufs immer miteinbezogen werden.

Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und benötigen Hilfe?

Anonyme und kostenlose Hilfe per Chat, E-Mail oder Telefon

Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, holen Sie sich bitte umgehend Hilfe bei der Telefonseelsorge. Diese ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. Die Telefonseelsorge hat bereits in vielen Fällen Auswege aus schwierigen und scheinbar ausweglosen Situationen aufzeigen können.