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Psychische Erkrankungen

Dr. med. Tobias Bobinger

Psychische Erkrankungen sind sehr häufig und betreffen einen Großteil der Bevölkerung. Nach einer ausführlichen Diagnostik besteht die Therapie aus einer Kombination aus unterschiedlichen psychotherapeutischen Methoden, medikamentöser Therapie sowie Psychoeduktation. Es gibt eine Vielzahl störungsspezifischer Therapieverfahren, die genau auf die jeweilige Erkrankung abgestimmt sind.

Welche psychischen Erkrankungen gibt es?

  • Sucht (Suchterkrankungen)

    Eine Suchterkrankung kann entweder durch eine Substanz (z. B. Opiodabhängigkeit) oder auch substanzungebunden (z. B. Spielsucht) entstehen.

    Wichtige Merkmale einer Sucht sind:

    1. gesteigertes Konsumverlangen
    2. verminderte Selbstbeherrschung
    3. zunehmende Toleranzentwicklung
    4. Entzugssymptome

    In der Therapie werden verschiedene Ansätze unternommen, um diese schädigenden Mechanismen zu durchbrechen. Unsere Klinikliste zeigt Ihnen eine Auswahl von Kliniken für Suchtmedizin:

  • Affektive Störungen

    Erkrankungen des Affekts gehen mit Symptomen wie etwa gedrückter Stimmung, Interessensverlust, Schlafstörungen, Gewichtsverlust sowie verringertem Antrieb einher. Oft werden diese Phasen von Episoden mit deutlich gesteigertem Antrieb – einer sogenannten Manie – abgewechselt. Die verschiedenen affektiven Erkrankungen unterscheiden sich duch den Verlauf der verschiedenen Phasen.

    Klinikradar zeigt Ihnen, welche Kliniken besonders viel Erfahrung mit affektiven Erkrankungen haben:

  • Wahnhafte Störungen

    Die Symptome bei wahnhaften Störungen sind vielfältig und bedürfen der Einschätzung eines Spezialisten. Häufig treten Wahnvorstellungen und Halluzinationen auf, oft bestehen auch schwere Veränderungen der Denkvorgänge, Störungen des Antriebs sowie Angstsymptome.

    Kliniken mit Erfahrung in der Behandlung von Psychose-Erkrankungen finden Sie in unseren Kliniklisten:

  • Essstörungen

    Eine Essstörung ist eine Verhaltensstörung, bei der das Thema Essen eine zentrale Rolle spielt. Unterschiedliche Muster (wie etwa Probleme bei der Nahrungsaufnahme oder auch Verweigerung) können dabei vorkommen und über die Zeit zu gesundheitlichen Problemen führen.

    Unsere Kliniklisten zeigen Ihnen Kliniken mit Erfahrung in der Diagnostik und Therapie von Essstörungen:

  • Angst- und Zwangsstörungen

    Angst- und Zwangsstörungen gehen auf unseren physiologischen Zustand Angst zurück. Angst ist normal und lebenswichtig. Nehmen Ängste jedoch zu und betreffen Ursachen, für die eine Angst nicht angemessen ist, können die Betroffenen sehr schnell in ihrem Leben deutlich eingeschränkt sein. Bis eine Behandlung aufgenommen wird, dauert es häufig sehr lange.

    Unsere Kliniklisten zeigen Ihnen Kliniken mit besonderer Erfahrung mit Angst- und Zwangserkrankungen:

  • Persönlichkeitsstörungen

    Die Persönlichkeit eines jeden Menschen besteht aus verschiedenen Verhaltensmustern und Eigenschaften, die ihn prägen und so die individuelle Identität darstellen. Darunter fällt unser Denken, Handeln, unsere Gefühle und die Beziehung zu anderen Personen. Unsere Persönlichkeit wandelt sich im Laufe des Lebens.

    Unter Persönlichkeitsstörungen versteht man eine extreme Ausprägung bestimmter Merkmale, welche die Lebensqualität selbst oder die Beziehung zu anderen Menschen beeinträchtigen. Da es sehr viele verschiedene Ausprägungen gibt, steht an der ersten Stelle eine genaue Diagnostik.

    Unsere Kliniklisten zeigen Ihnen Kliniken mit Erfahrung auf diesem Gebiet:

Welche Untersuchungen gibt es bei psychischen Erkrankungen?

Welche Diagnostik und Maßnahmen notwendig sind, wird abhängig von Ihren Symptomen, vom zeitlichen Auftreten sowie dem Schweregrad der Erkrankung entschieden. Oft führt der Weg zunächst über einen Hausarzt zu einem Facharzt für Psychiatrie oder direkt zu einem psychologischen Psychotherapeuten.

Nach einem Gespräch und einer ausführlichen Exploration werden meist verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um andere Diagnosen auszuschließen:

  • Laboruntersuchung (Blut)
  • Untersuchung des Kopfes mittels Bildgebung (Computertomographie, Magnetresonanztomographie)
  • Ultraschall
  • EEG
  • Untersuchung des Nervenwassers (sogenannte Liquoranalyse)

Welche Möglichkeiten für eine Behandlung gibt es?

Abhängig von Ihrer Erkrankung oder Therapie kann diese ambulant, teilstationär in einer Tagesklinik oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem einweisenden Arzt, welche Möglichkeit für Sie in Frage kommt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Kliniken, Tageskliniken sowie Rehabilitationskliniken vor, die besonders Erfahrung mit psychischen Erkrankungen haben.

  • Ambulante Betreuung

    Viele psychische Erkrankungen können zunächst ambulant behandelt werden. Bei chronischen Erkrankungen ist eine fortlaufende Betreuung und Überwachung durch einen Spezialisten erforderlich, zudem ist oft eine Begleitung über einen längeren Zeitraum notwendig. Der Psychiater oder Psychotherapeut erkennt Veränderungen bei Ihrer Erkrankung und kann die Therapie entsprechend anpassen. Oftmals lassen sich wesentliche diagnostische Maßnahmen ambulant durchgeführen und es ist kein Klinikaufenthalt notwendig.

  • Krankenhaus (stationär)

    Die Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung geschieht in der Regel durch einen niedergelassenen Arzt, über den Rettungsdienst oder durch Sie selbst bei Verschlechterung in der Notfallaufnahme. Im Krankenhaus erfolgt eine genaue Diagnostik und Therapie Ihrer Erkrankung. Auf Wunsch können Sie Zusatzleistungen wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Gegen Ende der Krankenhausbehandlung sollten Sie den weiteren Weg Ihrer Behandlung planen – etwa eine anschließende Rehabilitationsbehandlung oder eine weitere ambulante Betreuung.

  • Tagesklinik

    Bei einigen Erkrankungen kann die Behandlung auch im Rahmen eines tagesklinischen Aufenthalts erfolgen. Oft wird diese Behandlungsform auch nach längerer Behandlung im Krankenhaus in Anspruch genommen. Dies bedeutet, dass Sie tagsüber zur Diagnostik in der Klinik verweilen, die Nacht dann jedoch zu Hause verbringen. Insbesondere bei längeren Therapien kann dies ein Vorteil sein, da Sie weiterhin Zeit in Ihrem persönlichen Umfeld verbringen können.

  • Rehabilitationsklinik

    Häufig schließt sich an eine akute Erkrankung eine Rehabilitationsbehandlung an. Die Rehabilitationsbehandlung wird in den meisten Fällen direkt von Ihrem Akutkrankenhaus geplant. Auch die Beantragung wird von hieraus in die Wege geleitet. Die Rehabilitationsbehandlung kann aber auch von Ihrem Hausarzt beantragt werden.

  • Spezialsprechstunde (ambulante Betreuung)

    Bei komplizierten Verläufen, unklaren Krankheitszeichen oder seltenen Erkrankungen erfolgt in vielen Fällen eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde eines größeren Krankenhauses oder einer Universitätsklinik. Die Überweisung und Vorstellung werden von einem niedergelassenen Facharzt veranlasst.

Kliniken für psychische Erkrankungen

In Deutschland gibt es 1641 Kliniken für psychische Erkrankungen. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von psychischen Erkrankungen ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für psychische Erkrankungen zu finden.

  1. Psychiatrische Fachklinik Langenberg

    Viele Fälle im Bereich Psychische Erkrankungen
    • Psychische Erkrankungen
      8.979 Fälle
    • Fachklinik für psychische Erkrankungen
      76 Betten
    Fachabteilung für psychische Erkrankungen:
  2. Evangelische Stiftung Tannenhof

    Viele Fälle im Bereich Psychische Erkrankungen
    • Psychische Erkrankungen
      8.887 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Mittelgroßes Krankenhaus
      336 Betten
    2 Fachabteilungen für psychische Erkrankungen:
    • Anmerkung der Abteilung: Fachstation für depressive Erkrankungen, u.a. mit psychoedukativem Gruppenangebot und Angehörigenseminar.

  3. Pfalzklinikum

    Viele Fälle im Bereich Psychische Erkrankungen
    • Psychische Erkrankungen
      8.550 Fälle in 3 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      697 Betten
    3 Fachabteilungen für psychische Erkrankungen:
Alle Kliniken für psychische Erkrankungen

Kliniken für psychische Erkrankungen nach Bundesland

Kliniken für psychische Erkrankungen in deutschen Großstädten

Tageskliniken für psychische Erkrankungen

Eine Tagesklinik für psychische Erkrankungen kann eine sinnvolle Alternative zu einem stationären Aufenthalt sein. Patienten werden in einer Tagesklinik mit Spezialisierung auf psychische Erkrankungen von Montag bis Freitag tagsüber von Fachärzten behandelt, verlassen die Klinik aber ab dem späten Nachmittag und übernachten zu Hause. Die Patienten der Tagesklinik werden so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, können aber trotzdem die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich psychische Erkrankungen wahrnehmen.

  1. Tagesklinik Heinsberg

    Viele Fälle im Bereich Psychische Erkrankungen
    • Psychische Erkrankungen
      1.736 Fälle
    • Fachklinik für psychische Erkrankungen
      20 Betten
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für psychische Erkrankungen:
  2. Tagesklinik Erkelenz

    Viele Fälle im Bereich Psychische Erkrankungen
    • Psychische Erkrankungen
      1.736 Fälle
    • Fachklinik für psychische Erkrankungen
      15 Betten
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für psychische Erkrankungen:
  3. Tagesklinik und Institutsambulanz für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (Donauisar Klinikum Deggendorf)

    Viele Fälle im Bereich Psychische Erkrankungen
    • Psychische Erkrankungen
      1.563 Fälle
    • Fachklinik für psychische Erkrankungen
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für psychische Erkrankungen: