Klinikradar

Hautkrankheiten

Dr. med. Tobias Bobinger

Die Haut ist unser größtes Organ und überzieht den gesamten Körper. Erkrankungen der Haut sind meist gut sichtbar und beeinträchtigen daher die Betroffenen stark. Auslöser sind etwa Autoimmunerkrankungen, hormonelle Einflüsse oder Einwirkungen von außen. Die Erkrankungen können sowohl die verschiedenen Hautschichten wie auch Schweißdrüsen, Nägel und Haare betreffen.

Welche Hauterkrankungen gibt es ?

  • Autoimmunerkrankungen der Haut

    Bei Autoimmunerkrankungen bilden sich Antikörper, die Strukturen im eigenen Körper angreifen. Diese können abhängig vom Antikörper verschiedene Organe angreifen, auch die Haut. In vielen Fällen sind auch spezielle Antikörper bekannt, die im Blut nachgewiesen werden können. Bei der Haut ist vor allem das Bindegewebe betroffen, wie etwa bei der Sklerodermie oder dem Lupus erythematodes. Bestimmte Autoantikörper können jedoch auch direkt Proteine zwischen den Hautschichten angreifen. Hierdurch heben sich die Hautschichten ab und es kommt zu einer Blasenbildung. Dies ist bei den sogenannten blasenbildenden Autoimmunerkrankungen der Haut der Fall.

  • Hautinfektionen

    Infektionen an der Haut können durch Bakterien, Viren, Pilze oder Parasiten hervorgerufen werden. Einige dieser Erreger besiedeln die Haut auch als natürliche Hautflora und können dann bei Verletzungen oder Schwäche des Immunsystems zu einer Infektionsquelle werden. Eine genaue Diagnose ist wichtig, um die richtige Behandlung für die Infektion zu finden.

  • Schuppenflechte

    Schuppenflechte wird auch Psorasis vulgaris oder Plaque-Psoriasis genannt. Hierunter ist eine chronische Entzündung der Haut insbesondere auf der Streckseite zu verstehen. Die Schuppenherde bestehen aus scharf begrenzten roten Plauqes. Zudem bestehen oft Juckreiz und Nagelveränderungen. Die Krankheit verstärkt sich durch Triggerreize von außen (wie etwa Medikamente oder mechanischer Druck) sowie von innen (wie etwa durch einen Infekt).

  • Geschlechtskrankheiten

    Geschlechtskrankheiten, auch sexuell übertragbare Infektionen (STI) genannt, kennzeichnen Infektionen, die hauptsächlich durch Sexualkontakt übertragen werden. Dazu gehören Infektionen aus allen Erregergruppen, also Viren, Bakterien, Pilze sowie Parasiden. Häufig werden die Erkrankungen durch Beschwerden im Genitalbereich, also Ausfluss aus der Vagina oder Harnröhre, Schmerzen oder Lymphknotenschwellungen bemerkt. Eine Behandlung ist notwendig, um Folgeschäden zu verhindern und natürlich eine Übertragung an andere zu vermeiden.

  • Krankheiten der Hautanhangsgebilde

    Erkrankungen der Hautanhangsgebilde betreffen die Nagelerkrankungen sowie Schweißdrüsenerkrankungen.

  • Dekubitus

    Ein Dekubitus beschriebt eine begrenzte und definierte Schädigung der Haut sowie gegebenenfalls auch des darunterliegenden Gewebes. Die Schädigung ist etwa an sogenannten Druckstellen entstanden. Ein besonderes Risiko für einen Dekubitus besteht insbesondere bei Pflegebedürftigen, längerer Liegezeit und insbesondere bei bereits vorbestehenden Durchblutungsstörungen und schlechter Wundheilung der Haut, etwa bei einem Diabetes. In vielen Fällen genügt eine Therapie durch ein Wundmanagement. In schwierigen Fällen muss eine operative Therapie erfolgen.

  • Angeborene Hauterkrankungen

    An dem Aufbau der Haut sind unterschiedliche Proteine beteiligt. Ein genetisch bedingter Funktionsverlust oder eine Funktionsveränderung können zu einer Störung führen. Ein Beispiel hierfür ist die Erkrankung der Ichthyose. Hier kommt es durch einen Gendefekt zu einer verstärkten Verhornung und Schuppung der Haut.

Welche Untersuchungen gibt es bei Hauterkrankungen ?

Die richtige Diagnose bei Hauterkrankungen setzt eine genaue Anamnese voraus. Hier wird der Dermatologe insbesondere Ihre Hautveränderungen genau inspizieren. Zusätzlich sind weitere Symptome wie etwa Schmerzen, Fieber, weitere körperliche Beschwerden sowie natürlich auch Ihre Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahme von besonderer Bedeutung. Abhängig von Ihren Symptomen wird die weitere Diagnostik geplant. Hierzu zählen etwa eine Blutuntersuchung, Bildgebung oder auch eine Gewebeentnahme von der Hautveränderung.

Welche Möglichkeiten für eine Behandlung gibt es?

Grundsätzlich stehen für eine Diagnostik und Behandlung viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Art für Sie in Frage kommt, hängt grundsätzlich von Ihrer Erkrankung, der nötigen stationären Nachbeobachtung sowie der Dringlichkeit des Eingriffes ab.

  • Ambulante Behandlung

    Viele Erkrankungen in der Dermatologie können sowohl ambulant diagnostiziert wie auch ambulant behandelt werden. Auch kleinere chirurgische Eingriffe wie etwa die Entfernung von Muttermalen erfolgt rein ambulant. Bei chronischen Erkrankungen in der Dermatologie ist eine fortlaufende Betreuung und Überwachung durch einen Spezialisten oft erforderlich. Viele Erkrankungen, wie etwa eine schwere Akne oder Schuppenflechte, erfordern die Anpassung der Therapie.

  • Krankenhaus (stationär)

    Erkrankungen, die eine weiterführende Therapie wie etwa eine Infusionstherapie oder ausgedehnte Diagnostik benötigen, werden im Krankenhaus behandelt. Dazu zählen etwa schwere Infektionen oder auch Krebserkrankungen. Die Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung erfolgt in der Regel durch einen niedergelassenen Arzt. Oftmals wurde durch Ihren behandelnden Arzt bereits die Diagnose gestellt. Auf Wunsch können Sie auch Zusatzleistungen wie etwa Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Gegen Ende der Krankenhausbehandlung sollten Sie bereits den weiteren Weg Ihrer Behandlung, wie etwa eine ambulante Betreuung planen.

  • Rehabilitationsklinik

    Einen einigen Erkrankungen ist eine Rehabilitationsbehandlung empfohlen. Die Rehabilitationsbehandlung wird in den meisten Fällen direkt von Ihrem Akutkrankenhaus geplant. Auch die Beantragung wird von dort in die Wege geleitet. Die Rehabilitationsbehandlung kann jedoch auch von Ihrem Hausarzt beantragt werden.

  • Spezialsprechstunde (ambulante Betreuung)

    Bei komplizierten Verläufen, unklaren Krankheitszeichen oder seltenen Erkrankungen erfolgt oftmals eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde eines größeren Krankenhauses oder einer Universitätsklinik. Die Überweisung und Vorstellung werden von einem niedergelassenen Facharzt veranlasst.

Kliniken für Hauterkrankungen

In Deutschland gibt es 1019 Kliniken für Hauterkrankungen. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von Hautkrankheiten ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Hauterkrankungen zu finden.

  1. Krankenhaus Bad Cannstatt

    Viele Hauterkrankungen
    • Hauterkrankungen
      5.912 Fälle in 5 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      828 Betten
    5 Fachabteilungen für Hauterkrankungen:
    • Anmerkung der Abteilung: Bienen- und Wespengiftallergien, Rhinokonjunktivitis allergica, Urticaria, Neurodermitis, Kontaktallergien.

  2. München Klinik Thalkirchner Straße

    Viele Hauterkrankungen
    • Hauterkrankungen
      5.281 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Mittelgroßes Krankenhaus
      160 Betten
    2 Fachabteilungen für Hauterkrankungen:
    • Anmerkung der Abteilung: Prick-, Intradermal-, Epikutantests, In-vitro Diagnostik (automatisierte IgE-Nachweistests, zelluläre Tests nach Allergenstimulation) Hyposensibilisierung / Toleranzinduktion, Provokationstests.

  3. Deutsches Rotes Kreuz Krankenhaus Chemnitz-Rabenstein

    Viele Hauterkrankungen
    • Hauterkrankungen
      3.678 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Mittelgroßes Krankenhaus
      237 Betten
    2 Fachabteilungen für Hauterkrankungen:
    • Anmerkung der Abteilung: In Kooperation mit unserer Hautklinik.

Alle Kliniken für Hauterkrankungen

Kliniken für Hauterkrankungen nach Bundesland

Kliniken für Hauterkrankungen in deutschen Großstädten

Tageskliniken für Hauterkrankungen

Eine Tagesklinik für Hauterkrankungen kann eine sinnvolle Alternative zu einem stationären Aufenthalt sein. Patienten werden in einer Tagesklinik mit Spezialisierung auf Hauterkrankungen von Montag bis Freitag tagsüber von Fachärzten behandelt, verlassen die Klinik aber ab dem späten Nachmittag und übernachten zu Hause. Die Patienten der Tagesklinik werden so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, können aber trotzdem die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich Hauterkrankungen wahrnehmen.

  1. Ambulanz und Tagesklinik der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik Rostock

    Durchschnittlich viele Hauterkrankungen
    • Hauterkrankungen
      156 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
      47 Betten
    • Tagesklinik
    • Universitätsklinikum
    Fachabteilung für Hauterkrankungen:
  2. Marienhospital Letmathe

    Wenige Hauterkrankungen
    • Hauterkrankungen
      7 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für Hauterkrankungen:
  3. Hohenloher Krankenhaus Künzelsau

    Wenige Hauterkrankungen
    • Hauterkrankungen
      6 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für Hauterkrankungen: