Wirbelsäulenoperationen

Dr. med. Tobias Bobinger

Dieser Ratgeber erklärt, wie die Wirbelsäule aufgebaut ist, welche Erkrankungen zu einer Wirbelsäulenoperation führen, welche neuen Behandlungsmethoden existieren und wie die Nachsorge abläuft. Außerdem erfahren Sie, welche Spezialisten und Kliniken empfehlenswert sind und viel Erfahrung mit der Behandlung von Wirbelsäulenoperationen haben.

Untersuchung und Diagnostik

Aufbau der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist ein beeindruckender und komplexer Teil in unserem Körper. Sie stellt sozusagen die Mitte des Körpers dar und trägt die „Last des Tages“ – oft mehr, als ihr zugemutet werden kann. Aufgebaut ist sie aus 24 freien Wirbeln. Zwischen den Wirbeln liegen die Bandscheiben. Die Bandscheiben sind im Gegensatz zu den Wirbeln flexibler, können gebogen und geformt werden. Ihre Aufgabe ist eine Art Druckpolster.

Die Wirbelsäule verläuft nicht gerade, sondern nimmt eine geschwungene Form an. Im unteren Teil wird die Wirbelsäule zunehmend dicker. Hier sind 8 – 10 Wirbel miteinander verwachsen. Dieser Bereich trägt somit die Last, verteilt sie und bildet den direkten Übergang zum Becken. In dieser Region besteht bei bestimmten Bewegungen eine deutliche Belastung und dies kann Probleme verursachen.

Stabilisiert wird die Wirbelsäule in ihrer gesamten Länge durch verschiedene Muskeln und Bänder. Doch das ist nicht genug: Die Wirbelsäule hat auch noch weitere Funktionen.

  • Was sind – neben der Stabilisierung – die Aufgaben der Wirbelsäule?

    Zusätzlich zur Stabilisierung hat die Wirbelsäule eine weitere Aufgabe: sie beinhaltet den Wirbelkanal. Dieser umhüllt das Rückenmark. Das Rückenmark ist eine sehr große Ansammlung von einzelnen kleinen Nervenfasern, die sämtliche Informationen aus dem Kopf direkt auf die einzelnen Muskeln des Körpers übertragen und somit für die Steuerung unserer Bewegung zuständig sind. Auf allen Ebenen werden kleine Nervenstränge durch einzelne kleine Öffnungen direkt abgegeben und versorgen die Muskeln mit Informationen.

    Die Bewegung entsteht somit also als Impuls im Kopf und wird direkt über die Wirbelsäule an die Muskeln weitergegeben – und dort in Bewegung umgesetzt. In diesem Vorgang nimmt die Wirbelsäule eine entscheidende Rolle ein. Kleine Verletzungen oder Störungen können zu großen Ausfällen und Lähmungen führen.

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  • Welche Erkrankungen können eine Operation im Bereich der Wirbelsäule notwendig machen?

    Die Wirbelsäule ist sehr komplex, lang und besteht aus unterschiedlichen Bestandteilen. Die Probleme können daher vielfältig sein. Neben direkten Unfallfolgen (z. B. Bruch eines Wirbelkörpers oder Wirbelkörperfortsatzes) führen oft lange Fehlbelastung und Abnutzung zu Schäden im Aufbau der Wirbelsäule. Besonders häufig sind die Bandscheiben betroffen. Diese wirken als Druckpolster und sind daher sehr dehnbar. Durch Fehlbelastungen kann es zu Rissen und schließlich zu einem Austreten von Material aus der Bandscheibe kommen. Dieses drückt direkt auf Nervenstränge, das dann zunächst zu Schmerzen führt. Möglich sind auch Ausfälle (wie etwa eine Blasenstörung sowie eine Schwäche der Arme oder Beine). Weitere Erkrankungen sind Verengungen im Bereich des Wirbelkanals oder Tumore. Alle Erkrankungen sind unterschiedlich, erfordern eine exakte und zielgerichtete Diagnostik und haben individuelle Risiken.

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Ausgewählte Erkrankungen der Wirbelsäule

Die Wirbelsäule ist sehr diffizil. Störungen an verschiedenen Stellen können Erkrankungen hervorrufen. Diese benötigen jeweils Therapien, in manchen Fällen auch eine Operation an der Wirbelsäule. Hier erhalten Sie weitere Informationen über verschiedene Erkrankungen in diesem Bereich.

  • Bandscheibenvorfall (Bandscheibenprolaps)

    Bandscheiben federn die Stöße und Erschütterungen ab und verteilen die Belastung auf den gesamten Wirbelkörper. Dadurch sind sie besonderen Belastungen ausgesetzt. Insbesondere im unteren Bereich der Wirbelsäule kann daher Gewebe aus den Bandscheiben austreten und auf umliegende Bereiche drücken. Vor allem der Austritt der Nerven (sogenannte Nervenwurzel) ist eine Engstelle. Drückt das Bandscheibenmaterial direkt auf die Nervenwurzel, bemerken Sie dies durch deutliche Schmerzen und je nach Ausprägung auch Bewegungseinschränkungen oder Taubheitsgefühl. Oft kann in diesen Fällen eine Schmerztherapie und Physiotherapie helfen. Führt diese zu keinem Erfolg oder treten ausgeprägte Schwächen im Bein oder Blasenstörungen auf, muss oft eine Operation durchgeführt werden.

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  • Spinalkanalstenose

    Der Wirbelkanal (sogenannter Spinalkanal) wird aus den Wirbeln, Wirbelkörper, Bandscheiben sowie den Bändern aufgebaut. Dieser Kanal schützt das Rückenmark und bietet ihm ausreichend Platz. Durch verschiedene Faktoren kann dieser Kanal mit zunehmendem Alter durch Verschleiß immer enger werden. Häufig treten zunächst Schmerzen im Gehen und Stehen auf. Sobald sie sich hinsetzen, wird der Schmerz deutlich besser. Bei zunehmender Enge können auch Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang hinzukommen.

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  • Skoliose

    Unter eine Skoliose versteht man eine Verschiebung der Wirbelsäule zur Seite mit Drehung der Wirbel. In den meisten Fällen ist die Ursache der Erkrankung unbekannt. Abhängig vom Schweregrad der Erkrankung können Physiotherapie und eine Korsettbehandlung zum Einsatz kommen, in manchen Fällen muss auch eine Operation durchgeführt werden. Abhängig vom Erfolg der konservativen Maßnahmen sowie dem Krümmungswinkel der Wirbelsäule wird bei Kindern die Indikation zur Operation gestellt. Im Erwachsenenalter sind oftmals Schmerzen sowie eine Arthrose die Indikation für eine Operation

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  • Wirbelkörperbruch (Wirbelkörperfraktur)

    Die Wirbelsäule umgibt und schützt das Rückenmark. Verletzungen können dennoch großen Schaden in diesem Bereich anrichten. Bei jüngeren Patienten sind hauptsächlich Verkehrs- und Sportunfälle die Ursache, bei älteren Patienten spielt die Knochenveränderung durch Osteoporose und damit die geringere Knochenbelastung eine entscheidende Rolle. Sehr häufig sind bei einer Fraktur die Bereiche der Lenden- sowie Brustwirbelsäule betroffen. Nach einem Unfall ist eine ausführliche Diagnostik entscheidend. In Abhängigkeit von den Begleitverletzungen sowie der individuellen Situationen wird mit Ihnen dann das weitere Vorgehen besprochen.

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Digitale Angebote

Klinikradar stellt digitale Angebote vor, die Hilfe bei der Bekämpfung von Rückenschmerzen geben und den Patienten unterstützen, Wege aus dem Leben mit chronischen Rückenschmerzen zu finden.

  • Kaia

    App für Android und iOS

    Kaia ist ein bereits seit vielen Jahren etabliertes und personalisiertes Behandlungskonzept für Patienten mit Rückenschmerzen – angepasst und mitentwickelt von Schmerzexperten vom Klinikum rechts der Isar in München.

  • Rückenfitchallenge

    Online-Programm

    Die Rückenfitchallenge bietet nach einem Selbsttest ein angeleitetes Übungskonzept für Rückenschmerzen – zertifiziert und mit Übernahme durch die Krankenkassen.

Behandlung

Kliniken für Wirbelsäulenoperationen

In Deutschland gibt es 971 Kliniken für Wirbelsäulenoperationen. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung der Wirbelsäule ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Wirbelsäulenoperationen zu finden.

  1. St. Anna Hospital

    Abteilung für Wirbelsäulenoperationen:
    Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie
    • Wirbelsäulenoperationen: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      13.367
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      380
      Viele
  2. SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Wirbelsäulenoperationen: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      8.511
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      422
      Viele
  3. Zentralklinik Bad Berka

    • Top-Klinik in Deutschland
      Focus Klinikliste 2018: Top-100-Krankenhäuser
    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Hohe Patientenzufriedenheit
      Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse
    • Wirbelsäulenoperationen: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      8.132
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      728
      Viele
Alle Kliniken für Wirbelsäulenoperationen

Kliniken für Wirbelsäulenoperationen nach Bundesland

Kliniken für Wirbelsäulenoperationen in deutschen Großstädten

Spezialkliniken zur Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen

Mit unserer Kliniksuche finden Sie auch in anderen Bereichen des Fachgebiets Wirbelsäulenerkrankungen empfehlenswerte Spezialkliniken:

Neue Behandlungsmethoden für Wirbelsäulenoperationen

Zur Behandlung von Rückenschmerzen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Welche Methoden für Sie in Frage kommen, wird Ihr Therapeut nach Ihrem Krankheitsverlauf, Begleiterkrankungen sowie weiteren Parametern entscheiden. Zahlreiche Forschungsarbeiten konnten hier in den letzten Jahren neue Ansätze aufzeigen. Hier zeigen wir Ihnen einen kurzen Überblick über aktuell diskutierte Methoden.

  • Verbesserte Behandlungsabläufe nach einer Wirbelsäulenoperation

    In neueren Studien wurde gezeigt, dass eine optimale Koordination einer Wirbelsäulenoperation entscheidende Vorteile für den Patienten mit sich bringt. Dazu gehört: eine patientenzentrierte Behandlung vor der Operation mit Abstimmung aller speziellen Risiken für die Operation, eine genaue Planung der Operation sowie eine optimale Nachbetreuung und Rehabilitation. Insgesamt konnte in dieser Studie gezeigt werden, dass eine gute Koordination zu einer deutlichen Verbesserung für den Patienten führt. (Link zur Studie). Dies unterstreicht die enorme Bedeutung von koordinierten Abläufen in der Klinik vor, während und nach der Operation.

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  • Der Einsatz von Robotern in der Wirbelsäulenchirurgie

    Roboter werden in vielen Bereichen der Medizin getestet, bislang aber nur in ausgewählten Fällen auch im Regelbetrieb eingesetzt. Auch bei der spinalen Chirurgie, einem Eingriff in einem Bereich mit sehr vielen unterschiedlichen Strukturen, könnte die Hilfe eines Robotiksystems daher von Vorteil sein. Forscher haben bisherige Arbeiten auf diesem Gebiet in einem zusammenfassenden Bericht vorgestellt. Sie kommen zu dem Schluss, dass zahlreiche Faktoren auf die Genauigkeit einwirken und deshalb durch einen Chirurgen überwacht werden müssen. Offen ist derzeit auch noch, inwieweit sich auch die Operationsdauer oder die Strahlungsdosis durch eine Roboterunterstützung erhöht.

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  • Minimal-invasiver chirurgischer Eingriff bei Spinalkanalstenose

    Bei vielen chirurgischen Eingriffen wird mittlerweile eine minimal-invasive Technik der offenen Operation vorgezogen. Auch bei der operativen Behandlung der Spinalkanalstenose wurde diese Technik in Studien erprobt. Durch die verbesserte Technik können Schmerzen nach der Operation, die Mobilisierung sowie der Schmerzmittelverbrauch deutlich reduziert werden können.

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Behandlungsmöglichkeiten, Kliniken und Spezialisten für Wirbelsäulenerkrankungen

Auf den folgenden Seiten stellen wir neue und konventionelle Behandlungsmethoden aus anderen Bereichen des Themenkomplexes Wirbelsäulenerkrankungen vor. Dort erfahren Sie auch, welche Krankenhäuser und Experten aus dem Fachgebiet Wirbelsäulenerkrankungen sich entsprechend spezialisiert haben.

Studien mit Fokus auf Wirbelsäulenoperationen

Studien spielen in der Weiterentwicklung von Behandlungsmethoden eine wichtige Rolle. Erste Erkenntnisse müssen durch große klinische Studien bestätigt werden. Diese Studien werden an größeren Zentren mit hoher Erfahrung und Expertise in der jeweiligen Behandlungsmethode durchgeführt. Folgende Übersicht zeigt Ihnen aktuelle Studien in diesem Behandlungsgebiet.

  • Prospektive, randomisierte Studie zur Evaluierung der navigationsgestützten 3D Kyphoplastie vs. der konventionellen 2D-Fluoroskopie-gestützten Kyphoplastie

    Eine häufige Therapieoption bei osteoporotischen oder tumorbedingten Wirbelkörperläsionen ist die „Zementierung“. Diese wird routinemäßig unter 2D Röntgendurchleuchtung durchgeführt, wobei jeweils eine Injektionsnadel vom Rücken aus in den Wirbelkörper vorgeschoben wird. Hierbei ist es wichtig, dass der Wirbelkörper genau getroffen wird und am Weg dorthin kein Schaden an Gefäßen, Nerven und Organen entsteht. Dies kann unter anderem zum Austritt von Nervenwasser, Lähmungen und Verletzungen von Organen wie z.B. der Lunge führen. Zusätzlich kann es beim Zementieren zum Zementaustritt z.B. in den Wirbelkanal und in die anliegenden Gefäße kommen, wodurch der Zement in das Herz und die Lunge transportiert werden kann und im schlimmsten Fall ein Herzversagen hervorrufen kann. In dieser Studie soll überprüft werden ob die Genauigkeit der Positionierung der Injektionsnadeln für den Zement mit 3D navigierter Durchleuchtung signifikant verbessert werden kann. Zudem wollen wir überprüfen ob das Risiko einer Komplikation auf dem Weg in den Wirbelkörper und auch beim Zementieren signifikant verringert werden kann. Hierzu werden alle einwilligungsfähigen Patienten, älter als 18 Jahre, mit einer osteoporotischen bzw. tumorbedingten Wirbelkörperläsion gefragt an der Studie teilzunehmen. Ausschlusskriterien sind eine Schwangerschaft, eine geplante offene Operation oder Stabilisation des betroffenen Wirbelkörpers. Alle teilnehmenden Patienten werden nach einem Zufallsprinzip in 2 Gruppen mit je 34 Teilnehmern eingeteilt, eine wird so zementiert wie bisher in 2D Technik und die andere mit 3D Navigation. Die Position der Injektionsnadel, die Ergebnisse der Operation nach 3 und 12 Monaten - evaluiert durch Fragebögen- , sowie die möglichen Komplikationen werden anschließend ausgewertet und zwischen den Gruppen verglichen.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Sonstige Osteoporose mit pathologischer Fraktur; Sonstige [Hals, Kopf, Rippen, Rumpf, Schädel, Wirbelsäule] ODER
    • Sekundäre bösartige Neubildung des Knochens und des Knochenmarkes ODER
    • Fraktur der Wirbelsäule, Höhe nicht näher bezeichnet; offen
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Klinikum rechts der Isar der TU München

    Frau PD Dr. med. univ. Yu-Mi Ryang
    Ismaninger Str. 22
    81675 München

  • Untersuchung der zervikalen Bandscheibenprothese Rhine™ (K2M) im Vergleich zur Anterioren Cervikalen Diskektomie und Fusion bei Patienten mit symptomatischer Radikulo- und/oder Myelopathie

    Untersuchung zweier Operationsmethoden bei Bandscheibenvorfällen: Vergleich einer beweglichen Bandscheiben-Prothese mit einer Versteifung, insbesondere im Hinblick auf Degeneration der Nachbarsegmente in den folgenden 2 Jahren

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Zervikaler Bandscheibenschaden mit Radikulopathie ODER
    • Spinal(kanal)stenose; Zervikalbereich
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Universitätsklinikum Düsseldorf

    Herr PD Dr. med. Richard Bostelmann
    Moorenstr. 5
    40225 Düsseldorf

Weiterführende Informationen

Bücher über Wirbelsäulenoperationen

Häufige Fragen

Klinikradar beantwortet häufige Fragen zum Thema Wirbelsäulenoperationen:

  • Wie finde ich die richtige Klinik für Wirbelsäulenchirurgie für mich?

    Die Auswahl der richtigen Klinik für eine Wirbelsäulenoperation ist oft eine schwierige Entscheidung. Zahlreiche Faktoren wie etwa Arztauswahl, Erfahrung der Klinik mit dem jeweiligen Eingriff, spezifische Klinikausstattung (z. B. Durchführung der MRT-Untersuchung direkt vor Ort), spezifische Behandlungskonzepte (z. B. interdisziplinäres Behandlungskonzept mit Physio- und Ergotherapeuten insbesondere nach der Operation), Entfernung vom Wohnort sowie weitere individuelle Aspekte spielen dabei eine Rolle. Eine geordnete Übersicht ist oft nur schwer zu erhalten. In unserer Kliniksuchmaschine erfassen wir alle für Sie relevanten Faktoren und ermöglichen Ihnen somit, eine qualifizierte und selbstbestimmte Entscheidung für die richtige Klinik und somit auch mehr Gesundheit zu treffen.

  • Wie ist der Ablauf bei einer Wirbelsäulenoperation?

    Im ersten Schritt muss mit dem behandelnden Experten zunächst die Indikation für eine Operation geklärt werden. Hierzu gehören neben einer Sichtung aller Voruntersuchungen auch eine gezielte körperliche Untersuchung sowie ein ausführliches Gespräch über Ihre Probleme, Schmerzen, Einschränkungen und individuelle Fragen. Auch bestehende Vorerkrankungen und gegebenenfalls von Ihnen eingenommene Medikamente sollten ein Teil dieses Gesprächs sein. Entscheiden Sie sich für eine Operation bzw. kann eine Operation nicht aufgeschoben werden, wird eventuell zusätzlich ein Termin für Voruntersuchungen vereinbart. Hierzu zählt auch eine Vorstellung bei einem Narkosearzt, einem Facharzt für Anästhesie. Sind alle Untersuchungen durchgeführt und wurden keine Vorbehalte festgestellt, wird ein Termin für die Operation vereinbart.

  • Welche Alternativen gibt es für eine Wirbelsäulenoperation?

    Zunächst muss unterschieden werden, ob Ihre Erkrankung plötzlich (z. B. durch einen Unfall) oder schleichend über viele Jahre entstanden ist. Je nach Art der Grunderkrankung haben Sie verschiedene Optionen. Ein Experte für die Operation wird Ihnen anhand Ihres individuellen Krankheitsbildes verschiedene Möglichkeiten und auch Alternativen zur Operation aufzeigen. Hierzu zählen zum Beispiel physiotherapeutische Übungen, Rückentraining mit Muskulaturaufbauund Schmerztherapie.

  • Welche Symptome bemerke ich bei Erkrankungen der Wirbelsäule?

    Erkrankungen an der Wirbelsäule können sich durch unterschiedliche Symptome bemerkbar machen und sind zu Beginn häufig sehr schwer abzugrenzen. Schmerzen, Gefühlsstörungen und Krafteinschränkung stehen im Zentrum der Beschwerden. Eine Krafteinschränkung im Bereich der Beine kann zu einer deutlichen Geheinschränkung führen. Gerade langanhaltende Beschwerden führen oft zu spürbaren Einschränkungen im privaten und beruflichen Leben. Eine Notfallindikation stellen akut aufgetretene Blasen- sowie Mastdarmstörungen dar.

  • Was tun bei Nervenschmerzen nach einer Wirbelsäulen- oder Bandscheibenoperation?

    Nervenschmerzen nach einer Operation im Bereich der Wirbelsäule können unterschiedliche Ursachen haben und ziehen eine ausführliche Diagnostik nach sich. Schmerzen, die bereits vor der Operation vorhanden waren, können sich verstärken. Zudem können auch durch die Operation Blutungen, Entzündungen sowie Narbenbildungen entstehen, die zu Schmerzen führen. Durch die Diagnostik wird die Ursache herausgefunden, um im Anschluss eine zielgerichtete Therapie beginnen zu können.

  • Welche Risiken bestehen bei einer Wirbelsäulen-OP?

    Im Bereich der Wirbelsäule verläuft das Rückenmark. Das Rückenmark beinhaltet Nervenfasern, die direkt alle Muskeln unseres Körpers ansteuern. Kommt es nun in einem Abschnitt zu einer Störung (z. B. Blutung oder Entzündung) kann dies Ausfälle (z. B. Lähmung) nach sich ziehen. Dies kann allerdings auch durch die Krankheit an sich geschehen. Eine große Erfahrung sowie Sorgfalt sind essentiell für die erfolgreiche Durchführung dieses Eingriffes. Zusätzlich ist das Risiko jeder OP natürlich auch abhängig von Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Jeder verantwortungsvolle Arzt wird sich Ihren allgemeinen Gesundheitszustand sowie die Erkrankung an ihrer Wirbelsäule genau ansehen, um dann mit ihnen eine Abwägung zu treffen, ob eine Operation tatsächlich einen Nutzen für Sie bringt. Um die für Sie passende Klinik zu finden, gibt es verschiedene Hinweise.