Klinikradar

Neurologie

Dr. med. Tobias Bobinger

Das Fachgebiet Neurologie beschreibt die Lehre vom Nervensystem und seinen Erkrankungen. Das Nervensystem durchzieht den gesamten Körper und ist nahezu in jeden Vorgang eingebunden.

Welche neurologischen Erkrankungen gibt es?

Eine exakte Diagnose für Erkrankungen des Gehirns erfordert oft die Zusammenarbeit von verschiedenen Spezialisten. Im Bereich des Kopfes ist neben dem Facharzt für Neurologie auch der Facharzt für Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohren, Neurochirurgie sowie Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zuständig.

  • Schlaganfall

    Der Begriff Schlaganfall umfasst viele verschiedene Erkrankungen. Die häufigste Form ist der Schlaganfall durch einen Verschluss oder eine Minderversorgung durch ein eingeengtes Gefäß, der sogenannte ischämische Schlaganfall. Bei einem Schlaganfall kann es im Bereich des Gehirns auch zu einem Riss eines Gefäßes kommen. Diese Form wird als Hirnblutung bezeichnet. Zum Schlaganfall zählen auch die Subarachnoidalblutung sowie die Sinusvenenthrombose. Die Therapiemöglichkeiten zur Behandlung eines Schlaganfalls haben sich in den letzten Jahren rasant weiterentwickelt. Ein entscheidendes Kriterium ist die Zeit bis zur Behandlung. Weitere Informationen zum Schlaganfall.

  • Infektionen

    Entzündungen und Infektionen im Gehirn entstehen durch Infektionen mit Bakterien und Viren oder Pilzen. Oft entwickeln sich diese bei Vorerkrankungen und Voroperationen im Kopfbereich. Sie können jedoch auch bei Personen ohne Vorerkrankungen auftreten. Bei allen Erkrankungen ist eine rasche Therapie notwendig. Auf Klinikradar erhaltne Sie weitere Informationen zu Meningitis, Abszessen, Enzephalitis sowie Entzündungen im Nervensystem.

  • Autoimmunerkrankungen

    Autoimmunerkrankungen können alle Regionen des Körpers betreffen. Autoimmunerkrankungen, die sich zum Beispiel im Bereich des Darms, der Lunge oder der Blutgefäße abspielen, greifen unter Umständen auch in gewissen Krankheitsphasen bestimmte Areale des Kopfes an, was eine spezielle Therapie erforderlich macht. Zu diesen Erkrankungen zählen etwa die Multiple Sklerose, Sehnerventzündung, Neuromyelitis optica sowie die Myelitis. Unsere Spezialseite Multiple Sklerose bietet Ihnen einen Überblick über die Erkrankung, spezialisierte Kliniken und verschiedene Behandlungsmöglichkeit.

  • Kopfschmerzen

    Kopfschmerzen sind sehr häufig und betreffen auf die Lebenszeit gesehen nahezu jeden Menschen. In den meisten Fällen sind Kopfschmerzen auf einfache Ursachen zurückzuführen. Aber auch ernste Ursachen können hinter Kopfschmerzen stecken. Ein ausführliches Gespräch mit Untersuchung bei einem Spezialisten hilft oft, erste wichtige Hinweise auf die Diagnose zu finden. Weitere Hinweise zum Thema Medikamentenkopfschmerzen erhalten Sie in unserem Spezialartikel. Darüber hinaus finden Sie auf unseren Kliniklisten geeignete Kliniken für Migräne, Cluster-Kopfschmerz, Pseudotumor cerebri, Spannungskopfschmerzen, posttraumatischer Kopfschmerz sowie Schmerztherapie.

  • Trauma Kopf

    Verletzungen des Kopfes sind häufig und treten oft bei häuslichen Unfällen sowie Verkehrsunfällen auf. Oft sind Verletzungen des Kopfes in Kombination mit anderen Erkrankungen, wie etwa Verletzungen des Beckens und Brustbereichs zu finden. Diese Kombination von Verletzungen, das sogenannte Polytrauma, wird häufig in Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Spezialabteilungen auf spezialisierten Stationen durchgeführt. Nur durch ein Zusammenspiel von vielen Disziplinen kann das bestmögliche Ergebnis für den Patienten erreicht werden. Verletzungen des Kopfes werden durch die Fachbereich Neurochirurgie sowie Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie behandelt. Spezielle Verletzungen finden Sie auch auf unseren Klinikseiten für Subduralblutung, Schädelbasisbruch, Schädel-Hirn-Trauma sowie Kopfverletzungen.

  • Epilepsie

    Eine Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen und betrifft etwa 500.000 bis 800.000 Menschen allein in Deutschland. Bis zu fünf Prozent der Bevölkerung erleiden irgendwann in ihrem Leben einen epileptischen Anfall. Jedoch macht ein epileptischer Anfall allein keine Epilepsie. Auch hier ist wieder eine genaue Diagnostik und Beratung entscheidend, da ein epileptischer Anfall durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst werden kann. Erster Ansprechpartner für die Diagnostik ist ein Facharzt für Neurologie. Bei speziellen Fällen erfolgt eine ergänzende Diagnostik in einem speziellen Zentrum für Epilepsie. In unserer Kliniksuche listen wir Kliniken, die besondere Erfahrung mit dem Erkrankungsbild eines epileptischen Anfalls aufweisen sowie spezialisierte Zentren für erweiterte Epilepsiediagnostik und die Komplexbehandlung Epilepsie.

  • Bewegungsstörungen

    Bewegungsstörungen sind ebenfalls ein sehr häufiges Krankheitsbild und können durch unterschiedliche Erkrankungen ausgelöst werden. Bei allen Erkrankungen muss der Patient im Ganzen betrachtet werden, um die Diagnose zu sichern. Bei vielen Erkrankungen erfolgt eine Betreuung durch spezialisierte Neurologen, bei deutlichen Verschlechterungen oder zur optimalen Einstellung von Medikamenten oder Therapie mittels neuer Therapien erfolgt auch ein Aufenthalt in einer Spezialklinik. Zu den Erkrankungen zählen: Tremor, Dystonien, Bewegungsstörungen bei verschiedenen Grunderkrankungen. Weitere Informationen finden Sie unter Chorea Huntington, Morbus Parkinson sowie progressive supranukleäre Blickparese.

  • Hirnnerven

    Hirnnerven sind Nerven, die direkt aus dem Rückenmark entspringen und Strukturen am Kopf versorgen. In diesem Verlauf können die Hirnnerven auch geschädigt werden. Jeder der zwölft Hirnnerven hat einen unterschiedlichen Verlauf. Ein geschulter Blick im Rahmen der Untersuchung kann recht schnell den Ort der Schädigung erfassen. Nachdem diese gefunden und nochmals mit anderen Untersuchungen bestätigt wird, schließt sich die Therapie an. Auf unseren Seiten Fazialislähmung (Gesichtslähmung), Trigeminusneuralgie sowie Polyneuritis cranialis finden Sie weitere Informationen über Kliniken mit Erfahrung im Bereich der Hirnnerven-Erkrankungen.

  • Degenerative Erkrankungen

    Neurodegenerative Erkrankungen stellen Erkrankungen dar, bei denen Nervenzellen im Gehirn abgebaut und geschädigt werden. Die Ursachen sind vielfältig: Teils liegen genetische Ursachen zugrunde. Oftmals – wie etwa bei der Demenz – sind die Mechanismen auch noch nicht vollständig erforscht. Dazu gehören:

    In allen Fällen ist eine rechtzeitige Diagnose wichtig, um eine Behandlung einzuleiten. In unseren Kliniklisten finden Sie Kliniken aufgeschlüsselt nach Expertise in diesen Fachbereichen.

  • Neurochirurgie

    Erkrankungen des Kopfes werden oft im Zusammenspiel zwischen verschiedenen Disziplinen behandelt. Der Fachbereich der Neurochirurgie ist für chirurgische Behandlungen am Kopf verantwortlich. Die Neurochirurgie beschäftigt sich mit Verletzungen am Kopf. Zudem führen neurochirurgische Fachärzte auch Biopsien am Kopf (bei Hirntumoren), die Entfernung von Hirntumoren sowie weitere Eingriffe am Kopf durch, wie auch die Implantation von einem Hirnschrittmacher (etwa bei Tremor oder Morbus Parkinson).

  • Schlafmedizin

    Schlafmedizin beschäftigt sich mit Schlafstörungen sowie der Diagnostik und Therapie von Schlaf- bzw. Schlaf-Wach-Störungen. Die Steuerung des Schlafs beginnt im Kopf. Der Schlaf wird jedoch auch durch viele Vorgänge im Nasen-Rachen-Raum sowie in der Lunge beeinträchtigt. Aus diesem Grund sind auch mehrere Fachdisziplinen beteiligt: Neben Fachärzten für Neurologie kümmern sich Fachärzte für HNO-Heilkunde und Fachärzte für Pneumologie um Erkrankungen des Schlafes. Hier finden Sie weitere Informationen zu Schlaflabor, Schlafdiagnostik, Restless-Legs-Syndrom (RLS), Schlafapnoe, Narkolepsie sowie schlafbezogene Bewegungsstörungen

  • Geriatrie

    Geriatrie behandelt die Erkrankungen alter Patienten und Patienten in einem Alter über 65 Jahren. Viele dieser Patienten leiden oftmals an verschiedenen Erkrankungen, nehmen eine Vielzahl von Medikamenten ein und haben individuelle Probleme wie etwa vermehrte Stürze oder kognitive Einschränkungen. Zudem spielen oftmals auch soziale Fragestellungen eine wesentliche Rolle. Geriatrische Kliniken nehmen den hohen Grad an Gebrechlichkeit sowie Multimorbidität auf und verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz. Der funktionelle Status, die Lebensqualität sowie die möglichst lange Autonomie des Patienten rücken in den Vordergrund. Patienten können daher von einer Behandlung in einer speziellen geriatrischen Klinik profitieren. Unsere Klinikliste stellt Kliniken mit nachgewiesener Erfahrung auf diesem Gebiet vor, darunter auch spezialisierte Kliniken für eine geriatrische Komplexbehandlung.

Welche Untersuchungen gibt es in der Neurologie?

Der Verlauf der Diagnostik in der Neurologie ist abhängig von dem zeitlichen Auftreten sowie dem Schweregrad der Erkrankung. Bei chronischen und langsam auftretenden Symptomen führt der Weg zunächst über Ihren Hausarzt zu einem Facharzt für Neurologie. Dieser wird weitere Diagnostik und Therapien in die Wege leiten.

Bei akuten Erkrankungen (akuter Schlaganfall, Infektionen) ist jede Minute wichtig und Sie werden über den Rettungsdienst in einer Notfallaufnahme vorgestellt.

Nach einem Gespräch und einer ausführlichen Untersuchung werden je nach Symptomen weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose zu sichern:

  • Untersuchung des Kopfes mittels Bildgebung (Computertomographie, Magnetresonanztomographie)
  • Untersuchung des Nervenwassers (sogenannte Liquoranalyse)
  • Ultraschall
  • Laboruntersuchung
  • Neurographien (Nervenmessungen)
  • EEG

Welche Möglichkeiten für eine Behandlung gibt es?

Abhängig von Ihrer Erkrankung oder Therapie kann diese ambulant, teilstationär oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem einweisenden Arzt, welche Möglichkeit für Sie in Frage kommt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Kliniken, Tageskliniken sowie Rehabilitationskliniken vor, die über Erfahrung in diesem Bereich verfügen.

  • Krankenhaus (stationär)

    Die Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung erfolgt in der Regel durch einen niedergelassenen Arzt oder über den Rettungsdienst in der Notfallaufnahme. Im Krankenhaus erfolgt eine genaue Diagnostik und Therapie Ihrer Erkrankung. Auf Wunsch können Sie auch Zusatzleistungen wie etwa Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Gegen Ende der Krankenhausbehandlung sollten Sie bereits den weiteren Weg Ihrer Behandlung, wie etwa eine anschließende Rehabilitationsbehandlung oder eine weitere ambulante Betreuung planen.

  • Tagesklinik

    Bei einigen Erkrankungen kann die Behandlung auch im Rahmen einer tagesklinisches Aufenthalts erfolgen. Dies bedeutet, dass Sie tagsüber zur Diagnostik in der Klinik verweilen, die Nacht dann jedoch zu Hause verbringen. Insbesondere bei längeren Therapien kann dies ein Vorteil sein, da Sie die weitere Zeit in Ihrem persönlichen Umfeld verbringen können.

  • Rehabilitationsklinik

    Oft schließt sich an eine akute Erkrankung (wie etwa einem Schlaganfall oder einer Infektion im Gehirn) eine Rehabilitationsbehandlung an, um wiederausgefallene Funktionen zu erlernen. Die Rehabilitationsbehandlung wird in den meisten Fällen direkt von Ihrem Akutkrankenhaus geplant und die Beantragung in die Wege geleitet. Die Rehabilitationsbehandlung kann auch von Ihrem Hausarzt beantragt werden.

  • Ambulante Betreuung

    Bei chronischen Erkrankungen ist eine fortlaufende Betreuung und Überwachung durch einen Spezialisten erforderlich. Dieser bemerkt rechtzeitig Veränderungen und kann die Therapie entsprechend anpassen. Oftmals können wesentliche diagnostische Maßnahmen ambulant durchgeführt werden und es ist kein Klinikaufenthalt notwendig.

  • Spezialsprechstunde (ambulante Betreuung)

    Bei komplizierten Verläufen, unklaren Krankheitszeichen oder seltenen Erkrankungen erfolgt oftmals eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde eines größeren Krankenhauses oder einer Universitätsklinik. Die Überweisung und Vorstellung werden von einem niedergelassenen Facharzt veranlasst.

Kliniken für Neurologie

In Deutschland gibt es 574 Kliniken für Neurologie. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung im Bereich Neurologie ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Neurologie zu finden.

  1. Asklepios Klinik Barmbek

    Viele Fälle im Bereich Neurologie
    • Neurologie
      7.686 Fälle
    • Großes Krankenhaus
      640 Betten
    Fachabteilung für Neurologie:
  2. Charité - Universitätsmedizin Berlin

    Viele Fälle im Bereich Neurologie
    • Neurologie
      7.681 Fälle in 4 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      3.011 Betten
    • Universitätsklinikum
    4 Fachabteilungen für Neurologie:
  3. Universitätsklinikum Köln

    Viele Fälle im Bereich Neurologie
    • Neurologie
      4.301 Fälle
    • Großes Krankenhaus
      1.455 Betten
    • Universitätsklinikum
    Fachabteilung für Neurologie:
Alle Kliniken für Neurologie

Kliniken für Neurologie nach Bundesland

Kliniken für Neurologie in deutschen Großstädten

Tageskliniken für Neurologie

Eine Tagesklinik für Neurologie kann eine sinnvolle Alternative zu einem stationären Aufenthalt sein. Patienten werden in einer Tagesklinik mit Spezialisierung auf Neurologie von Montag bis Freitag tagsüber von Fachärzten behandelt, verlassen die Klinik aber ab dem späten Nachmittag und übernachten zu Hause. Die Patienten der Tagesklinik werden so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, können aber trotzdem die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich Neurologie wahrnehmen.

  1. Tagesklinik für Onkologie, Kinderonkologie, Dermatologie, Neurologie, HNO

    Wenige Fälle im Bereich Neurologie
    • Neurologie
      10 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
      43 Betten
    • Tagesklinik
    • Universitätsklinikum
    Fachabteilung für Neurologie:
    • Tagesklinik für Neurologie

      Anmerkung der Abteilung: Neuroimmunologische Erkrankungen (u.a. Multiple Sklerose, Neuromyelitis optica, etc.).