Künstliches Kniegelenk

Dr. med. Tobias Bobinger

Dieser Ratgeber erklärt, wie ein Kniegelenk aufgebaut ist und warum ein künstliches Kniegelenk eingebaut wird, welche neuen Behandlungsmöglichkeiten existieren und wie die Nachsorge abläuft. Außerdem erfahren Sie hier, welche Spezialisten und Kliniken empfehlenswert sind und besonders viel Erfahrung mit der Operation eines künstlichen Kniegelenks haben.

Untersuchung und Diagnostik

Langanhaltende Schmerzen, zunehmende Bewegungseinschränkung, seit längerem Diagnose Kniegelenksarthrose. Oder hatten Sie vor kurzem einen Unfall? Eine Entzündung im Kniegelenk? Keine Linderung durch Schmerzmittel? Alle diese Faktoren können dazu führen, dass Ihnen die Entscheidung für ein künstliches Kniegelenk nahegelegt wird. Dieser Abschnitt geht auf den Aufbau des Kniegelenks ein, schildert Ihnen den Ablauf der Operation und mögliche Risiken. Vor einer Operation ist eine gründliche Untersuchung und Indikation zur Operation zu stellen. Hierzu zeigen wir Ihnen einen Überblick über Experten auf diesem Gebiet.

Aufbau des Kniegelenks

Das Kniegelenk verbindet den Oberschenkelknochen mit dem Schienbein und der Kniescheibe. Es ermöglicht uns besondere Bewegungen im Bein, insbesondere eine Streckung, Beugung sowie Drehungim Knie. Aufgebaut ist es durch die knorpeligen Gelenkflächen von Oberschenkelknochen sowie Schienbein, den „Puffern“ der Menisken sowie einem durchdachten System aus Seiten- und Kreuzbändern. Die Gelenkflächen sind zudem durch eine Gelenkkapsel umhüllt. An den unterschiedlichen Knochen um das Kniegelenk setzen Muskeln an, um die Bewegung des Kniegelenks in alle möglichen Bewegungsrichtungen zu steuern. Zudem wird auch das Kniegelenk sowohl von mehreren Nerven- wie auch großen Blutgefäßen durchzogen.

An allen einzelnen Bestandteilen können Probleme auftreten. Sehr häufig ist die Ursache durch Verletzungen (z. B. durch Verletzung des Kniegelenks oder der Bänder am Knie), oft jedoch auch durch degenerative Veränderungen, die sogenannte Kniegelenksarthrose.

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Häufige Ursache für ein künstliches Kniegelenk – die Kniegelenksarthrose

Die Kniegelenksarthrose ist eine sehr häufige Gelenkserkrankung und betrifft direkt den Knorpel im Gelenksapparat. Mit erhöhtem Lebensalter, Fehlstellungen im Bereich des Gelenkes, Entzündungsreaktionen sowie erhöhtem Körpergewicht nutzt sich der Knorpel mit der Zeit ab. Zunächst bemerken Sie, dass Schmerzen hauptsächlich während Belastung im Knie auftreten, bald kann auch eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit im Kniegelenk hinzutreten. Durch den zunehmenden Abbau des Knorpels werden auch benachbarte Knochen sowie Bänder in Mitleidenschaft gezogen und es kann ein Kniegelenkserguss dazukommen. Oft kann für eine längere Zeit, meist auch Jahre, eine Linderung erreicht werden. Möglich dabei sind entzündungshemmende Medikamente, Physiotherapie zum Muskelaufbau, Wärme- und Kältetherapie, Elektrotherapie sowie auch Stützsysteme wie Knieorthesen.

Mit der Zeit kommen die Schmerzen oft jedoch in immer kürzeren Abständen. Zu diesem Zeitpunkt fällt durch den behandelnden Orthopäden oft die Empfehlung zum Einsatz eines künstlichen Kniegelenks.

Weitere Indikationen für eine Kniegelenksprothese:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Arthritis bei Verletzung nach Unfall
  • Deformation des Kniegelenks
  • nach Tumoroperation

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Die Operation beim künstlichen Kniegelenk

  • Wie verläuft die Operation?

    Das künstliche Kniegelenk – auch als Kniegelenksendoprothese bezeichnet – kann entweder Teile des Kniegelenks (bei der sogenannten Knieteilprothese) oder das komplette Kniegelenk (sogenannte Knietotalendoprothese) ersetzen.

    Bei der Totalendoprothese werden beide Gelenkflächen im Kniegelenk durch künstliche Flächen ersetzt. Diese Methode kommt zum Einsatz, wenn bereits die Gelenkflächen deutlich abgenutzt sind. Alternativ können auch sogenannte Oberflächenprothesen verwendet werden. Bei dieser Methode bleibt der Knochen sowie ein Teil der Bänder intakt. Zusätzlich ist auch eine deutlich frühere Rehabilitation möglich.

    Die verschiedenen Möglichkeiten werden Ihnen durch den behandelnden Arzt angepasst auf ihre individuelle Situation erläutert. Eine Operation an einem zentralen Gelenk unseres Körpers bringt immer auch Risiken mit sich. Diese sollten Ihnen für eine informierte Entscheidung bekannt sein.

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  • Risiken, die Sie vor einer Operation kennen sollten

    Bei der Operation für das künstliche Kniegelenk wird ein großer Teil des Gelenkapparates durch Fremdmaterial ersetzt. Hier kann man sich gut vorstellen, dass durch den Austausch mit fremdem Material eine Infektion mit Bakterien möglich ist. Dies kann zu einem großen Problem führen und gegebenenfalls auch einen weiteren Austausch und eine längere stationäre Versorgung nötig machen. Vorerkrankungen wie etwa Diabetes können dieses Risiko erhöhen. Viele Untersuchungen und Maßnahmen vor oder während der OP sowie auch während der Zeit im Krankenhaus dienen genau der Verhinderung dieser Infektion.

    Weitere Risken liegen im Operationsgebiet. In der Umgebung liegen zahlreiche Muskeln, das Gebiet wird zudem durch verschiedene Blutgefäße und Nerven durchzogen. Aufgabe des Operateurs ist es, diese wichtigen Strukturen während des Eingriffes zu schonen.

    Die Entwicklung der Operationstechniken sowie der Prothesen schreitet ständig voran. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es mit der Zeit durch die Kraftbelastung zu einer Lockerung der Verankerung im Knochen kommt.

    Sie als Patienten sollten alle Risiken kennen und sich informiert für eine Operation entscheiden. Aus diesem Grund wird auch Ihr Operateur alles nochmals mit Ihnen durchgehen und ihre Erkrankungsbild mit den Chancen und Risiken durch diesen Eingriff abwägen. Die Entscheidung für das beste Krankenhaus für Ihre Knie-Operation fällt doch oft schwer.

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  • Welche Arten von Knieprothesen gibt es?

    Unikondyläre Schlittenprothese, sogenannte Uniknie

    Alle Bänder am Kniegelenk sind voll funktionsfähig und nur einer der Schlitten (Kondylen) hat eine Schädigung des Gelenkknorpels.

    Patellofemorale Prothese

    Anwendung bei Arthrose des Kniescheibengelenks

    Bikondyläre Primärprothese, bikompartimentelle Prothese

    2 der 3 Gelenkabschnitte und gegebenenfalls das vordere Kreuzband sind beschädigt. Alle anderen Bänder sind vollständig funktionsfähig.

    Knie-Totalendoprothese, sogenannte Oberflächenersatzprothese

    Vollständiger Ersatz des Kniegelenks, gegebenenfalls auch der Kniescheibe. Individuelle Anpassung möglich.

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Behandlung

Die Auswahl der richtigen Klinik für ein künstliches Kniegelenk ist eine wichtige Entscheidung. Viele einzelne Punkte sind wichtig, doch es fällt schwer als Patient den Überblick zu behalten. Hierunter zählen etwa: die Erfahrung in der Klinik mit der spezifischen Operationsmethode, die Ausstattung in der Klinik (z. B. Physiotherapie, Durchführung einer minimalinvasiven Behandlungsmethode), spezifische Behandlungskonzepte (z. B. zeitnahe Rehabilitation) und die Entfernung der Einrichtung von Ihrem Wohnort. Zusätzlich spielen Klinikradar stellt alle entscheidenden Faktoren übersichtlich dar und ermöglicht Ihnen somit, eine bewusste Entscheidung für die richtige Einrichtung zu treffen.

Kliniken für Künstliches Kniegelenk

In Deutschland gibt es 931 Kliniken für Künstliches Kniegelenk. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung des Knies ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Künstliches Kniegelenk zu finden.

  1. Schön Klinik Neustadt

    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Künstliches Kniegelenk: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      2.240
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      8.252
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      357
      Viele
  2. Helios Endo-Klinik Hamburg

    Abteilung für Künstliches Kniegelenk:
    Gelenkchirurgie/ Orthopädie/septische Gelenkchirurgie
    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Künstliches Kniegelenk: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      1.662
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      6.846
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      203
      Durchschnitt
  3. Sana Kliniken Sommerfeld

    Abteilung für Künstliches Kniegelenk:
    Klinik für Operative Orthopädie
    • Künstliches Kniegelenk: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      1.525
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      3.447
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      263
      Durchschnitt
Alle Kliniken für Künstliches Kniegelenk

Kliniken für Künstliches Kniegelenk nach Bundesland

Kliniken für Künstliches Kniegelenk in deutschen Großstädten

Spezialkliniken zur Behandlung im Bereich Chirurgie

Mit unserer Kliniksuche finden Sie auch in anderen Bereichen des Fachgebiets Chirurgie empfehlenswerte Spezialkliniken:

Neue Behandlungsmethoden für Künstliches Kniegelenk

Bei der Operation mit einem künstlichen Kniegelenk sind zahlreiche Punkte wichtig. Das Wissen verändert sich ständig. Zahlreiche Faktoren können den Verlauf der Operation sowie die Rehabilitation beeinflussen. Hier stellen wir Ihnen für Sie wichtige Punkte und aktuelles Wissen zum Gebiet des künstlichen Kniegelenks dar.

  • Eine optimale Vorbereitung für die Operation sorgt für ein optimales Ergebnis

    In den letzten Jahren konnte in zahlreichen Studien (Studie 1, Studie 2) gezeigt werden, dass durch eine optimale Betreuung und Einstellung der Risikofaktoren wie etwa Alkoholkonsum, Rauchen, Blutarmut, Zuckerhaushalt eine deutliche Reduktion der Risiken für die Operation erreicht werden kann. In den Studien konnte auch die notwendige Dauer des Krankenhausaufenthaltes reduziert werden. Sprechen Sie mir Ihrem Arzt darüber und versuchen Sie diese Punkte vor der Operation zu verbessern. Hier können Sie als Patient entscheidend zum Erfolg der Operation beitragen.

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  • Die Liegezeit im Krankenhaus bei einer Knie-TEP verkürzt sich zunehmend

    Verbesserungen in der Versorgung und bessere Abläufe sorgen dafür, dass immer mehr Operationen bei einer Knie-Totalendoprothese in teils sehr kurzen Aufenthalten durchgeführt werden können, teils mit Entlassungen am nächsten Tag. Zahlreiche Studien zeigen, unter welchen Voraussetzungen diese mit einem deutlich verkürzten Aufenthalt durchgeführt werden können. In einer aktuellen Veröffentlichungwerden unterschiedliche Studien zusammengefasst und zeigen Faktoren auf, bei denen auf eine frühzeitige Entlassung verzichtet werden soll: u.a. schwere chronische Erkrankungen, schwere Blutarmut, Stürze in der Vergangenheit und ein schlechtes soziales Netz.

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  • Schnelle Mobilisation und Thrombosespritze während des Aufenthaltes im Krankenhaus

    Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass eine lange Bettruhe, eine sogenannte Immobilisation, zahlreiche Probleme mit sich bringt. Unter anderem können sich zum Beispiel im Kniebereich Thrombosen bilden, die im schlimmsten Fall eine Lungenembolie nach sich ziehen können. Aus diesem Grund wird eine schnelle Mobilisation mit Physiotherapie angestrebt. Da jedoch viele Patienten immer schneller aus dem Krankenhaus entlassen werden und damit nicht so lange im Bett liegen bleiben, wurde auch die Thrombosespitze in Frage gestellt. In Dänemark wurde daher in mehreren Studien in Frage gestellt. Wesentliche Punkte sind die Zeitdauer der Anwendung sowie ergänzende Risikofaktoren, die nun in weiteren Studien beurteilt werden. Zusammenfassend ist eine schnelle Mobilisation entscheidend.

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Behandlungsmöglichkeiten, Kliniken und Spezialisten für Chirurgie

Auf den folgenden Seiten stellen wir neue und konventionelle Behandlungsmethoden aus anderen Bereichen des Themenkomplexes Chirurgie vor. Dort erfahren Sie auch, welche Krankenhäuser und Experten aus dem Fachgebiet Chirurgie sich entsprechend spezialisiert haben.

Studien mit Fokus auf Künstliches Kniegelenk

In den letzten Jahren wurden zahlreiche neue Therapieansätze für bei der Operation des künstlichen Kniegelenks entwickelt. Dem breiten Einsatz gehen immer sehr genau durchgeführte klinische Studien voraus. Diese werden an speziellen Studienzentren mit hoher Erfahrung und Expertise und nach einer genauen Patientenauswahl getroffen. Hier stellen wir Ihnen einen Auszug aktueller Studien vor, die zum Thema künstliches Kniegelenk durchgeführt werden.

  • Intersektorale Nutzung von Patient Reported Outcome Measures zur Steigerung der patientenrelevanten Ergebnisqualität (PROMoting Quality)

    Die Gesundheitsversorgung in Deutschland steht vor einer großen Herausforderung: Auf der einen Seite steigen die Gesundheitsausgaben seit Jahren kontinuierlich, die Medizintechnik und medizinische Neuerungen entwickeln sich rasant, und auch die Digitalisierung stellt die Versorger in Deutschland vor große Herausforderungen.
    Auf der anderen Seite lässt die zunehmende Ergebnistransparenz deutliche Unterschiede in der Qualität der Leistungserbringung erahnen. Die Erwartung an die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist, dass die digitale Unterstützung zu transparenteren Abläufen im (alltäglichen) Versorgungs- und Verwaltungs-geschehen führt, wodurch datenbasierte Entscheidungen getroffen, medizinische Behandlungsabläufe gesteuert und letztlich durch die somit ermöglichte gezielte Ressourcenallokation Kosten eingespart werden.
    Nicht allein die Kostenersparnis wäre ein Erfolg digitalisierter Prozesse. Insbesondere eine nachweisbare Verbesserung der Behandlungsqualität durch die von Patienten erwirkte Transparenz im Behandlungsverlauf kann die anfangs hohen Investitionen in die Digitalisierung von Prozessen legitimieren.

    Um die Hypothese von Kostenersparnis und erhöhter Behandlungsqualität durch den sektorübergreifenden Einsatz digitaler Lösungen wissenschaftlich zu untersuchen, fördert der Innovationsfonds in der Kategorie Neue Versorgungsformen das Projekt namens „Intersektorale Nutzung von Patient Reported Outcome Measures zur Steigerung der patientenrelevanten Ergebnisqualität (PROMoting Quality)“ in Form einer multizentrisch, randomisierten und kontrollierten Interventionsstudie (RCT).
    Im Projekt werden die Patient Reported Outcomes (PRO) von circa zehntausend Patienten im Kontext eines Hüft- und Kniegelenkersatzes über zwei Jahre in mehreren Krankenhäusern in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und anderen Bundesländern gemessen, um den Behandlungserfolg kontinuierlich und patientenbezogen zu beobachten und bei Fehlentwicklungen frühzeitig gegenzusteuern.
    Die Intervention besteht darin, unter Zuhilfenahme von der Messung von Patient Reported Outcomes (PROMs) postoperative Komplikationen zeitnah zu behandeln und/oder die Lebensqualität mindernde Fehlentwicklungen früh zu identifizieren. Außerdem wird das Verhältnis von Ergebnisqualität zu aufgewendeten Ressourcen untersucht, welches u.a. durch eine Optimierung des funktionellen Status, der Minimierung von Schmerzen und postoperativen Mortalitäts-, Wideraufnahme- und Reoperationsraten sowie der schnelleren Arbeitsbefähigung verbessert werden soll.
    Das primäre Ziel der Studie besteht dementsprechend in der Untersuchung des Verhältnisses von Behandlungsergebnis und den Gesamtkosten um diese Behandlung durchzuführen, also dem kosteneffektiven Gewinn an Gesundheit und Lebensqualität, ohne einen überproportionalen Anstieg der dafür aufgewendeten Ressourcen bzw. von mittelfristigen Einsparungen bei der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Hüftarthrose ODER
    • Kniearthrose
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Department of Health Care Management Berlin University of Technology

    Frau Laura Oschmann

Nachsorge

Eine effektive Rehabilitation und Nachsorge sind sehr wichtige Faktoren, um einen ausreichende Bewegung im Knie zu erreichen. Diese Schritte sollten am besten bereits gegen Ende der stationären Behandlung geplant werden, um bei diesem Schritt von Beginn an gut versorgt zu sein. Neben einer anschließenden Rehabilitationsbehandlung oder einem Übergang über eine Tagesklinik stehen auch spezielle weiterführende digitale Unterstützungsprogramme zur Verfügung.

Apps zum Thema Künstliches Kniegelenk

  • Genusport Knietrainer

    App für Android und iOS

    App-basiertes Trainingsgerät mit Übungen zusätzlich zur regulären Physiotherapie. 3-wöchtiges individuelles Trainingsprogramm mit einem auf das Alter und den Fitnesszustand abgestimmten Trainingsplan. Durch aktuelle Studien verifiziert.

  • Knietraining nach Operation

    App für Android

    Diese App bietet Ihnen Anleitungen zu Übungen nach Knie- und Hüftersatz. Ergänzt wird die Anwendung durch einen persönlichen digitalen Video-Coach. Übungen eignen sich auch für die Stabilisierung des Knie zum Beispiel nach einer Patellarsehnenruptur oder einer Meniskusoperation. App für Android.

  • App-Anwendung für iOS

Weiterführende Informationen

Werden Sie mit einer Operation für ein künstliches Kniegelenk konfrontiert, wirft dies viele Fragen auf. Zudem gibt es ständige Veränderungen in den Therapiemöglichkeiten. Im folgenden Abschnitt möchten wir einen Experten zu Wort kommen lassen, Ihnen weiterführende Informationen bieten und zudem Ihre häufigsten Fragen klären.

Bücher über Künstliches Kniegelenk

Häufige Fragen

Klinikradar beantwortet häufige Fragen zum Thema Künstliches Kniegelenk:

  • Werden alle langfristigen Knieprobleme mit einer Knietotalprothese behandelt?

    Diese Frage kann klar mit nein beantwortet werden. Es muss eine eindeutige Diagnose erfolgen, denn die Knieprothese kommt nur bei bestimmten Erkrankungsbildern zum Einsatz. Zusätzlich wird Ihr behandelnder Arzt auch zum Beispiel bei einer Kniearthrose zunächst andere Behandlungsmethoden versuchen. Dies können zum Beispiel Medikamente, Gewichtsabnahme, Schienen oder Physiotherapie sein.

  • Wie lange bin ich nach einer Operationen mit einem künstlichen Kniegelenk arbeitsunfähig?

    Die ist natürlich abhängig von dem Verlauf der Operation und Ihrer Arbeitstätigkeit. Generell kann man sagen, dass die meisten Patienten etwa 4 bis 6 Wochen nach der Operation wieder gewöhnliche Tätigkeiten durchführen können.

  • Kann ich nach einer Operation mit einem künstlichen Kniegelenk Sport treiben?

    Ja, auf jeden Fall. Dies ist sinnvoll, um ihre Stabilität zu sichern und zu verbessern. Zusätzlich ist es natürlich auch für Ihren kompletten Organismus sehr wichtig. Entscheidend ist die Auswahl der richtigen Sportart. Verzichten Sie auf risikobehaftete Sportarten wie Kontaktsportarten (Fußball, Kampfsportarten) und üben Sie sich in knieschonenden Aktivitäten (Radfahren, Schwimmen).

  • Was kann ich tun, um die Haltbarkeit meiner Prothese zu erhöhen?

    Die Haltbarkeit einer Prothese hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: unter anderem Knochenqualität des Patienten, Körpergewicht sowie Aktivitäten des Patienten. Führen Sie die in der Rehabilitation erlernten Übungen möglichst durch, um eine ausreichende Stabilität zu erlangen. Vermeiden Sie schwere Lasten und risikobehaftete Kontaktsportarten. Üben Sie sich stattdessen in gelenkschonenden Sportarten wie Radfahren, Schwimmen oder Gymnastik. Weisen Sie andere Ärzte auf Ihre Prothese hin, so dass bei bestimmten Eingriffen eine zusätzliche Antibiotikagabe gegeben werden kann, um eine Infektion des Gelenks zu verhindern.

  • Wann ist der richtige Zeitpunkt, an eine Operation mit künstlichem Kniegelenk zu denken?

    Die Frage ist nur sehr individuell zu klären und hängt sehr von der zugrundeliegenden Erkrankung ab. Da ein Knieersatzoperation immer mit einem Risiko einhergeht und sich auch die Prothese mit der Zeit lockern kann und ersetzt werden muss, sollten alle Punkte abgewogen werden. Dennoch sollte auch bei großen Schmerzen und starken Einschränkungen im Alltag nicht zu lange gewartet werden. Für die richtige Einschätzung ist die Zusammenarbeit von Ihnen als Patienten mit Ihrer subjektiven Einschätzung sowie die medizinische Expertise Ihres behandelnden Arztes notwendig.

  • Kann ein künstliches Kniegelenk auch in jungen Jahren eingesetzt werden?

    Ja, ein künstliches Kniegelenk kann auch in jungen Jahren eingesetzt werden. Hier wird Ihr behandelnder Arzt aber eine sehr genaue Diagnose stellen und viele verschiedene Methoden ausprobieren. Ein Knieersatz kann sich über die Zeit lockern und muss daher dann ersetzt werden. Die „Lebensdauer“ eine Prothese wird aktuell mit 15 bis 20 Jahren angegeben. Diese Punkte sollten in die Indikationsstellung miteinbezogen werden.

  • Wie lange ist ein künstliches Kniegelenk haltbar?

    In den letzten Jahren hat sich auch in diesem Bereich sehr viel verändert und die Prothesen halten länger. Dennoch können sie sich mit der Zeit lockern. Normalerweise halten die Prothesen mindestens 15 bis 20 Jahre, manchmal auch deutlich länger. Die Zeitspanne ist auch von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig, unter anderem der sportlichen Aktivität.

  • Was passiert nach einer Knie-Totalendoprothesen-Operation?

    Diese meisten Patienten sind nur für etwa 2-4 Tage im Krankenhaus. Nach der Operation ist grundsätzlich eine schnelle Mobilisation empfehlenswert. Sie werden eine schnelle physiotherapeutische Beübung bekommen, zusätzlich erhalten Sie im Krankenhaus noch gegebenenfalls Antibiotika sowie Thrombosespritzen. Nach der Entlassung ist auf jeden Fall eine engmaschige Rehabilitation notwendig.

  • Wie lange dauert die Genesung nach einer Operation mit einem künstlichen Kniegelenk?

    Normalerweise sind Sie für wenige Tage im Krankenhaus, hieran schließt sich eine Rehabiltation für etwa 3 bis 4 Wochen an. Diese kann sowohl ambulant wie auch stationär durchgeführt werden.

  • Wie merkt man wenn ein künstliches Kniegelenk locker ist?

    Eine Lockerung der Prothese macht sich durch erneute Schmerzen bei Belastung bemerkbar. Ihr behandelnder Arzt wird ein Röntgenbild anfertigen. In diesem ist eine Lockerung oftmals zu erkennen.