Alles zum Thema Basaliom

Das Basaliom, auch Basalzellkarzinom oder weißer Hautkrebs genannt, ist eine Krebserkrankung der Haut. Diese Krebserkrankung tritt meist am Kopf- und Halsbereich auf. Diese Form wird vom sogenannten schwarzen Hautkrebs, auch Melanom genannt, abgegrenzt. Das Basaliom bildet nur selten Metastasen und breitet sich daher hauptsächlich am Ort der Entstehung aus. Je nach Ausprägung und Ort wird eine Behandlung mit Operation, Strahlentherapie, Lasertherapie oder lokaler Chemotherapie durchgeführt.

Wie wird das Basaliom (weißer Hautkrebs) diagnostiziert?

Bemerken Sie bei einer selbstständig durchgeführten Hautkontrolle eine auffällige Stelle oder entdeckt der Hautarzt bei der Untersuchung Ihrer Haut eine verdächtige Hautveränderungen, wird sich der Arzt die Haut unter einem handlichen Mikroskop vergrößert und durch die integrierte Lichtquelle auch unter verbesserten Lichtbedingungen genau anschauen. 
Mit einer Gewebeentnahme (Biopsie) und der anschließenden Untersuchung unter dem Mikroskop kann zum einen die Diagnose Basaliom gestellt und zum anderen den Basaliomtyp bestimmt werden. Dabei werden, abhängig von der Größe, entweder das gesamte Basaliom oder nur ein Teil davon entfernt. 
Zusätzlich können bildgebende Verfahren, wie eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder eine Computertomographie (CT) eingesetzt werden, um die Ausdehnung des Tumors in die Tiefe zu untersuchen.

Welche Risikofaktoren sind bei einem Basaliom (weißer Hautkrebs) bekannt?

Ein Basaliom tritt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit auf, wenn auf Sie folgende Faktoren zutreffen:

  • Exposition gegenüber Sonnenstrahlung und Solarium 
  • heller Hauttyp
  • häufige Sonnenbrände in der Kindheit
  • männliches Geschlecht
  • viele Leberflecken
  • Basaliome in der Vergangenheit
  • Unterdrückung des Abwehrsystems (Immunsystems) mit Medikamenten (Immunsuppression)
  • Dauerkontakt mit Chemikalien, zum Beispiel Arsen
  • Hautschädigung: Narben, Geschwüre, langanhaltende entzündliche Hauterkrankungen

Auch Vorbelastungen der Erbanlagen (etwa Gendefekte) können das Basaliomrisiko erhöhen.

Welche Symptome bemerken Sie bei einem Basaliom (weißer Hautkrebs)?

Ein Basalzellkarzinom kommt nur auf der behaarten Haut vor, da dieser aus Zellen entsteht, die dem Haarfollikel angehören. Meist sind Köperregionen betroffen, die der Sonne ausgesetzt sind. Oft sind die Augenlider und die Nase betroffen, auch wenn diese eine nicht so augenscheinliche Behaarung haben.

Es gibt verschiedene Typen des Basalioms, die sich sowohl bezüglich der typischen Lokalisation als auch vom klinischen Bild her unterscheiden.

Noduläres Basaliom
Pigmentiertes Basaliom
Ulzeriertes Basaliom
Superfizielles Basaliom
Sklerodermiformes Basaliom

Welche Therapie wird bei einem Basaliom (weißer Hautkrebs) durchgeführt?

Die Therapieform hängt von Ihrem Alter und Allgemeinzustand sowie der Körperstelle und der Ausdehnung des Basalioms ab.

Die Therapie der Wahl ist die Entfernung des Basalioms. Bei dieser Therapiemethode ist das Wiederauftreten eines Basalioms (Rezidiv) am geringsten. In örtlicher Betäubung wird der Krebs mit einem Sicherheitsabstand entfernt und das entnommene Präparat unter dem Mikroskop untersucht. Dabei bestimmt man den Basaliomtyp und kontrolliert am Randbereich des Präparates, ob ein bestimmter Anteil um den Krebs herum ohne Krebszellen vorliegt. Auf diese Weise möchte man sicher gehen, dass der Tumor komplett entfernt wurde. Besonders bei dieser Krebsart ist dies wichtig, da sich das Basaliom in der Haut meist horizontal weit ausbreitet. Scheint der Krebs noch nicht vollständig entfernt zu sein, wird in einer zweiten Operation das restliche, mit Krebszellen befallene Gewebe entfernt. Wurden größere Hautareale entfernt, kann unter Umständen das Bedecken der Wunde mit einem Hautstück aus einer anderen Region des Körpers nötig sein. 

Kommt eine Operation nicht in Frage, gibt es andere Therapiemethoden.
Die medikamentöse Therapie mit Hedgehog-Inhibitoren, wie Vismodegib und Sonidegib, kommt zum Einsatz, wenn sich das Basaliom bereits im fortgeschrittenen Tumorstadium befindet. Es handelt sich bei diesem Medikament um eine Substanz, welche einen in den Krebszellen veränderten Übertragungswege unterbinden sollen. 
Die Bestrahlung ist eine Möglichkeit, vor allem wenn die Basaliome schon fortgeschrittene Tumorstadien erreicht haben und der Krebs nicht vollständig chirurgisch entfernt werden kann. 

Kleine oder oberflächliche Basaliome können folgend therapiert werden:

  • Äußere Anwendung von Medikamenten, wie dem Immunsystem modulierenden Imiquimod oder dem zellwachstumshindernden 5-Fluoruracil
  • Vereisung (Kryochirurgie): Zerstörung von Gewebe durch die Anwendung von Kälte in Form von flüssigem Stickstoff
  • Lasertherapie: Licht mit einer hohen Energie wird auf das betroffene Hautareal gestrahlt und zerstört die Zellen
  • Photodynamische Therapie: durch Behandlung der betroffenen Hautstelle mit einer speziellen Creme werden die befallenen Zellen lichtempfindlich und können mit der nachfolgenden Bestrahlung mit rotem Kaltlicht zerstört werden

Wie kann ich mich vor einem Basaliom (weißer Hautkrebs) schützen?

Um das Auftreten eines Basalioms zu verhindern, schützen Sie sich vor der Sonneneinstrahlung durch Sonnenschutzmittel, Kopfbedeckung und Sonnenbrille. Vermeiden Sie zudem häufige Solariumbesuche. Ist bei Ihnen bereits ein Basaliom aufgetreten, untersuchen Sie regelmäßig Ihre Haut auf Hautauffälligkeiten und nehmen Sie die ärztlich durchgeführte Hautkrebsfrüherkennung wahr. 

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