Multiple Sklerose

Dr. med. Tobias Bobinger

Dieser Ratgeber erklärt, was die Ursachen eine Multiple Sklerose sind, welche Symptome und Anzeichen es gibt, welche Behandlungen und Therapiemöglichkeiten existieren und wie sich der Verlauf darstellt. Außerdem erfahren sie hier, welche Spezialisten und Kliniken empfehlenswert sind und besonders viel Erfahrung mit der Behandlung von Multiple Sklerose haben.

Untersuchung und Diagnostik

Dieser Abschnitt geht auf die Ursachen und ersten Anzeichen einer Multiple Sklerose ein. Um eine Multiple Sklerose zu erkennen, ist in jedem Fall ein Gespräch mit einem Spezialisten sinnvoll. Klinikradar stellt Spezialisten vor, die besonders viel Erfahrung mit der Diagnostik von Multiple Sklerose haben. Zur Erstdiagnose ist besonders viel Erfahrung notwendig, da viele Erkrankungen ein ähnliches Erscheinungsbild haben können und daher durch einen Experten abgegrenzt werden müssen.

Ursachen und Auslöser einer Multiple Sklerose

Die genauen Ursachen sowie der Auslöser einer Multiple Sklerose ist aktuell immer noch Gegenstand aktueller Forschung. Bei der Multiple Sklerose wird davon ausgegangen, dass es eine sehr heterogene Erkrankung ist und daher auch von vielen Faktoren mitbeeinflusst wird. Das Kernelement der Erkrankung ist eine immunvermittelte Entzündungsreaktion durch Immunzellen im Gehirn oder im Rückenmark. Hierdurch kommt es zu einer Schädigung von Gehirnzellen und damit auch den Problemen, die Sie im Alltag bemerken. Die Auslöser dieser fehlgesteuerten Entzündung sind bis jetzt noch nicht bekannt, es existieren unterschiedliche Theorien. Folgende Faktoren sind für sich allein genommen kein alleiniger Auslöser, werdenjedoch diskutiert:

  • Weibliches Geschlecht
  • Wohnort (Nordhalbkugel der Erde stärker betroffen)
  • Auftreten von anderen Autoimmunerkrankungen
  • Genetisches Profil
  • Sonnenlicht / Vitamin-D Level
  • Virale Infektionen als Trigger der Erkrankung

Bei der Erkrankung kommt es charakteristischerweise zu einer Entmarkung der Nervenzellen, im weiteren Verlauf können auch die Nervenzellen direkt geschädigt werden. Diese sogenannten Läsionen können im Sehnerv, dem Rückenmark, Hirnstamm, Kleinhirn sowie im Großhirn auftreten. Im Gespräch mit dem Spezialisten werden ihre Symptome zunächst in der klinischen Untersuchung weiter analysiert, eine genaue Diagnose und auch Abgrenzung zu anderen Erkrankungen erfolgt In der Regel mittels Kernspinuntersuchung (MRT).

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Symptome

Die Symptome sind abhängig von dem betroffenen Gebiet . Grundsätzlich kann die für die Multiple Sklerose charakteristische Entmarkung von Nervenzellen in allen Bereichen des zentralen Nervensystems auftreten , typischerweise treten diese Läsionen im Sehnerv, Kleinhirn, Großhirn sowie im Rückenmark auf. Im Folgenden sind typische Symptome genannt, jedoch kann sich die Multiple Sklerose auch unter viel mehr Symptomen verstecken:

  • Deutliche Sehverschlechterung, Farben können nicht mehr wahrgenommen werden
  • Schmerzen bei Bewegung des Auges
  • Doppelbilder
  • Gangstörung
  • Taubheit im Bereich des Armes / Beines oder Rumpfes
  • Langsam entwickelnde Schwäche von Arm / Bein
  • Undeutliche Sprache
  • Ameisenlaufen / Kribbeln an Arm und Bein

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Behandlung und Therapiemöglichkeiten

Erfreulicherweise hat sich die Therapie der Multiple Sklerose in den letzten Jahren durch zahlreiche Studien deutlich verbessert und viele Patienten haben eine deutliche Reduktion der Krankheitsschübe durch neue Therapien erfahren. Folgende Therapien werden bei der Multiple Sklerose angewendet, abhängig von der Art und dem Verlauf. Eine genaue Beratung erfolgt durch Ihren Spezialisten.

  • Hochdosiskortisontherapie (bei akutem Schubereignis)
  • Plasmaaustausch (bei akutem Schubereignis)
  • Interferon-Therapie als Langzeittherapie
  • Zahlreiche immunmodulierende Medikamente als Langzeittherapie

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Digitale Angebote

Bei MS gibt es zahlreiche digitale Angebote. Folgende Angebote können Ihnen für verlässliche Information weiterempfohlen werden.

  • MS TV

    App für Android und iOS

    Digitalangebot von amsel – dem Multiple Sklerose Portal mit Experten- und Patientenvideos zu Mutliple Sklerose mit Antworten auf viele Fragen, die Ihnen auf dem Herzen liegen.

Behandlung

Die Art der Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Nachdem sie bei sich Symptome festgestellt haben, führt eine erste Vorstellung zunächst zu einem niedergelassenen Neurologen, der eine ausführliche körperliche Untersuchung durchführen wird. Mittels weiterer Diagnostik, wie etwa einer Kernspinuntersuchung, wird die Diagnose bestätigt. Ist bei einer schweren Erkrankung oder auch im weiteren Verlauf eine stationäre Behandlung notwendig, können Sie über unsere Auflistung eine Auswahl zwischen verschiedenen Klinken, Tageskliniken sowie Privatkliniken treffen.

Kliniken für Multiple Sklerose

In Deutschland gibt es 392 Kliniken für Multiple Sklerose. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von Multiple Sklerose ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Multiple Sklerose zu finden.

  1. Sauerlandklinik Hachen

    Abteilung für Multiple Sklerose:
    Neurologie
    • Multiple Sklerose: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      2.498
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      2.533
      Durchschnitt
    • Betten
      des Krankenhauses
      125
      Durchschnitt
  2. Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke

    • Multiple Sklerose: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      2.327
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      2.368
      Durchschnitt
    • Betten
      des Krankenhauses
      115
      Durchschnitt
    Anmerkung der Abteilungen zur Behandlung:

    Schwerpunkt ist die vollstationäre Akutversorgung von Multiple Sklerose Kranken.

  3. Fachklinik für Neurologie Dietenbronn

    Abteilung für Multiple Sklerose:
    Neurologie
    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Multiple Sklerose: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      1.475
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      2.818
      Durchschnitt
    • Betten
      des Krankenhauses
      80
      Wenige
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Spezialkliniken zur Behandlung im Bereich Neurologie

Mit unserer Kliniksuche finden Sie auch in anderen Bereichen des Fachgebiets Neurologie empfehlenswerte Spezialkliniken:

Neue Behandlungsmethoden für Multiple Sklerose

Insbesondere bei der Multiple Sklerose ergeben sich zahlreiche Änderungen der Behandlung. In den letzten 10 Jahren wurde gerade bei dieser Erkrankung die Behandlung revolutioniert und zahlreiche neue Ansätze gefunden. Hier zeigen wir Ihnen einen kurzen Überblick über aktuell diskutierte Methoden.

  • MS ist kein Hinderungsgrund für eine Schwangerschaft und Stillen schützt vor einem Schubereignis

    In einer aktuellen Studie in dem sehr angesehenen Fachjournal Neurology konnte eindrucksvoll durch die Analyse von über 450 Schwangerschaften bestätigt werden, dass Frauen mit MS Kinder austragen können und kein erhöhtes Risiko eines postpartalen Schubes eingehen. Zusätzlich wurde gezeigt, dass Stillen einen schützenden Effekt hat. Eine Studie, die vielen jungen Frauen die Angst bei einer wichtigen Lebensentscheidung nimmt.

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  • Kein erhöhtes Krebsrisiko unter Rituximab sowie Natalizumab im Vergleich zur Normalbevölkerung

    In einer aktuellen Arbeit wurden knapp 5000 Patienten aus einem Register nach Ersteinstellung auf die Immunsystem-verändernden Medikamente Rituximab, Fingolimod sowie Natalizumab untersucht. Da alle 3 Medikamente starke Veränderungen am Immunsystem auslösen, stand im Raum, dass bei Einnahme ein höheres Risiko für die Entstehung von Tumoren besteht. Unter Rituximab sowie Natalizumab zeigte sich ein gleiches Risiko wie in der Allgemeinbevölkerung, lediglich bei Fingolimod konnte ein leicht erhöhtes Risiko nicht ausgeschlossen werden. Beruhigende Nachrichten für alle Patienten, die diese Medikamente einnehmen sowie Ärzte, die diese Medikamente verordnen.

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Behandlungsmöglichkeiten, Kliniken und Spezialisten für Neurologie

Auf den folgenden Seiten stellen wir neue und konventionelle Behandlungsmethoden aus anderen Bereichen des Themenkomplexes Neurologie vor. Dort erfahren Sie auch, welche Krankenhäuser und Experten aus dem Fachgebiet Neurologie sich entsprechend spezialisiert haben.

Studien mit Fokus auf Multiple Sklerose

Insbesondere bei der Multiple Sklerose hat es in den letzten Jahren eine große Anzahl an neuen Therapiemöglichkeiten gegeben. Alle neuen Verfahren müssen in aufwändigen Studien getestet werden. Diese werden an großen Testzentren durchgeführt, die viel Erfahrungen mit der jeweiligen Erkrankung haben. Hier stellen wir Ihnen einen Auszug aktueller Studien vor, die aktuell bei der Erkrankung Multiple Sklerose durchgeführt werden.

  • Tysabri Daten-Register

    Das Tysabri Daten-Register ist ein bundesweites Register, das die Häufigkeit, Art und Folge von Nebenwirkungen, die bei Patienten, die mit Natalizumab behandelt werden auftreten können, erhebt und dokumentiert. Ein solches Immuntherapieregister sichert und verbessert die Qualität in der Patientenversorgung.
    Am Tysabri Daten-Register können alle Patienten teilnehmen, die eine ärztlich diagnostizierte Multiple Sklerose (MS) oder ein Klinisch Isoliertes Syndrom (KIS) haben sowie eine Therapie mit Natalizumab erhalten unabhängig von der Therapiedauer.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • MS Patienten, > 18 Jahre und die mit Natalizumab behandelt werden, unabhängig von der Therapiedauer.
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Institut für Epidemiologie und SozialmedizinWestfälische Wilhelms-Universität Münster Tysabri-Daten-Register REGIMS Team

  • Multiple Sklerose Register der DMSG, Bundesverband e.V.

    Um standardisierte Daten zur Prävalenz und deren Unterformen, über die Versorgungssituation innerhalb Deutschlands und den Einfluss der Erkrankung auf die Berufs- und Arbeitswelt zu erhalten, initiierte die DMSG im Jahre 2001 den Aufbau eines MS-Registers. Das MS-Register schließt Patienten ein, die (1) eine nach den McDonald Kriterien diagnostizierte MS oder ein klinisch isoliertes Syndrom (KIS) aufweisen und die (2) ihre schriftliche Einwilligung zur pseudonymisierten Datenerhebung gegeben haben. Die Daten werden direkt in den teilnehmenden Zentren erhoben und von der MS Forschungs- und Projektentwicklungs-gGmbH (MSFP-gGmbH), eine Tochtergesellschaft der von der DMSG, Bundesverband e.V. gegründeten Deutschen Multiplen Sklerose Stiftung, zusammengeführt und ausgewertet.

    An der zweijährigen Pilotphase (2002/2003) nahmen insgesamt 5 Zentren aus verschiedenen Versorgungsbereichen teil. Im Jahr 2005 ging das MS-Register in den Regelbetrieb über und konnte bis heute über 180 Zentren für die Dokumentation rekrutieren. Mit Stand 01.05.2019 beteiligen sich 186 Zentren an der Dokumentation mit einem jährlichen Umfang von bis zu 28.000 Datensätzen. Das MS-Register wird von einer wissenschaftlichen Begleitgruppe unterstützt, welche bei Anfragen zur Datenverwendung sowie bei der Weiterentwicklung des Registers berät.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Vorliegen einer klinisch diagnostizierten MS nach den Kriterien von Poser oder McDonald oder Vorliegen eines Klinisch isolierten Syndroms (KIS)
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    MS Forschungs- und Projektentwicklungs-gGmbH

  • Entwicklung und Anwendung einer integrierten digitalen Diagnostik- und Rehabilitations-Toolbox für kognitive Defizite bei gesunden Probanden und Patienten mit Multipler Sklerose

    Das Ziel der Studie ist die Entwicklung einer digitalen Toolbox zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit kognitiven Defiziten. Dabei soll das entwickelte Programm sowohl die Aufgabe der Erfassung und Einordnung von bestehenden kognitiven Defiziten ermöglichen (Diagnostik), als auch durch individuell angepasstes Training und neuropsychologische Verlaufskontrolltests die kognitiven Leistungen der Patienten trainieren und im besten Falle verbessern (Therapie). Hierfür ist zunächst die begleitende Entwicklung zur Untersuchung der Machbarkeit an 100 gesunden Kontrollprobanden geplant. Die Toolbox soll zudem den Bedürfnissen von Benutzern und ärztlichen sowie neuropsychologischen Anwendern angepasst sein. Hierfür ist im Rahmen eines zweiten Teilprojektes eine Umfrage von 50 erfahrenen ärztlichen oder (neuro)psychologischen Anwender mithilfe eines Fragebogens nach den Anforderungen und Bedürfnissen einer digitalen Diagnostik- und Therapie-Toolbox geplant. Anschließend soll im Rahmen des in dieser Studieninformation vorgestellten dritten Teilprojektes die entwickelte diagnostische und therapeutische Toolbox an 50 Patienten mit Multipler Sklerose mit kognitiven Defiziten im Sinne einer klinischen Machbarkeitsstudie getestet werden. Die Studie, die wir Ihnen hier vorstellen, wurde von einer Ethikkommission zustimmend beraten. Die Studie ist durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie den Verein Deutscher Ingenieure (VDI) gefördert.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Multiple Sklerose mit vorherrschend schubförmigem Verlauf; Ohne Angabe einer akuten Exazerbation oder Progression
    Studienteilnehmer gesucht.
    Zur Website
    Kontakt für Studienteilnehmer
    Klinik für NeurologieCharité-Universitätsmedizin Berlin

    Herr Dr Joseph Kuchling

  • Pilotstudie zur Untersuchung von innovativen Blutbiomarkern bei Patienten mit progredienter Multipler Sklerose

    Der Fortschritt in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Multiple Sklerose ist rasant, wie kaum in keinem anderen Gebiet in der Neurologie. Die Therapiemöglichkeiten der schubförmigen Verlaufsform sind zahlreich und zu effektiv, dass neue Ziele, wie Anhalten der Krankheitsaktivität, angestrebt werden können. Nichtsdestotrotz bleibt die Behandlung von den Patienten mit dem progredienten Verlaufstyp (PMS) schwierig. Woran liegt das? Wieso sprechen die PMS-Patienten nur mäßig auf die verfügbaren Therapien an?
    Die komplex interagierenden Mechanismen, welche die Progression vorantreiben, sind uns weiterhin rätselhaft geblieben. Eine wichtige Rolle könnten die sogenannte Gliazelle, die Stützzellen des Gehirns, im Untergang der Nerven und somit Zunahme der Behinderung spielen. Von besonderer Relevanz sind die Astrozyten (die Spinnenzellen), wo viele Arbeiten eine Fehlfunktion in der MS, vor allem im PMS nachweisen konnten. Aktivierte Astrozyten sind zahlreich in den Entmarkungsherden im Gehirn von PMS-Patienten. Sie könne die Immunzellen rekrutieren, den Stoffwechsel der Nervenzellen beeinflussen, nerven-giftige Substanzen freigeben und zu guter Letzt Narbengewebe bilden und somit wird die Reparatur der Nervenfasern verhindert.
    Durch die Anwendung neuartiger Spitzentechnologie ist heutzutage die Bestimmung von astrozyten-spizifischen Molekülen, z.B. das saures Gliafaserprotein (GFAP), im Blut von MS-Patient möglich. Unsere Vorarbeiten zeigten durchaus interessante Ergebnisse; das GFAP war im Blut von PMS-Patienten besonders hoch und korrelierte mit den verschiedenen Aspekten der Progression. Basiert auf diese Ergebnisse riefen wir mit Unterstützung von der DMSG unsere EmBioProMS-Netzwerk-Initiative (Explorative study of emerging blood biomarkers in progressive multiple sclerosis) ins Leben. In diesem Rahmen wird in den Unikliniken von Ulm, München (LMU), Tübingen, der Fachklinik Dietenbronn und der Marianne-Strauß-Klinik eine multizentrische Beobachtungsstudie initiiert. Hierdurch erstreben wir die Validierung unserer bisherigen Ergebnisse und möglicherweise die Entdeckung innovativer Biomarker. Zudem stellt die Etablierung eines Krankheitsaktivitätsmarkers im Blut anstelle von den bisherigen aufwendigen Untersuchungen eine wesentliche Erleichterung für die Patienten dar.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Patienten mit progredienter Multiplen Sklerose (PMS)
    • Dauer der progredienten Phase von mindestens 12 Monaten
    • cMRT-Untersuchung innerhalb der letzten drei Monate der Baseline-Visite
    • EDSS zwischen 1 und 6,5+
    Studienteilnehmer gesucht.
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    Kontakt für Studienteilnehmer
    Universitätsklinikum Ulm, Klinik für Neurologie

    Herr Dr. med. Ahmed Abdelhak

  • Funktionelles Training für Menschen mit Multiple Sklerose

    Erste Studien weisen darauf hin, dass Menschen mit Multiple Sklerose (MS) besonders von intensiven Trainingsformen profitieren (u.a. Verbesserung der Symptomatik hinsichtlich Motorik, Kognition, Depression, Müdigkeit). Zudem zeigen aktuelle Ergebnisse, dass Bewegungsinterventionen in einem frühen Verlauf der MS-Erkrankung die Krankheitsprogression hinauszögern können. Deshalb wird eine frühestmögliche sportliche Betätigung zunehmend als "vielversprechendes Interventionszeitfenster" beschrieben.

    Darauf aufbauend ist das Ziel der aktuellen Studie, den Einfluss eines 12-wöchigen (3x/Woche a 60 Min.) intensiven Kraft- und Ausdauertrainings im Gruppenformat auf das körperliche, kognitive und psychische Wohlbefinden, sowie auf biologische Faktoren, die mit der Erkrankung assoziiert sind, zu untersuchen.
    Für die Teilnehmer dieser Studie ist v.a. der Aspekt der Nachhaltigkeit wichtig, da der alltagsnahe Bezug (Training in einem Fitnessstudio) gegeben ist.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • schubförmig verlaufende MS
    • EDSS-Skala (Expanded Disability Status Scale): 0-4
    Studienteilnehmer gesucht.
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    Kontakt für Studienteilnehmer
    Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Kreislaufforschung und SportmedizinAbteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin

    Herr Dr. Dr. Philipp Zimmer

  • Ein Immuntherapieregister zur Verbesserung der Arzneimittelsicherheit in der Multiple Sklerose Therapie

    REGIMS ist ein bundesweites Register, das die Häufigkeit, Art und Folgen von Nebenwirkungen, die durch MS-Immuntherapien auftreten können, erhebt und dokumentiert. Ein solches Immuntherapieregister sichert und verbessert die Qualität in der Patientenversorgung.
    Die Behandlungsmöglichkeiten der Multiplen Sklerose (MS) haben sich in den letzten Jahren durch die Einführung neuer Medikamente deutlich verändert und erweitert, was neue Chancen eröffnet aber auch neue Risiken nach sich zieht. Deswegen kommt der Erfassung unbekannter und unerwarteter Nebenwirkungen eine besondere Bedeutung zu. Mithilfe von REGIMS lassen sich Risiken aktueller und neuer Substanzen in der MS-Behandlung bewerten. Es trägt somit dazu bei, individuelle Therapieentscheidungen zu treffen.
    An REGIMS können alle Patienten teilnehmen, die eine ärztlich diagnostizierte Multiple Sklerose (MS) oder ein Klinisch Isoliertes Syndrom (KIS) haben sowie eine Therapie mit Fingolimod, Mitoxantron, Alemtuzumab, Dimethylfumarat (BG-12), Teriflunomid erhalten oder mit einem zukünftig neu zugelassenen Immuntherapeutikum beginnen, unabhängig von der Therapiedauer. Des Weiteren werden Patienten, die seit maximal 36 Monaten eine Therapie mit Interferonen, Azathioprin oder Glatirameracetat erhalten, ins Register aufgenommen.

    Details zur Studie
    Voraussetzungen zur Studienteilnahme
    • Patienten mit Multipler Skerose oder Klinisch Isoliertem Syndrom (KIS), die zum ersten Mal mit einem Immuntherapeutikum behandelt werden
    • Patienten, die mit Fingolimod, Mitoxantron, Alemtuzumab, Dimethylfumarat (BG-12), Teriflunomid oder einem zukünftig neu zugelassenen Immuntherapeutikum behandelt werden, unabhängig von der Therapiedauer
    • Patienten, die seit max. 36 Monaten eine der folgenden Immuntherapien erhalten: Interferon-beta 1a i.m. / s.c. oder 1b s.c., Glatirameracetat, Azathioprin
    Studienteilnehmer gesucht.
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    Kontakt für Studienteilnehmer
    Institut für Epidemiologie und SozialmedizinWestfälische Wilhelms-Universität Münster, REGIMS Team

    REGIMS Team

Nachsorge

Bei der Erkrankung Multiple Sklerose ist eine dauerhafte Betreuung durch einen Facharzt für Neurologie sowie gegebenenfalls ein spezialisiertes Studienzentrum notwendig. Bei einem akuten Schubereignis mit weiterhin bestehenden Ausfällen ist oftmals auch eine Rehabilitation notwendig, um auch weiterhin die Dinge im Alltag erledigen zu können. Im folgenden Abschnitt liefern wir Ihnen weitere Informationen für die Betreuung nach der Zeit in der Klinik.

Apps zum Thema Multiple Sklerose

  • Cleo App

    App für Android und iOS

    Cleo ist dein digitaler Coach bei MS. Neben einem Tagebuch für Symptome und das Wohlbefinden, Informationen über die Erkrankungen stehen auch Programme für dein Wohlbefinden zur Verfügung.

  • MS Kognition

    App für Android und iOS

    Eine offizielle App der DMSG sowie AMSEL zur Stärkung der kognitiven Fähigkeiten für Menschen mit Multiple Sklerose. Übungen für Gedächtnis, Aufmerksamkeit sowie Exekutivfunktionen helfen Ihnen, sich kontinuierlich zu verbessern und mögliche Defizite auszugleichen.

  • MS Tagebuch

    App für Android und iOS

    Ein App von der Deutschen MS Gesellschaft (DMSG) sowie AMSEL. Mit dieser App können Sie Ihre Symptome kontinuierlich dokumentieren, ihre persönlichen Hoch und Tiefs besser verstehen und somit Ihren Alltag besser strukturieren.

Weiterführende Informationen

Multiple Sklerose begleitet Sie Ihr gesamtes Leben und wirft zahlreiche Fragen auf. Zudem ergeben sich laufend Veränderungen in den möglichen Therapien. Im folgenden Abschnitt möchten wir einen Experten zu Wort kommen lassen, Ihnen weiterführende Informationen bieten und zudem Ihre häufigsten Fragen klären.

Bücher über Multiple Sklerose

Häufige Fragen

Klinikradar beantwortet häufige Fragen zum Thema Multiple Sklerose:

  • Kann der Augenarzt MS erkennen?

    In vielen Fällen beginnt die Multiple Sklerose mit einer Sehnervenentzündung. Als Patient bemerken Sie dabei eine deutlich und akute Sehverschlechterung, oft mit einer deutlichen Farbentsättigung. Dies bedeutet, dass Sie zum Beispiel Rottöne auf dem betroffenen Auge nicht mehr gut wahrnehmen können. Oft führt daher der Weg zunächst zum Augenarzt. Bei der Untersuchung sieht der Augenarzt dafür keine Schäden „direkt“ am Auge. Durch spezielle Tests kann die Schädigung am Sehnerv sichtbar gemacht werden. Zur weiteren Einordnung werden Sie dann beim Neurologen vorgestellt.

  • Ist MS gut behandelbar?

    Die Behandlung der MS hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. In den letzten 10 Jahren sind zahlreiche neue Therapien auf den Markt gekommen. Zudem muss angemerkt werden, dass die MS bei Patienten sehr unterschiedlich verläuft. Insgesamt bestehen heute zahlreiche gute Behandlungsmöglichkeiten, der Verlauf ist jedoch sehr individuell.

  • Was passiert wenn man MS hat?

    Zunächst bemerken Sie Symptome wie etwa Gefühlsstörungen, Sehstörungen oder eine Schwäche. Nach Diagnostik beim Neurologen wird dann die Diagnose MS gestellt und eine Therapie mit Ihnen besprochen. Der Verlauf der Erkrankung ist sehr individuell und es stehen zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

  • Ist MS eine sehr schwere Krankheit?

    MS ist eine chronische Erkrankung, jedoch ist der Verlauf sehr unterschiedlich. In den letzten Jahren haben sich zahlreiche neue Therapiemöglichkeiten ergeben und es sind noch zahlreiche neue Methoden in der Erforschung.

  • Kann man mit MS gut leben?

    Zahlreiche Patientenbeispiele, wie etwa auch in den oben genannten Büchern, zeigen, dass sich mit MS gut leben lässt. Die MS hinterlässt Einschränkungen, die bewältigt werden müssen. Jedoch gibt es auch zahlreiche Unterstützungsangebote. Die Forschung nach neuen Therapien geht ständig weiter, so dass neue Möglichkeiten zur Behandlung entstehen.

  • Wie äußern sich Augenprobleme bei MS?

    Oftmals sind Sehstörungen das erste Symptom bei MS. Sie bemerken eine deutliche Sehverschlechterung – oftmals auf einem Auge. Zudem besteht oftmals eine deutliche Farbeinschränkung, das heisst sie können zum Beispiel Rottöne auf dem betroffenen Auge nur sehr schlecht erkennen.

  • Was ist die Ursache für MS?

    Die Ursache für MS ist aktuell Gegenstand der Forschung und es sind zahlreiche Faktoren dafür verantwortlich. Neben genetischen Ursachen wir eine geographische Abhängigkeit (Sonnenlicht, Vitamin D) sowie ein Triggerereignis durch einen Virus diskutiert.

  • Kann MS im Blut festgestellt werden?

    Einen direkten Bluttest für MS gibt es nicht. Die Diagnose erfolgt durch eine klinische Untersuchung, ergänzende Nervenmessungen, eine Bilduntersuchung des Kopf (Kernspintomographie) sowie in den meisten Fällen eine Nervenwasseruntersuchung (sogenannte Liquoruntersuchung). Blutuntersuchungen erfolgen, um andere Erkrankungen auszuschließen.