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Essentieller Tremor (ET) ist eine der häufigsten neurologischen Bewegungsstörungen. Er äußert sich durch rhythmisches Zittern, das vor allem bei Bewegung oder Halten von Gegenständen auftritt. Betroffen sind oft die Hände, aber auch der Kopf oder die Stimme können beteiligt sein.
Eine neue Auswertung der PROSPECT-Studie zeigt, dass eine tragbare Therapie namens TAPS (Transkutane periphere Nervenstimulation) das Zittern bei Menschen mit essentiellem Tremor verbessern kann. Das Gerät wird wie ein Armband am Handgelenk getragen und sendet elektrische Impulse an Nerven, um Tremor-Signale im Gehirn zu beeinflussen. In der Analyse zeigte sich, dass sich das Zittern bei regelmäßiger Anwendung über mehrere Monate weiter verbessern kann. Die Methode ist nicht invasiv und könnte Betroffenen helfen, Alltagsaktivitäten wie Schreiben oder Essen leichter auszuführen.
Ein experimentelles Medikament namens Ulixacaltamid hat in großen Phase-3-Studien die Symptome des essentiellen Tremors deutlich verbessert. In den Studien konnten Betroffene Alltagsaktivitäten wie Schreiben, Essen oder Trinken messbar besser ausführen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat dem Wirkstoff bereits den Status einer „Breakthrough Therapy“ verliehen, um die Entwicklung zu beschleunigen. Das Unternehmen bereitet nun einen Zulassungsantrag vor.