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Das St.-Katharinen-Hospital ist ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität zu Köln. In insgesamt 15 Fachabteilungen mit aktuell 433 Betten. Das Haus verfügt über mehrere spezialisierte Zentren, die als zertifizierte Einheiten eine hochmoderne Medizin in der Peripherie nahe zu Köln sicherstellen. In den Abteilungen der Orthopädie, Urologie, Viszeralchirurgie, Gynäkologie, Unfallchirurgie und Kardiologie werden modernste robotergestützte Systeme (u.a. Mako™ Knieendoprothetik, DaVinci Operationsroboter) eingesetzt und deren Weiterentwicklung in einem interdisziplinären Robotikzentrum vorangetrieben.






Die mittlere Aufenthaltsdauer nach einer Knieprothese beträgt in unserem Haus 5 bis 7 Tage. Ziel ist es, den Patienten schmerzarm, sicher mobil auf Stationsebene und auf der Treppe sowie mit einer guten Kniegelenksbeweglichkeit zu entlassen. So werden optimale Voraussetzungen für die ambulante Nachbehandlung und die Anschlussheilbehandlung geschaffen.
Nach der Operation einer Knieprothese ist die sofortige schmerzadaptierte Vollbelastung möglich. Unsere Patienten erhalten täglich Physiotherapie und trainieren die Kniegelenksbeweglichkeit mit einer Motorschiene.
Auf einen früheren Entlassungswunsch unserer Patienten gehen wir selbstverständlich ein. Wir bereiten diesen bestmöglich vor, unter anderem durch die Organisation der Anschlussheilbehandlung und der Physiotherapie.
Nach einer Knieprothese kommt eine multimodale Schmerztherapie zur Anwendung. Diese wird standardisiert eingesetzt und bei akuter Schmerzsymptomatik durch ausreichend schnell wirksame Bedarfsmedikamente ergänzt.
Durch die Kombination aus antientzündlichen oralen Schmerzmedikamenten, oralen retardierten Opiaten, einem neuropathischen Koanalgetikum, lokaler Kühlung und einer intraoperativen lokalen Anästhesie wird in aller Regel eine gute Kontrolle der Schmerzen erreicht.
Um eine Beeinträchtigung der Muskelfunktion zu vermeiden, können wir durch die kombinierte Schmerztherapie auf Schmerzkatheter verzichten. Zur Entlassung wird eine Schmerztherapie in Tablettenform rezeptiert, die ausschleichend für einige Wochen weiter eingenommen werden kann.
Kurzantwort: Die roboterarm-assistierte Mako-Technologie ermöglicht eine exakte Planung am 3D-Modell des individuellen Kniegelenks, eine präzise Umsetzung der Planung und eine Anpassung der Prothesenausrichtung an die individuelle Bandspannung.
Das Verfahren der roboterarm-assistierten Mako-Technologie bietet eine exakte Planung am 3D-Modell des individuellen Kniegelenks, eine exakte Umsetzung der Planung sowie die Möglichkeit der intraoperativen Anpassung der Prothesenausrichtung passend zur individuellen Bandspannung.
Die Knochenpräparation erfolgt über das Verfahren sehr schonend für die umgebenden Weichteile. Dadurch kann ein geringeres postoperatives Schmerzniveau erreicht werden.
Der Operateur führt die Planung und die Weichteilpräparation durch und führt den Roboterarm. Die Zielwerte und intraoperativen Anpassungen der Prothesenpositionierung bleiben in den erfahrenen Händen des Operateurs.
Zuvor haben wir viele Jahre die Prothesenpositionierung über ein Navigationssystem überprüft und dadurch langjährige Erfahrung zur individuellen Prothesenpositionierung und zum Operationsablauf gesammelt.
Durch die Knochenpräparation über den Roboterarm ohne einen Schnittblock aus Metall, wie beim konventionellen Operationsverfahren, wird weniger Metallabrieb verursacht.
Der Oberschenkelanteil der Knieprothese selbst enthält einen geringen Nickel- sowie Kobaltanteil. Der Oberschenkelteil der Prothese gleitet auf dem Onlay des Unterschenkelteils der Prothese, das aus einem hochvernetzten Kunststoff besteht. Daher gleitet kein Metall auf Metall und über die Gleitpaarung werden keine Metallionen freigesetzt.
Daher ist auch bei Metallallergien die Verwendung eines Standardimplantats mit der Anwendung der roboterarm-assistierten Mako-Technologie mit dem Patienten zu diskutieren.
Unverträglichkeitsreaktionen auf Metalle sind bei Prothesen in der Literatur als Einzelfallberichte beschrieben. Daher bleibt ein geringes Restrisiko, das gegenüber den Nachteilen einer beschichteten beziehungsweise hypoallergenen Prothese und dem konventionellen Operationsverfahren abzuwägen ist.
In den letzten Jahren besteht zunehmend die Tendenz zur Verwendung von Standardimplantaten. Sollten hierbei Bedenken bestehen bleiben, verwenden wir auch weiterhin hypoallergene Implantate, die bei uns konventionell unter zusätzlicher Verwendung eines Navigationssystems implantiert werden.
Kurzantwort: Eine Knieprothese wird häufig zementiert beziehungsweise verklebt. Diese Verankerung bietet eine stabile Fixierung mit dem Knochen und wird auch bei Osteoporose eingesetzt; zementfreie Verfahren kommen zunehmend infrage.
Die Zementierung beziehungsweise Verklebung der Prothese bietet eine stabile Fixierung der Prothese mit dem Knochen, ermöglicht lange Standzeiten und ist die meist eingesetzte Verankerung einer Knieprothese mit dem Knochen.
Auch bei Osteoporose kann durch die Zementierung eine stabile Prothesenverankerung erreicht werden. Bei sehr weichem Knochengerüst wird eine Auflage der Prothese nahe der Kortikalis, also der kompakten Knochenrinde, angestrebt. Wenn notwendig, wird die Prothese um einen kleinen zementierten Schaft erweitert.
Durch 3D-gedruckte Prothesenoberflächen, die exakte Knochenpräparation mit dem Mako-Verfahren und gute Studiendaten kommt eine zementfreie Verankerung mit biologischer Verbindung des Knochens zur Prothese zunehmend infrage.
Kurzantwort: Ein Gelenkersatz hält meist über 20 Jahre. Registerdaten zeigen, dass etwa 70 Prozent der Hüftprothesen und 90 Prozent der Knieprothesen nach 20 Jahren nicht erneut operiert wurden.
Ein Gelenkersatz hält meist über 20 Jahre. Um diese Frage statistisch zu beantworten, werden Registerdaten von Endoprotheseneingriffen mit Blick auf Revisionseingriffe verwendet.
Hierbei zeigt sich, dass ca. 70 Prozent der Hüftprothesen und 90 Prozent der Knieprothesen nach 20 Jahren nicht erneut operiert wurden. Quellen: Evans et al. (2019): How long does a hip replacement last? The Lancet; Evans et al. (2019): How long does a knee replacement last? The Lancet.
Bei Registerdaten handelt es sich stets um einen Blick in die Vergangenheit beziehungsweise auf vor 20 Jahren durchgeführte Operationen. Durch weiterentwickelte Implantate und eine moderne Operationstechnik hoffen wir, unseren Patienten eine noch längere Haltbarkeit ermöglichen zu können.
Kurzantwort: Auch im Alter über 80 Jahre und in Einzelfällen über 90 Jahre kann eine Prothesenoperation bei ausgeprägten Beschwerden erfolgreich durchgeführt werden. Entscheidend ist eine individuelle medizinische Abwägung.
Bei einem ausgeprägten Beschwerdeausmaß ist auch im Alter über dem 80. Lebensjahr und in Einzelfällen auch über dem 90. Lebensjahr eine Prothesenoperation erfolgreich durchzuführen.
Vor der Operation sollten internistische Vorerkrankungen untersucht und bestmöglich eingestellt werden. In unserer Sprechstunde erfolgt jeweils eine individuelle Abwägung der Operationsentscheidung.
Das St. Katharinen Krankenhaus in Frechen verfügt als Akutkrankenhaus der Versorgungsstufe 2 beziehungsweise Schwerpunktversorgung unter anderem über eine Kardiologie mit Herzkatheterlabor und Pneumologie, eine Neurologie mit Stroke Unit und eine vollausgestattete Intensivstation.
Hierdurch können im Vergleich zum Grundversorger oder einer orthopädischen Fachklinik vorerkrankte und ältere Patienten besser versorgt werden.
Kurzantwort: Ob eine Schlittenprothese oder eine Vollprothese besser geeignet ist, hängt vom individuellen Kniegelenksverschleiß und weiteren Faktoren ab. Ziel sind hohe Patientenzufriedenheit und eine lange Prothesenstandzeit.
Der Ersatz nur eines Teils des Kniegelenks klingt für Patienten häufig weniger eingreifend und bietet gute funktionelle Ergebnisse sowie teils eine zügigere Rehabilitation.
Ziel eines endoprothetischen Eingriffs ist stets eine hohe Patientenzufriedenheit und eine lange Prothesenstandzeit. Ob ein Teilgelenkersatz für den individuellen Kniegelenksverschleiß infrage kommt, ist stets eine Entscheidung, die von vielen Faktoren abhängt.
Mit dem roboterarm-assistierten Mako-Verfahren können auch Schlittenprothesen sehr präzise geplant und implantiert werden. Zudem ist eine Simulation der Prothesenbelastung und damit eine Abschätzung der Prothesenstandzeit möglich, sodass frühzeitige Wechseloperationen nach einer Schlittenprothese gegebenenfalls vermieden werden können.
Ja, es gibt verschiedene Alternativen zur Knieprothese, die je nach Stadium der Kniearthrose oder dem spezifischen Problem in Betracht gezogen werden können. Diese reichen von konservativen, nicht operativen Behandlung bis hin zu anderen chirurgischen Eingriffen, die das Gelenk erhalten sollen.
Konservative (nicht operative) Alternativen: Diese Methoden zielen darauf ab, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und den Fortschritt der Arthrose zu verlangsamen. Diese Verfahren greifen vor allen dann, wenn der Knorpelschaden noch nicht allzu weit fortgeschritten ist.
Physiotherapie und Bewegungstherapie: Gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur, Verbesserung der Beweglichkeit und Entlastung des Gelenks. Besondere Sportarten mit gleichmäßigen Bewegungsabläufen wie Radfahren, Schwimmen oder Nordic Walking sind empfehlenswert.
Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente: Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) können die Schmerzen und Entzündungen lindern.
Injektion in das Gelenk: Hyaluronsäure als „Schmiermittel“ für das Gelenk kann Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern. Cortison wirkt stark entzündungshemmend und kann bei akuten Entzündungen eingesetzt werden, sollte aber aufgrund möglicher Nebenwirkungen nicht allzu häufig angewandt werden. Eigenbluttherapie (PRP/ACP): Injektion von plättchenreichen Plasma kann den Heilungsprozess unterstützen.
Orthopädische Hilfsmittel: Bandagen, Orthesen oder spezielle Schuheinlagen können das Knie entlasten und stabilisieren.
Ernährung und Gewichtsreduktion: Ein gesundes Körpergewicht reduziert die Belastung des Kniegelenks erheblich.
Chirurgische Alternativen: Knorpelzelltransplantation/ Knorpelregeneration: Bei umschriebene Knorpelschäden, oft bei jüngeren Patienten, kann versucht werden, den Knorpel biologisch zu reparieren oder zu ersetzen. Als Verfahren kommen die autologe Matrixinduzierte Chondrogenese (AMIC) oder eine autologe Knorpelzelltransplantation (MACT) infrage.
Eine Achsenkorrektur (Osteotomie) kommt bei einer knöchernen Achsfehlstellung infrage. Hierbei wird die Beinachse begradigt und die Belastung vom geschädigten auf den gesunden Teil des Kniegelenks verlagert. Dies kann die Notwendigkeit einer Prothese hinauszögern. Die Wahl des geeigneten Operationsverfahrens hängt immer vom individuellen Befund, dem Alter des Patienten, dem Aktivitätsniveau und dem Grad der Knorpelschädigung ab.
Ja, die meisten Patienten erreichen nach einer Hüftprothese oder Knieprothese weitgehende Schmerzfreiheit. Auch die Rehabilitations- und Heilungsphase spielt hierbei eine Rolle.
Geeignete Aktivitäten sind Wandern, Nordic Walking, Radfahren, Schwimmen und Golfsport.
Risikosportarten wie Skifahren oder Kontaktsportarten sollten vermieden werden, da sie Ihr Gelenk gefährden könnten.
Nach einer Knie- oder Hüftprothese dürfen Sie in der Regel nach etwa 6 Wochen beziehungsweise sobald Sie die Unterarmgehstützen abtrainiert haben und ein flüssiges Gangbild vorliegt, wieder Auto fahren.
Die Rückkehr zur Arbeit hängt vom Beruf ab. Bürotätigkeiten können oft schon nach wenigen Wochen im Homeoffice beginnen, während schwere körperliche Arbeiten erst später wieder ausgeführt werden können.
Reisen sind meist erst nach mehreren Wochen oder Monaten ratsam, um die Reise mit ausreichend wiedererlangter Mobilität genießen zu können.
Gehhilfen: Unterarmgehstützen (umgangssprachlich auch Krücken) sind unverzichtbar, um das operierte Gelenk zu entlasten und das Gehen sicher zu erlernen. Zwar ist die Prothese stabil verankert und vollbelastbar, jedoch sollte schmerzadaptiert die Muskulatur nicht überlastet werden.
Rutschfeste Schuhe: Flache, geschlossene Schuhe mit rutschfester Sohle sind wichtig um Stürze zu vermeiden.
Langer Schuhlöffel: Diese erleichtern das Anziehen von Schuhe ohne sich bücken oder das Gelenk stark beugen zu müssen.
Toilettensitzerhöhung: Wenn die eigene Toilette zu niedrig ist, ist eine Sitzerhöhungen bei Hüftprothesen zu empfehlen. Sie erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen und schont das operierte Gelenk.
Sitzerhöhung (Sitzkissen): Um Sessel oder Stühle auf eine angenehme sichere Höhe zu bringen, können spezielle Sitzkissen verwendet werden, um eine übermäßige Beugung der Hüfte zu vermeiden.
Weite Kleidung: Bequeme Trainingsanzüge oder Hosen mit weitem Beineinstieg (ggf. Reißverschluss) erleichtern das An- und Ausziehen.
Kurzantwort: An größeren Flughäfen lösen moderne Ganzkörperscanner meist keinen Alarm im herkömmlichen Sinne aus. Sie erkennen eine Prothese, zeigen jedoch in der Regel nur die betroffene Stelle auf dem Bildschirm des Sicherheitspersonals an.
In der Regel werden an größeren Flughäfen keine Metalldetektoren mehr eingesetzt, die bei Metalllegierungen wie Kobalt-Chrom oder Titan, aus denen Prothesen bestehen, ausschlagen.
Die heutzutage eingesetzten Ganzkörperscanner erkennen die Prothesen zwar auch, lösen aber keinen Alarm im herkömmlichen Sinne aus. Sie zeigen lediglich die betroffene Stelle auf dem Bildschirm des Sicherheitspersonals an.
Die elektromagnetischen Felder der Metalldetektoren oder Scanner beschädigen Ihre Prothesen nicht und stellen keine Gefahr für Sie dar.
Informieren Sie die Sicherheitsbeamten vor der Kontrolle, dass Sie ein künstliches Gelenk haben. Dies beschleunigt den Prozess.