Klinikradar

Wirbelsäulenerkrankungen

Dr. med. Tobias Bobinger

Die Wirbelsäule umschließt das Rückenmark und stellt die Verbindung zwischen dem Gehirn und dem Körper dar. Aus dem Rückenmark werden alle motorischen und sensorischen Funktionen des Körpers versorgt. Aus dem Rückenmark trennen sich in größeren Nervengeflechten einzelne Nerven ab, die verschiedene Gebiete des Körpers versorgen.

Welche Wirbelsäulenerkrankungen gibt es?

Bei Erkrankungen der Wirbelsäule ist eine genaue Diagnose sehr wichtig und wird oft durch verschiedene Fachgebiete gestellt. Neben dem Facharzt für Neurochirurgie ist auch der Facharzt für Neurologie, Orthopädie und Unfallchirurgie zuständig, abhängig von dem jeweiligen Symptom und der Grunderkrankung. Häufig werden Sie für eine genaue Diagnose deshalb von mehreren Spezialisten untersucht.

  • Wissenswertes zu Wirbelsäulenerkrankungen

    Oft machen sich Erkrankungen an der Wirbelsäule durch Rückenschmerzen bemerkbar. Fast jeder Mensch ist im Laufe seines Lebens irgendwann davon betroffen. Eine genaue Diagnose durch eine körperliche Untersuchung, erweiterte Messungen von Muskel und Nerven sowie möglicherweise auch eine radiologische Bildgebung bringt häufig eine Klärung der Erkrankung.

    Eine verbreitete Erkrankung der Wirbelsäule sind Schäden der Bandscheiben. Neben Rückenschmerzen können sich diese auch mit Ausfällen der Bewegung (Motorik) sowie der Sensibilität bemerkbar machen. Von dem Ausmaß Ihrer Symptome / Ausfälle sowie der Dauer der Erkrankung ist auch die Empfehlung der Therapie abhängig.

    Neben konservativer Therapie können hier bei schweren Fällen auch eine Operation notwendig werden. Unsere Übersicht zeigt Ihnen geeignete Kliniken für eine Wirbelsäulenoperationen.

    In unserem Spezialartikel Wirbelsäulenoperationen finden Sie umfassende Informationen zu Diagnostik, therapeutischen Maßnahmen, Rehabilitation sowie häufigen Fragen.

  • Erkrankungen der Bandscheiben

    Erkrankungen der Bandscheiben sind das häufigste Erkrankungsbild der Lendenwirbelsäule im mittleren Lebensalter, bei 45- bis 55-Jährigen beträgt die Lebenszeitprävalenz sogar bis zu 20 %. Ursache hierfür sind oft eine erhöhte Belastung der Bandscheiben und Bewegungsmangel.

    Meist sind die Symptome sehr typisch und eine Verdachtsdiagnose kann bereits in der Untersuchung gestellt werden. Zur weiteren Abgrenzung gegenüber selteneren Erkrankungen und Sicherung der Verdachtsdiagnose, oft auch zur Planung einer Operation, wird eine Bildaufnahme der Wirbelsäule angefertigt. In allen Fällen ist für Sie als Patient eine ausführliche Beratung über alle therapeutischen Möglichkeiten einschließlich der Risiken wichtig.

    Aufunseren Klinikseiten Bandscheibenvorfall, Radikulopathie, Zervikalneuralgie sowie Ischialgie finden Sie die für Sie am besten geeignete Klinik.

  • Erkrankungen der Wirbelsäule

    Neben Erkrankungen der Bandscheiben können auch zahlreiche Veränderungen des Knochen- und Bandapparates der Wirbelsäule in Mitleidenschaft gezogen werden und Probleme bereiten. Einige dieser Erkrankungen sind während des Wachstums entstanden und haben erkrankungsabhängig genetische Faktoren.

    Durch ein Missverhältnis im Wachstum der Wirbelbögen sowie Wirbelkörper kann es einer Seitabweichung der Wirbelsäule kommen, einer sogenannten Skoliose oder Kyphose. Bei dem sogenannten Wirbelgleiten gleitet der Wirbelkörper nach vorne und hinten.

    Weitere Erkrankungen der Wirbelsäule sind:

  • Operationen an der Wirbelsäule und traumatologische Eingriffe

    Die Wirbelsäule ist ein zentrales Element unseres aufrechten Ganges und stellt einen wesentlichen Bestandteil des Achsenskeletts in unserem Körper. Aufgrund der Lage ist sie auch bei Unfällen und Stürzen der Einwirkung ausgesetzt und kann verletzt werden. Verletzungen werden immer in Zusammenschau aller Beeinträchtigungen am Körper behandelt und in einem interdisziplinären Team besprochen.

    Eine Übersicht über die Qualitätsdaten von Kliniken in verschiedenen Operations- und Verletzungsarten zeigen unsere Kliniklisten:

  • Erkrankungen der peripheren Nerven

    Bedeckt von der Wirbelsäule verläuft das Rückenmark, das alle Nervenstränge für die Versorgung der peripheren Muskeln beinhaltet. Zwischen jedem Bewegungssegment treten verschiedene Nervenstränge aus, die sich zu Nerven bündeln und die einzelnen Muskeln versorgen. Neben der motorischen Informationsweitergabe (also die Ausführung einer Bewegung durch den Muskel) werden auch Reize von einzelnen Organen – sensible Informationen wie etwa der Tastsinn der Haut – an das Gehirn zurückgemeldet.

    In diesem Verlauf können die einzelnen kleinen Nerven an zahlreichen Stellen sowohl durch den Körper selbst (also Autoimmun-Prozess oder erbliche Grundlage) oder auch durch Einwirkung von außen (Druck, Unfall, Alkohol, Diabetes) geschädigt werden.

    Auf folgenden Seiten zeigen wir Ihnen Kliniken mit Spezialisierung in dem jeweiligen Gebiet:

  • Erkrankungen des Muskels

    An der motorischen Endplatte wird die Information vom Nerv auf den Muskel übergegeben. Der elektrische Impuls wird somit direkt auf eine motorische Antwort im Muskel übersetzt. Aus einem Reiz entsteht eine Muskelantwort.

    Neben Schädigungen direkt an der motorischen Endplatte - wie etwa bei der Myasthenia gravis – können auch Veränderungen direkt im Muskelgewebe (Myopathie, spinale Muskelatrophie, Muskeluntersuchungen) Erkrankungen hervorrufen. Unsere Kliniklisten zeigen Ihnen Kliniken mit Erfahrung auf diesem Gebiet.

Welche Untersuchungen gibt es bei Wirbelsäulenerkrankungen?

Der Ablauf der Diagnostik bei Wirbelsäulenerkrankungen ist abhängig von den aufgetretenen Symptomen und dem zeitlichen Kontext. Bestehen etwa bei einem Bandscheibenvorfall schwere motorische Einschränkungen, wird Ihnen schnell zu einer Operation geraten, während bei Rückenschmerzen ohne Defizit zunächst eine konservative Therapie versucht wird. Eine ausführliche Diagnostik durch einen Facharzt ist das Kernstück, um die weitere Diagnostik zu planen.

Nach einem Gespräch und einer ausführlichen Untersuchung sind je nach Erkrankungen folgende weiteren Untersuchungen möglich, um die Diagnose zu sichern:

Welche Möglichkeiten für eine Behandlung gibt es?

Abhängig von Ihrer Erkrankung, der Schwere der Beeinträchtigung oder der notwendigen Therapie kann diese ambulant, teilstationär oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem einweisenden Arzt, welche Möglichkeit für Sie in Frage kommt. Ziel jeder Therapie an der Wirbelsäule ist es, sie so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu bekommen. Denn mit jedem Tag ohne Training und ohne den aufrechten Gang verlieren Sie weitere Muskelmasse.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Kliniken, Tageskliniken sowie Rehabilitationskliniken vor, die über Erfahrung bei der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen haben.

  • Krankenhaus (stationär)

    Die Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung erfolgt in der Regel durch einen niedergelassenen Arzt. Im Krankenhaus schließen sich dann eine genaue Diagnostik und Therapie Ihrer Erkrankung an. Auf Wunsch können Sie Zusatzleistungen wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Gegen Ende der Krankenhausbehandlung sollten Sie bereits den weiteren Weg Ihrer Behandlung planen, etwa eine ambulante Betreuung.

  • Ambulante Operationen

    Bei Wirbelsäulenoperationen können einige Eingriffe ambulant durchgeführt. Dies bedeutet, dass sie wesentliche Voruntersuchungen ambulant wahrnehmen und dann zu einem gewissen Zeitpunkt in einer ambulanten Tagesklinik für eine Operation aufgenommen werden. Nach Abschluss der Nachbeobachtung können Sie dann durch Ihre Angehörigen wieder abgeholt werden und verbringen die weitere Zeit zu Hause. Dies ist abhängig von Ihrer Erkrankung sowie Ihren Vorerkrankungen. Die Entscheidung wird individuell durch den behandelnden Arzt sowie betreuenden Anästhesisten getroffen. Zudem können viele Rehabilitationsprogramme auch in einem tagesklinischen/teilstationären Umfeld durchgeführt werden.

  • Ambulante Betreuung

    Bei chronischen Erkrankungen ist eine fortlaufende Betreuung und Überwachung durch einen Spezialisten erforderlich. Dieser erkennt rechtzeitig Veränderungen und passt die Therapie entsprechend an. Oftmals lassen sich auch wesentliche diagnostische Maßnahmen ambulant durchführen, sodass ein Klinikaufenthalt entfällt.

  • Spezialsprechstunde (ambulante Betreuung)

    Bei komplizierten Verläufen, unklaren Krankheitszeichen oder seltenen Erkrankungen erfolgt häufig eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde eines größeren Krankenhauses oder einer Universitätsklinik. Die Überweisung und Vorstellung wird von einen niedergelassenen Facharzt veranlasst.

  • Rehabilitationsklinik

    In vielen Fällen schließt sich an eine akute Erkrankung eine Rehabilitationsbehandlung an, um wiederausgefallene Funktionen zu erlernen. Die Rehabilitationsbehandlung wird meist direkt von Ihrem Akutkrankenhaus geplant. Auch die Beantragung wird von dort in die Wege geleitet. Die Rehabilitationsbehandlung kann allerdings auch von Ihrem Hausarzt beantragt werden. Insbesondere bei ausgedehnten Operationen an der Wirbelsäule ist häufig eine Rehabilitationsbehandlung notwendig.

Kliniken für Wirbelsäulenerkrankungen

In Deutschland gibt es 829 Kliniken für Wirbelsäulenerkrankungen. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Wirbelsäulenerkrankungen zu finden.

  1. St. Anna Hospital

    Viele Wirbelsäulenerkrankungen
    • Wirbelsäulenerkrankungen
      14.047 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      380 Betten
    2 Fachabteilungen für Wirbelsäulenerkrankungen:
  2. Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

    Viele Wirbelsäulenerkrankungen
    • Wirbelsäulenerkrankungen
      5.165 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      566 Betten
    2 Fachabteilungen für Wirbelsäulenerkrankungen:
  3. Schön Klinik München Harlaching

    Viele Wirbelsäulenerkrankungen
    • Wirbelsäulenerkrankungen
      3.064 Fälle
    • Mittelgroßes Krankenhaus
      148 Betten
    Fachabteilung für Wirbelsäulenerkrankungen:
Alle Kliniken für Wirbelsäulenerkrankungen

Kliniken für Wirbelsäulenerkrankungen nach Bundesland

Kliniken für Wirbelsäulenerkrankungen in deutschen Großstädten

Tageskliniken für Wirbelsäulenerkrankungen

Eine Tagesklinik für Wirbelsäulenerkrankungen kann eine sinnvolle Alternative zu einem stationären Aufenthalt sein. Patienten werden in einer Tagesklinik mit Spezialisierung auf Wirbelsäulenerkrankungen von Montag bis Freitag tagsüber von Fachärzten behandelt, verlassen die Klinik aber ab dem späten Nachmittag und übernachten zu Hause. Die Patienten der Tagesklinik werden so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, können aber trotzdem die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich Wirbelsäulenerkrankungen wahrnehmen.

  1. Vitanas Klinik & Tagesklinik für Geriatrie

    Wenige Wirbelsäulenerkrankungen
    • Wirbelsäulenerkrankungen
      64 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
      105 Betten
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für Wirbelsäulenerkrankungen: