Schlaganfall

Dr. med. Tobias Bobinger

Dieser Ratgeber erklärt, was die Symptome und Warnzeichen eines Schlaganfalls sind, welche Ursachen ein Schlaganfall haben kann, welche Arten eines Schlaganfalls es gibt, welche neuen Behandlungsmöglichkeiten existieren und wie die Nachsorge abläuft. Außerdem erfahren Sie hier, welche Spezialisten und Kliniken empfehlenswert sind und besonders viel Erfahrung mit der Behandlung eines Schlaganfalls haben.

Untersuchung und Diagnostik

Dieser Abschnitt geht auf die Symptome, Warnzeichen und die unterschiedlichen Arten eines Schlaganfall sein. Zudem erfahren Sie mehr über wichtige Ursachen eines Schlaganfalls. Sind Sie oder Ihr Angehörige akut von einem Schlaganfall betroffen, zählt jede Minute und es sollte sofort über den Rettungsdienst eine Vorstellung in der Klinik erfolgen. Durch die Weiterentwicklungen kann viel mehr Menschen geholfen werden, allerdings ist die Zeit immer noch ein sehr entscheidendes Kriterium.

Symptome und Warnzeichen

Der Schlaganfall tritt Sie oder Ihren Angehörigen meist aus "heiterem Himmel". Oft kündigt sich der Schlaganfall jedoch auch schon Tage oder Wochen vor dem Ereignis an. Bestimmte neurologische Zeichen sind für wenige Sekunden und Minuten vorhanden. Diese werden oft als Bagatelle weggeschoben und nicht ernst genommen. Der Schlaganfall an sich kann sich durch sehr viele unterschiedliche Symptome äußern. Je nachdem welcher Teil des Kopfes betroffen ist, können unterschiedliche Ausfälle beobachtet werden. Ein Schlaganfall kann jedoch nicht nur den Kopf betroffen, sondern kann in selteneren Fällen auch die Blutgefäße im Bereich der Wirbelsäule betreffen.

Häufigere Symptome für einen Schlaganfall sind:

  • Lähmung einer Körperseite, Lähmung von Arm oder Bein
  • Sprachstörung (Worte können nicht verstanden werden oder Worte könnten nicht ausgesprochen werden)
  • Sprechstörung (Worte klingen sehr verwaschen)
  • Sehstörungen (Gesichtsfeldausfall oder Blindheit auf einem Auge)
  • Taubheit im Arm / Bein
  • Doppelbilder
  • ausgeprägte Gleichgewichtsstörungen
  • stärkste Kopfschmerzen (bislang in dieser Intensität nicht bekannte Kopfschmerzen)

Auch weitere neurologische Ausfallserscheinungen können mit einem Schlaganfall einher gehen. Auch wenn die Symptome nur für eine kurze Zeit (z.B. wenige Minuten) anhalten, sollten Sie auf jeden Fall das Krankenhaus aufsuchen, um eine Einschätzung vorzunehmen. Studien zeigen, dass durch eine optimale Behandlung auch bei vorübergehenden Symptomen ein "großer Schlaganfall" verhindert werden kann.

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Welche Arten eines Schlaganfalls gibt es ?

Ein Schlaganfall ist nicht eine Erkrankung, sondern umfasst unter dieser Bezeichnung mehrere Erkrankungen. Diese Übersicht soll Ihnen für Ihr Verständnis einen kurzen Überblick liefern:

Der ischämische Schlaganfall

Diese Art des Schlaganfalls wird durch eine Durchblutungsstörung, also einen Verschluss oder eine Minderdurchblutung eines Gefäßes im Kopf (oder in der Wirbelsäule) ausgelöst. Im Gebiet hinter dem Verschluss besteht dann eine mangelnde Versorgung und die Gehirnzellen sterben nach einer gewissen Zeit ab. Da einige Gebiete im Kopf auch durch mehrere Arterien versorgt werden, kann durch sogenannte Umgehungskreisläufe auch in manchen Fällen eine geringe Notversorgung erreicht werden. Ziel der Akutbehandlung ist es, diesen Pfropf im Gefäß möglichst aufzulösen, hierzu steht in der Notfallsituation die Behandlung perLyse zur Verfügung. Die Lyse ist ein auflösendes Medikament, das direkt in die Blutgerinnung am Blutpfropf eingreift. Bei großen Gefäßen im Kopf kann auch mittels Katheter versucht werden, den Blutpropf zu lösen. Zeit ist hier ein entscheidendes Kriterium.

Die Hirnblutung

Bei dieser Form des Schlaganfalls kommt es zum Platzen eines Gefäßes im Kopf. Dies kann durch einen Unfall (sogenannte traumatische Hirnblutung) oder spontan ausgelöst durch Schäden am Kopf geschehen. Wichtige Risikofaktoren sind hier insbesondere Blutdruck: Je höher dieser ist, desto schneller breitet sich die Blutung aus. Wichtigstes Ziel in der Akutbehandlung ist die Senkung des Blutdrucks. Zudem wird festgestellt, ob ihre Blutgerinnung in Ordnung ist und ob sie gegebenfalls blutverdünnende Medikamente einnehmen. Ist dies der Fall, muss auch dies ausgeglichen werden.

Die Subarachnoidalblutung

Auch wenn jede Form des Schlaganfalls grundsätzlich auch jüngere Menschen betreffen kann, so ist diese Form des Schlaganfalls grundsätzlich eher bei jüngern Patienten vorzufinden. Meist liegen angeborene Ursachen zugrunde. Über viele Jahre bildet sich im Kopf an bestimmten Schwachstellen eine Aussackung eines Blutgefäßes. Diese Aussackung führt über die Zeit zu einer deutlichen Verdünnung der Wand. Durch Druckerhöhung kann es zu einem Einreißen des Gefäßes kommen und das Blut strömt nun in den sogenannten Subarachnoidalraum. Dieser Raum ist normalerweise nur mit Hirnwasser (Liquor) gefüllt. Wichtige Symptome sind hier oft stärkste Kopfschmerzen wie noch nie, die in dieser Formnoch nie aufgetreten sind. Bei schwerwiegenden Verläufen kann auch eine Bewußtlosigkeit bis hin zum Koma auftreten. Wichtig ist eine rasche Versorgung zur Stabilisierung und Behandlung des gerissenen Gefäßes.

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Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Ein Schlaganfall kann verschiedene Ursachen haben. Aus diesem Grund wird während Ihres stationären Aufenthaltes im Krankenhaus eine umfangreiche Diagnostik durchgeführt. Ziel ist neben der Behandlung des akuten Schlaganfalls auch die Ursachenforschung - d.h. genau herauszufinden, warum es zu einem Schlaganfall gekommen ist. Abhängig davon ist auch, wie die weitere Behandlung durchgeführt wird.

  • Vorhofflimmern

    Vorhofflimmern ist eine sehr häufige Ursache von einem Schlaganfall. Vorhofflimmern ist nichts anderes als ein eingeordnetes Zusammenspiel zwischen Vorhof- und Kammer des Herzens. Dies wird ausgelöst durch eine gestörte elektrische Erregung über die Vorhöfe. Im Normalzustand schlägt das Herz geordnet im Sinusrhythmus und entlädt Vorhöfe und Kammern koordiniert. Gerät dieser Rhythmus aus dem Takt, werden ungerichtete elektrische Erregungen über die Vorhöfe geleitet und die Wände der Vorhöfe mit einer sehr hohen Frequenz bewegt. Das Blut wird somit nicht geordnet weitergeleitet und es können Turbulenzen entstehen, die wiederum die Entwicklung eines Blutpfropfes möglich machen. Dieser Blutpfropf kann unter anderem in das Gehirn weitergeleitet werden und dort einen Schlaganfall auslösen. Oft entwickelt sich Vorhofflimmern auf dem Boden einer Herzerkrankung - aber nicht immer ist diese auch schon bereits bekannt. Abhängig von ihren weiteren Faktoren wird ihnen bei dieser Erkrankung eine Blutverdünnung empfohlen, um das Risiko deutlich zu reduzieren.

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  • Bluthochdruck

    Bluthochdruck führt schleichend über Jahre zu Schäden an den Gefäßen - nicht nur, aber auch am Kopf. Hierdurch können Schäden an den großen Gefäßen sowie auch in den kleinen Gefäßen entstehen. Diese Schäden können einen ischämischen Schlaganfall wie auch eine Hirnblutung auslösen. Besonders die Hirnblutung ist sehr oft durch einen hohen Blutdruck bedingt. Die Senkung des Blutdrucks ist eine der wichtigsten Maßnahmen in der Behandlung.

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  • Diabetes

    Diabetes löst wie auch Bluthochdruck Schäden an den Gefäßen aus. Dadurch können kleine sowie große Gefäße geschädigt werden. Oftmals wird gerade während des Aufenthaltes zum ersten Mal festgestellt, dass ein Diabetes besteht. Neben Medikamenten ist eine Ernährungsumstellung, Sport und vermehrte körperliche Aktivität absolut essentiell, um eine Verbesserung zu erreichen.

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  • Rauchen

    Rauchen erhöht das Risiko deutlich, an einem Schlaganfall zu erkranken. Durch zahlreiche Inhaltsstoffe im Zigarettenrauch werden auch hier Schäden an den Gefäßen ausgelöst, die zu Durchblutungsstörungen im Kopf führen können. Der Verzicht auf Nikotin kann bereits dabei helfen, nicht an einem Schlaganfall zu erkranken. Zudem sind Programme zur dauerhaften Raucherentwöhnung in der Rehabilitation sowie Nachbetreuung sehr wichtig, um nachfolgende Schlaganfälle zu verhindern.

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  • Bewegungsmangel

    Auch Bewegungsmangel ist ein eigener Risikofaktor für den Schlaganfall. Bewegungsmangel führt zudem zu einem höheren Risiko von anderen Risikofaktoren - Bluthochdruck und Diabetes.

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Digitale Angebote

  • FAST App

    App für Android und iOS

    Der FAST-Test zur Erkennung der wichtigsten Symptome für einen Schlaganfall - als App, entwickelt von der deutschen Schlaganfall-Hilfe.

Behandlung

Die Behandlung des akuten Schlaganfalls erfolgt in der Klinik - in der ersten Zeit mit Überwachung auf einer Stroke-Unit (spezielle Schlaganfallstation) oder Intensivstation. Dort erfolgt die Behandlung, Therapie und Diagnostik. In dieser Zeit beginnt bereits eine engmaschige Physio- und Ergotherapie, damit Defizite sich verbessern können. Durch Telemedizin sind mittlerweile viele Regelkliniken auch an große Kliniken angebunden, so dass alle von der vollen Erfahrung profitieren. Wichtig ist bei einem Akutereignis die sofortige Alarmierung des Rettungsdienstes, damit keine Zeit für die Therapie verloren geht.In den folgenden Listen bekommen Sie einen Überblick über Kliniken mit großer Erfahrung in der Schlaganfallversorgung.

Kliniken für Schlaganfall

In Deutschland gibt es 444 Kliniken für Schlaganfall. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von Schlaganfall ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Schlaganfall zu finden.

  1. Charité - Universitätsmedizin Berlin

    • Top-Klinik in Deutschland
      Focus Klinikliste 2018: Top-100-Krankenhäuser
    • Universitätsklinikum
    • Schlaganfall: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      2.109
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      17.809
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      3.011
      Viele
  2. Klinikum Bremen-Mitte

    • Top-Klinik in Deutschland
      Focus Klinikliste 2018: Top-100-Krankenhäuser
    • Akademisches Lehrkrankenhaus
    • Schlaganfall: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      1.827
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      3.481
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      794
      Viele
  3. Universitätsmedizin Rostock

    Abteilung für Schlaganfall:
    Klinik und Poliklinik für Neurologie
    • Top-Klinik in Deutschland
      Focus Klinikliste 2018: Top-100-Krankenhäuser
    • Universitätsklinikum
    • Schlaganfall: Fallzahl
      der Abteilung pro Jahr
      1.574
      Viele
    • Behandlungsfälle
      der Abteilung pro Jahr
      3.539
      Viele
    • Betten
      des Krankenhauses
      1.043
      Viele
Alle Kliniken für Schlaganfall

Kliniken für Schlaganfall nach Bundesland

Kliniken für Schlaganfall in deutschen Großstädten

Spezialkliniken zur Behandlung im Bereich Neurologie

Mit unserer Kliniksuche finden Sie auch in anderen Bereichen des Fachgebiets Neurologie empfehlenswerte Spezialkliniken:

Behandlungsmöglichkeiten, Kliniken und Spezialisten für Neurologie

Auf den folgenden Seiten stellen wir neue und konventionelle Behandlungsmethoden aus anderen Bereichen des Themenkomplexes Neurologie vor. Dort erfahren Sie auch, welche Krankenhäuser und Experten aus dem Fachgebiet Neurologie sich entsprechend spezialisiert haben.

Nachsorge

Im Anschluss an eine stationäre Behandlung ist in den meisten Fällen eine Rehabilitationsbehandlung notwendig. Dies ist wichtig, um die Defizite weiter zu beüben und damit sie sich möglichst schnell wieder zu einer guten Lebensqualität zurück finden. Diese Schritte sollten am besten bereits gegen Ende der stationären Behandlung geplant werden, um bei diesem Schritt von Beginn an gut versorgt zu sein. Neben einer anschließenden Rehabilitationsbehandlung oder einem Übergang über eine Tagesklinik stehen auch spezielle weiterführende digitale Unterstützungsprogramme und die Kontaktaufnahme mit Selbsthilfegruppen und -vereinen zur Verfügung.

Apps zum Thema Schlaganfall

  • Neolexon

    App für Android und iOS

    Digitales Therapiesystem mit angepasster Therapie zu Bewältigung und Behandlung einer Sprachstörung (Aphasie). Wissenschaftlich begleitet und durch Logopäden entwickelt. Nutzung der Lösung in Zusammenarbeit mit ihrem Logopäden möglich.

  • Preventicus

    App für Android und iOS

    App-Anwendung ist eine zertifizierte Anwendung zur Erkennung von Herzrhythmusstörungen, insbesondere von Vorhofflimmern nach einem Schlaganfall.

  • Die App für das iPad oder Android-Tablets für die Durchführung von Rehabilitationsübungen, optional mit VR-Unterstützung für Sehkraft, Gedächtnis, Motorik.

Weiterführende Informationen

Die Erkrankung Schlaganfall wirft viele Fragen auf. Zudem gibt es ständige Veränderungen in den Therapiemöglichkeiten. Im folgenden Abschnitt möchten wir Experten zu Wort kommen lassen und zudem Ihre häufigsten Fragen klären.

Bücher über Schlaganfall

Häufige Fragen

Klinikradar beantwortet häufige Fragen zum Thema Schlaganfall:

  • Was ist ein stiller Schlaganfall?

    Ein Schlaganfall entsteht meist durch eine Unterversorgung von Nervenzellen mit Sauerstoff. Je nachdem, wo die Zelle sitzt, kommt es zu unterschiedlichen Ausfällen. Ist das Sprachzentrum betroffen, wird der Ausfall sowohl vom Patienten wie auch vom Umfeld relativ schnell bemerkt. Betrifft er einen kleinen Anteil und Funktionen, die im Alltag nicht sofort bemerkt werden, kann ein Schlaganfall auch gar nicht bemerkt werden. Manchmal wird somit ein Schlaganfall nur in einer Bildgebung (z.B. Computertomographie oder Kernspintomographie-Untersuchung) sichtbar. In diesen Fällen spricht man von einem stillen Schlaganfall.

  • Was passiert bei einem Schlaganfall im Kopf?

    Bei einem Schlaganfall kommt es entweder zu deiner Durchblutungsstörung (der sogenannte ischämische Schlaganfall) oder es tritt eine Blutung im Kopf auf. Bei beiden Fällen werden Nervenzellen geschädigt, die für wichtige Funktionen zuständig sind. Durch den Sauerstoffmangel gehen diese Nervenzellen zugrunde. Die Funktion dieser Nervenzellen muss daraufhin von anderen Zellen übernommen werden, hierzu ist Training notwendig. Genau aus diesem Grund wird relativ schnell während ihres Aufenthaltes im Krankenhaus mit einer Rehabilitation begonnen und diese wird auch gleich im Anschluss noch weiter fortgeführt.

  • Wie kann man feststellen, ob man einen Schlaganfall hatte?

    Bemerken Sie akut neurologische Einschränkungen, wie etwa Sprachstörung, Lähmung einer Körperseite oder Taubheit, so rufen Sie den Rettungsdienst und lassen sich in einer Klinik untersuchen. In einer klinischen Untersuchung kann schnell eine erste Verdachtsdiagnose gestellt werden. Durch eine Bildgebung (meist eine Computertomographie in der Akutphase) kann ein Schlaganfall genauer unterschieden werden. Auf den Bildern können die Ärzte erkennen, ob es sich um eine Durchblutungsstörung oder um eine Hirnblutung handelt.

  • Wie beugt man einem Schlaganfall vor?

    Ein Schlaganfall wird durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst. Die wichtigsten durch Sie beeinflussbaren Risikofaktoren sind: Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel. Versuchen Sie möglichst, diese Punkte im Griff zu haben und Sie beugen automatisch auch einem Schlaganfall vor.

  • Kann man nach einem Schlaganfall wieder normal leben?

    Ein Schlaganfall kann sich sehr unterschiedlich äußern. Je nach betroffenem Areal können unterschiedliche Funktionen beeinträchtigt oder ausgefallen sein. Bereits während des stationären Aufenthaltes beginnt eine Rehabilitation. Durch diese können sich die Funktionen teils wieder deutlich verbessern. Viele Menschen können auch nach dem Schlaganfall wieder normal leben.

  • Wie geht es weiter nach einem Schlaganfall?

    Für die akute Schlaganfallversorgung befinden Sie sich in den meisten Fällen im Krankenhaus. Dort werden Sie bereits hinsichtlicher einer wahrscheinlichen Rehabilitationsbehandlung beraten. Diese treten Sie meist direkt im Anschluss an. Während der Rehabilitationsbehandlung wird versucht, Ihren Funktionsausfall weiter zu trainieren und zu verbessern. Zudem werden Ihnen bereits dort wesentliche Informationen für die weitere Zeit nach dem Aufenthalt gegeben. Punkte, die Sie sehr interessieren. Wie etwa: Arbeitsplatz nach dem Schlaganfall, Autofahren nach dem Schlaganfall und die Vermeidung eines weiteren Schlaganfalls.

  • Wie lange ist man im Krankenhaus nach einem Schlaganfall?

    Die Länge des Aufenthaltes im Krankenhaus hängt sehr von der Größe des Schlaganfalls, Ihren Beeinträchtigungen sowie den Vorerkrankungen ab. Der Krankenhausaufenthalt hat drei Ziele: 1) akute Behandlung und Rettung von vielen Nervenzellen; 2) Erkennung und Behandlung Ihrer Risikomerkmale; 3) Beübung Ihrer Funktionsausfälle. Während des Krankenhausaufenthaltes kann es daher auch zu neuen Erkenntnissen oder Problemen kommen, die einen längeren Aufenthalt mit sich bringen. Besprechen Sie die Länge daher mit Ihrem behandelnden Arzt.

  • Was macht man im Krankenhaus bei einem Schlaganfall?

    Zunächst wird im Krankenhaus die Diagnose Schlaganfall gestellt. In einem weiteren Schritt muss nun unterschieden werden, ob es sich um einen Schlaganfall durch Durchblutungsstörung (sogenannter ischämischer Schlaganfall) oder eine Hirnblutung handelt. Hierauf erfolgt die Akutbehandlung. Bei einer Durchblutungsstörung kommt zum Beispiel eine Lysetherapie oder eine Katheterbehandlung in Frage. Bei einer Hirnblutung muss der Blutdruck deutlich gesenkt und eingestellt werden. Zusätzlich wird während des Aufenthaltes Ihr individuelles Risikoprofil bestimmt und entsprechend eingestellt.

  • Kann sich das Gehirn nach einem Schlaganfall regenerieren?

    Ja, das Gehirn kann sich nach einem Schlaganfall regenerieren. Funktionen von untergegangenen Nervenzellen werden durch andere Zellen übernommen. Hierfür ist eine engmaschige Therapie (Physiotherapie, Ergotherapie, Logotherapie) je nach Ihren Funktionseinschränkungen notwendig. Auch noch nach vielen Monaten ist eine Regeneration möglich.