Alles zum Thema Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine der häufigsten Ursachen für eine dauerhafte Behinderung. Obwohl sich die Therapiemöglichkeiten in den letzten Jahren deutlich verbessert haben, ist die Zeit bis zum Beginn der Behandlung enorm wichtig

Neben eine medikamentösen auflösenden Therapie (Lysetherapie) steht in bestimmten Fällen auch eine Behandlung durch einen Katheter zur Verfügung.

Nach dem Schlaganfall müssen alle persönlichen Risikofaktoren entdeckt werden, damit es zu keinem neuen Schlaganfall kommt. 

Welche Symptome treten bei einem Schlaganfall auf?

Der Schlaganfall trifft Sie oder Ihren Angehörigen meist aus heiterem Himmel. Manchmal kündigt sich der Schlaganfall allerdings auch schon Tage oder Wochen vor dem Ereignis an. Bestimmte neurologische Zeichen sind für wenige Sekunden und Minuten vorhanden. Diese werden oft als Bagatelle weggeschoben und nicht ernst genommen. Der Schlaganfall an sich kann sich durch sehr viele unterschiedliche Symptome äußern. Je nachdem welcher Teil des Kopfes betroffen ist, sind unterschiedliche Ausfälle zu beobachten. Ein Schlaganfall kann nicht nur den Kopf, sondern in selteneren Fällen auch die Blutgefäße im Bereich der Wirbelsäule betreffen.

Häufigere Symptome für einen Schlaganfall sind:

  • Lähmung einer Körperseite, Lähmung von Arm oder Bein
  • Sprachstörung (Worte können nicht verstanden werden oder Worte könnten nicht ausgesprochen werden)
  • Sprechstörung (Worte klingen sehr verwaschen)
  • Sehstörungen (Gesichtsfeldausfall oder Blindheit auf einem Auge)
  • Taubheit im Arm/Bein
  • Doppelbilder
  • ausgeprägte Gleichgewichtsstörungen
  • stärkste Kopfschmerzen (bislang in dieser Intensität nicht bekannte Kopfschmerzen)

Auch weitere neurologische Ausfallserscheinungen können mit einem Schlaganfall einher gehen. Selbst wenn die Symptome nur für eine kurze Zeit (z. B. wenige Minuten) anhalten, sollten Sie auf jeden Fall das Krankenhaus aufsuchen, um eine Einschätzung vornehmen zu lassen. Studien belegen, dass durch eine optimale Behandlung auch bei vorübergehenden Symptomen ein großer Schlaganfall verhindert werden kann.

Welche Arten eines Schlaganfalls gibt es?

Ein Schlaganfall ist nicht eine einzelne Erkrankung, sondern umfasst unter dieser Bezeichnung mehrere Erkrankungen. Diese Übersicht soll Ihnen für Ihr Verständnis einen kurzen Überblick liefern.

Der ischämische Schlaganfall

Diese Art des Schlaganfalls wird durch eine Durchblutungsstörung, also einen Verschluss oder eine Minderdurchblutung eines Gefäßes im Kopf (oder in der Wirbelsäule) ausgelöst. Im Gebiet hinter dem Verschluss besteht dann eine mangelnde Versorgung und die Gehirnzellen sterben nach einer gewissen Zeit ab.

Da einige Gebiete im Kopf auch durch mehrere Arterien versorgt werden, kann durch sogenannte Umgehungskreisläufe in manchen Fällen eine geringe Notversorgung erreicht werden.

Ziel der Akutbehandlung ist es, diesen Pfropf im Gefäß möglichst aufzulösen. Hierzu steht in der Notfallsituation die Behandlung per Lyse zur Verfügung. Die Lyse ist ein auflösendes Medikament, das direkt in die Blutgerinnung am Blutpfropf eingreift.

Bei großen Gefäßen im Kopf kann auch mittels Katheter versucht werden, den Blutpropf zu lösen. Zeit ist hier ein entscheidendes Kriterium.

Die Hirnblutung

Bei dieser Form des Schlaganfalls kommt es zum Platzen eines Gefäßes im Kopf. Dies kann durch einen Unfall (sogenannte traumatische Hirnblutung) oder spontan ausgelöst durch Schäden am Kopf geschehen.

Wichtige Risikofaktoren sind hier insbesondere Blutdruck: Je höher dieser ist, desto schneller breitet sich die Blutung aus.

Wichtigstes Ziel in der Akutbehandlung ist die Senkung des Blutdrucks. Zudem wird festgestellt, ob ihre Blutgerinnung in Ordnung ist und ob sie blutverdünnende Medikamente einnehmen. Ist dies der Fall, muss auch dies ausgeglichen werden.

Die Subarachnoidalblutung

Auch wenn jede Form des Schlaganfalls grundsätzlich auch jüngere Menschen betreffen kann, so ist diese Form des Schlaganfalls grundsätzlich eher bei jüngeren Patienten vorzufinden. Meist liegen angeborene Ursachen zugrunde.

Über viele Jahre bildet sich im Kopf an bestimmten Schwachstellen eine Aussackung eines Blutgefäßes. Diese Aussackung führt im Laufe der Zeit zu einer deutlichen Verdünnung der Wand. Durch Druckerhöhung kann es zu einem Einreißen des Gefäßes kommen und das Blut in den sogenannten Subarachnoidalraum strömen. Dieser Raum ist normalerweise nur mit Hirnwasser (Liquor) gefüllt.

Wichtige Symptome sind dabei oft heftige Kopfschmerzen, die in dieser Form noch nie aufgetreten sind. Bei schwerwiegenden Verläufen kann auch eine Bewusstlosigkeit bis hin zum Koma auftreten. Wichtig ist eine rasche Versorgung zur Stabilisierung und Behandlung des gerissenen Gefäßes.

Sichtbare Blutung in der Computertomographie bei einer Hirnblutung

In der Computertomographie ist die Blutung im Gehirngewebe als weißliche Substanz sichtbar.

Welche Risikofakturen für einen Schlaganfall sind bekannt?

Ein Schlaganfall kann verschiedene Ursachen haben. Aus diesem Grund wird während Ihres stationären Aufenthaltes im Krankenhaus eine umfangreiche Diagnostik durchgeführt. 

Ziel ist neben der Behandlung des akuten Schlaganfalls auch die Ursachenforschung – d. h. genau herauszufinden, warum es zu einem Schlaganfall gekommen ist. Abhängig davon ist auch, wie die weitere Behandlung durchgeführt wird.

Die Risikofaktoren für einen Schlaganfall im Überblick

Rauchen, Übergewicht, mangelnde Bewegung sowie unterschiedliche Herzschlagunregelmäßigkeiten sind eine häufige Ursache für einen Schlaganfall. Aber es gibt Wege, diese Risikofaktoren zu bekämpfen.

Welche Risikofakturen für einen Schlaganfall sind bekannt?

null
Vorhofflimmern
Bluthochdruck
Diabetes
Rauchen
Bewegungsmangel
Häufig gestellte Fragen
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