Alles zum Thema Lungenkrebs

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebserkrankungen weltweit. Neben Nikotin sind auch verschiedene Metalle, Asbest  und verschiedenen Lungenerkrankungen häufige Ursachen für die Erkrankung. Eine rechtzeitige Diagnose ist wichtig für die Behandlung der Erkrankung. Neben einer Operation werden je nach Stadium und Ausbreitung auch eine Chemotherapie sowie eine Strahlentherapie durchgeführt. 

Welche Symptome bestehen bei einem Lungenkrebs?

Lungenkrebs kann sich, vor allem im weiteren Krankheitsverlauf, durch folgende Beschwerden bemerkbar machen:

  • Anhaltender Husten (chronischer Husten)
  • Brustschmerzen
  • Atembeschwerden (Dyspnoe)
  • Atemnebengeräusch durch Verengung der Atemwege (Stridor)
  • Blutiger Auswurf (Hämoptoe), Bluthusten (Hämoptysen)
  • Heiserkeit
  • Schluckbeschwerden (Dysphagie)
  • Schwellungen im Gesicht und am Hals
  • Gewichtsverlust von mehr als 10% des Körpergewichts im letzten halben Jahr, Fieber und Nachtschweiß (B-Symptomatik)
  • Gewichtsabnahme als Raucher
  • Auftreibung der Fingernägel (Uhrglasnägel) und Auftreibung der Fingerendglieder (Trommelschlägelfinger)

Welche Risikofaktoren sind bei Lungenkrebs bekannt?

Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs (Lungenkarzinom), wobei die Dauer des Rauchens und die Anzahl der gerauchten Zigaretten ausschlaggebend sind. Auch das Rauchen von E-Zigaretten und das Passivrauchen zählen dazu. Der Zigarettenrauch enthält viele krebserregende Stoffe, welche Störungen im Erbgut der Zellen auslösen können. Normalerweise werden diese Störungen wieder von Reparatursystemen repariert, welche jedoch bei Rauchern nicht mehr voll funktionstüchtig sind, sodass sich die Zellen bösartig verändern können. Zusätzlich zeigten Studien, dass auch Feinstaub und Abgase das Risiko für einen Lungenkrebs erhöhen.

Der Kontakt mit Asbest, Radon, verschiedenen Metalle (Arsen, Chrom, Nickel, Uran) am Arbeitsplatz ist ebenso risikosteigernd. Lungenkrebs wird bei Chemiearbeitern, Winzern unter Einsatz von arsenhaltigem Schädlingsbekämpfungsmittel und in der Asbestzementindustrie als Berufskrankheit angesehen.
Auch Lungenerkrankungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Lungenkrebs zu erkranken. Dazu zählt zum einen der langwährende Befall der Lunge mit Krankheitserregern (chronische Infektion), welche die Lunge schädigen. Meist entsteht der Lungenkrebs in den Bereichen der Lunge, die in Folge der Infektion vernarbt sind. Verschiedene genetisch bedingte Erkrankungen der Reparaturwerkzeuge sowie an Lungenproteinen können ebenfalls die Entstehung begünstigen.

Welche Diagnostik wird bei Verdacht auf Lungenkrebs durchgeführt?

Nach einem Gespräch mit Ihrem Arzt über Ihre aktuellen Beschwerden und Ihre medizinische Vorgeschichte wird der Arzt bei Ihnen eine körperliche Untersuchung durchführen. Dabei können Folgen des Lungenkarzinoms auffallen, wie beispielsweise eine Lungenentzündung (Pneumonie) oder ein luftleerer Bereich in der Lunge (Atelektase). Mithilfe einer Blutuntersuchung kann der Arzt bei Ihnen andere Krankheiten ausschließen. Auch Lungenfunktionsprüfungen können Hinweise auf die Ausprägung einer Lungenschädigung geben.

Anschließend wird eine bildgebende Untersuchung bei Ihnen durchgeführt. Dies ist in der Regel eine Röntgenuntersuchung des Oberkörpers. Diese Untersuchung wird auch bei anderen Krankheiten angewendet, sodass der Lungenkrebs auch dort als Zufallsbefund entdeckt werden kann. Andere Möglichkeiten der Bildgebung bei Lungenkrebs sind die Computertomographie (CT) oder die Magnetresonanztomographie (MRT) vom Oberkörper mit einem Kontrastmittel.


Besteht der starke Verdacht auf ein Lungenkarzinom, wird von der auffälligen Lungenpartie eine Gewebeprobe entnommen und diese unter dem Mikroskop untersucht. Je nach Lage und Komplexität der auffälligen Lungenstruktur werden unterschiedliche Zugangswege zur Lunge für die Entnahme der Probe gewählt. Mit der Gewebeuntersuchung kann auch der Typ der Lungenkrebs-Erkrankung bestimmt werden, welcher wichtig sowohl für die Auswahl der Therapie als auch die Prognose der Erkrankung ist. Die Krebstypen werden anschließend der Gruppe der nicht-kleinzelligen Lungenkarzinome und die der kleinzelligen Lungenkarzinome zugeordnet. Kleinzellige Lungenkarzinome sind charakterisiert durch kleine Zellen, mehr Zellteilungen und damit einem schnelleren Wachstum sowie einer frühen Ausbreitung im Körper.


Ist ein Lungenkarzinom bei Ihnen festgestellt worden, werden zusätzlich noch verschiedene bildgebende Untersuchungen durchgeführt, um Tumorzellabsiedelungen im Körper an anderen Stellen aufdecken zu können. Dabei kommen eine Computertomographie (CT) vom Bauchraum und teilweise als Ergänzung eine Ultraschalluntersuchung, eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels und eine Knochenuntersuchung mit radioaktiv markierter Substanz (PET-CT) zum Einsatz.

Welche Therapie wird bei Lungenkrebs durchgeführt?

Die Therapie unterscheidet sich zwischen Kleinzelligem Lungenkrebs und Nicht-Kleinzelligem Lungenkrebs:

Das Nicht-kleinzellige Lungenkarzinom sollte am besten operativ entfernt werden, wobei je nach Lage und Größe ein entsprechender Anteil der Lunge entnommen wird. Bestimmte Filterstationen für Gewebswasser (Lymphknoten) in beziehungsweise nahe der Lunge werden dabei mit entfernt. Abhängig von dem Stadium kommt auch eine Bestrahlung, also eine Radiotherapie, zum Einsatz. Bei Vorkommen von Tumorzellansammlungen an anderen Stellen im Körper (Metastasen), kann die Bestrahlung ebenfalls helfen. Auch eine Kombination von Operation und Bestrahlung wird angewendet. So kann zum einen ein Tumor, der ursprünglich für eine operative Entfernung zu groß ist, vor der Operation mit einer Bestrahlung verkleinert und damit eine Operation ermöglicht werden. Zum anderen zerstört Bestrahlung nach einer operativen Entfernung des Tumors verbliebene Tumorzellen. Ebenfalls möglich ist der Einsatz einer medikamentösen Therapie mit Zytostatika, der Chemotherapie. Häufig werden Zytostatika unterschiedlicher Wirkung miteinander kombiniert, die zum Ziel haben, die Zellteilung der Tumorzellen zu verhindern und so die Vermehrung und das Wachstum des Tumors zu unterbinden. Eingesetzt werden auch Medikamente, die gezielt gegen veränderte krebsbedingende Strukturen im Körper wirken. Dies nennt man Targeted Therapie.

Beim Kleinzelligen Lungenkrebs wird vor allem die Chemotherapie eingesetzt. Des Weiteren ist die Bestrahlung eine Möglichkeit. Man setzt unter anderem eine vorbeugende Schädelbestrahlung ein, da sich Tumorzellen häufig auch im Gehirn absetzen. Hat man das Lungenkarzinom in einem frühen Stadium entdeckt, kann man das kleinzellige Lungenkarzinom auch operieren, was jedoch selten vorkommt.

Metastasen im Körper werden ebenfalls operativ entfernt oder mit Bestrahlung oder Medikamenten behandelt.

Was kann ich tun, um mich vor Lungenkrebs zu schützen?

Der wichtigste Schritt, um das Risiko eines Lungenkarzinoms zu vermindern, ist ein Verzicht auf Nikotin. Sie sollten weder aktiv noch "passiv" rauchen. Wenn sie aktuell Raucher sind, können Sie mit einem Rauchstopp Ihr Krebsrisiko nach fünf bis zehn Jahren auf die Hälfte und sogar nach 15–20 Jahren auf das Niveau eines Nichtrauchers reduzieren.

Was steckt hinter dem Qualitätssiegel Lungenkrebs?

Von der Diagnose bis zur Behandlung erfordert die Erkrankung Lungenkrebs eine Behandlung durch ein Spezialistenteam. Viele Patienten sind daher auf der Suche nach einem Zentrum für Lungenkrebs. Hier wollen wir mit Klinikradar bei der Suche unterstützen und informieren Sie auf dieser Seite über wesentliche Kriterien, die sehr gute Zentren auszeichnen. Basis hierfür sind offizieller und objektiver Qualitätsdaten, die von öffentlichen Stellen erhoben werden. Besonders herausragenden Kliniken vergeben wir das Qualitätssiegel Top-Klinik für Lungenkrebs. Weitere Informationen über den Aufbau und die Analyse allgemein von unseren Qualitätssiegeln erhalten Sie unter folgendem Link.

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