Klinikradar

HNO-Erkrankungen

Dr. med. Tobias Bobinger

Das Fachgebiet Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde beschäftigt sich mit Erkrankungen von Hals, Nase und Ohren. Darunter fallen wichtige Funktionen und Sinneswahrnehmungen unseres Körpers. Dazu zählt das Riechen, unsere Atmung und die Kommunikation über unseren Stimmapparat.

Welche HNO-Erkrankungen gibt es?

Erkrankungen im Hals-Nasen-Ohren Bereich werden durch das Fachgebiet der HNO behandelt. Bei bestimmten Erkrankungen (wie etwa Allergien oder Hauterkrankungen) erfolgt oft eine zusätzliche Mitbetreuung mit der Dermatologie, bei bestimmten Tumorerkrankungen mit der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie.

  • Nase

    Die Nase ist ein Teil der oberen Atemwege und nimmt verschiedene Funktion ein: sie reguliert und feuchtet die Luft an; sie ist für das Geruchsempfinden entscheidend, aber sie ist auch ein wesentlicher Teil unserer Sprachbildung.

    Neben einer akuten Schwellung, wie etwa bei einem Schnupfen oder einer Allergie, sind eine Nasennebenhöhlenentzündung, vergrößerte Nasenmuscheln, ein Abszess der Nase, Nasenbluten sowie Polypen im Bereich Nasennebenhöhlen wesentliche Erkrankungen in diesem Bereich.

    Eine Nasenscheidewandverkrümmung kann sich durch Probleme bei der Atmung bemerkbar machen. Zusätzlich können Verletzungen in diesem Bereich nach einem Trauma wie etwa einem Verkehrsunfall auftreten und eine weitere Behandlung notwendig machen.

    Auf den Kliniklisten Nasenuntersuchungen, Nasenmuschelverkleinerung, Nasenoperationen sowie Nasennebenhöhlenoperationen finden Sie Vergleichslisten zu den verschiedenen Eingriffen.

  • Rachen/Kehlkopf

    Der Rachen (Pharynx) ist ein Teil des Atmungssystem und des Verdauungstraktes. Er bildet einen Übergang zwischen Nasenhöhle und Mundhöhle auf der einen Seite, zu Luftröhre und Speiseröhe auf der anderen Seite. Verschiedene Nerven und viele einzelne Muskeln sorgen für eine geordnete Koordination der verschiedenen Vorgänge.

    In diesem Abschnitt können unterschiedliche Erkrankungen können zu Störungen führen. Dazu zählen Entzündungen wie eine Kehlkopfentzündung, Mandelentzündung oder ein Mandelabszess. Entfernungen der Rachen- oder Gaumenmandel, sogenannte Polypen sind häufige Eingriffe in diesem Bereich.

    Erweiterte Untersuchungen des Kehlkopfes oder eine phoniatrische Diagnostik können Klarheit über die Erkrankung bringen.

    Über unsere Kliniklisten erfahren Sie mehr über Kliniken in diesem Bereich.

  • Außenohr

    Das Außenohr umfasst die Ohrmuschel, das Ohrläppchen und den äußeren Gehörgang. Es nimmt direkt den Schall aus der Umgebung auf und gibt ihn an das Mittelohr weiter. Die Ohrmuschel an sich ist ein richtungsselektiver Filter, da durch die Nutzung des Frequenzspektrums eine Information über die Schallrichtung bezogen werden kann.

    Auf Klinikradar erhalten Sie weitere Informationen über Gehörgangsentzündungen, Ohrmuscheloperationen sowie Kliniken mit Erfahrungen bei Erkrankungen des äußeren Ohres.

  • Mittelohr

    Das Mittelohr stellt die Verbindung zwischen Außenohr und Innenohr dar. Es leitet den Schall direkt vom Außenohr nach innen und übersetzt ihn über das Trommelfell auf die Ohrknöchelchen Hammer, Amboß, Steigbügel. Über das ovale Fenster und die Hörschnecke wird somit die Akustik auf ein elektrisches Signal für die Nervenzellen umgesetzt. Somit sind die ersten Schritte zum Hören geschafft.

    Im Mittelohr erfolgt auch über eine Verbindung zum Rachen der Druckausgleich.

    Störungen in diesem Bereich entstehen durch Entzündungen, wie etwa bei Mittelohrentzündungen oder der Mastoiditis. Durch eine chronisch-eitrige Entzündung kann eine Schädigung der Ohrknöchelchen entstehen, das sognannte Cholesteatom. Hier zeigen wir Ihnen eine Auflistung über Spezialisten für Operationen im Mittelohrbereich.

  • Innenohr

    Das Innenohr nimmt direkt die Schwingungen über das ovale Fenster auf. Diese Schwingungen werden direkt auf eine Flüssigkeit, die Endolymphe, übertragen. Nun nehmen spezielle Haarsinneszellen diese Schwingungen auf und verwandeln sie in einen Sinnesreiz, der dann direkt über den Hörnerv in das Gehirn geleitet wird. Dort erfolgt die weitere Verarbeitung und Zuordnung.

    Neben der direkten Hörwahrnemung ist in diesem Bereich auch der Gleichgewichtssinn zur Feststellung der Lage im Raum eingearbeitet. Ein Wunderwerk, in welch kurzer Zeit diese Aufgabe durch unseren Körper bewältigt wird.

    In diesem sehr abgestimmten Vorgang können jedoch auch Probleme auftreten.

    Weit verbreitete Störungen sind ein plötzlich auftretender Lagerungsschwindel, ein akuter Hörsturz sowie ein plötzlicher Hörverlust. Erkrankungen in diesem Bereich können Operationen nötig machen. Unsere Auflistung zeigt Ihnen Kliniken mit Erfahrung in diesem Bereich. Die Operation von Cochlea-Implantaten hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Hier zeigen wir eine Gegenüberstellung von Kliniken.

Welche Untersuchungen gibt es bei HNO-Erkrankungen?

Der Verlauf der Diagnostik in der HNO-Heilkunde ist abhängig von dem zeitlichen Auftreten sowie dem Schweregrad der Erkrankung. Bei chronischen und langsam auftretenden Symptomen führt der Weg zunächst über Ihren Hausarzt zu einem Facharzt für HNO-Heilkunde. Dieser wird weitere Diagnostik und auch Therapien in die Wege leiten.

Nach einem Gespräch und einer ausführlichen Untersuchung werden je nach Symptomen weitere Untersuchungen durchgeführt, um die Diagnose zu sichern:

  • Untersuchungen der Nase (Rhinoskopie, Nasenfunktionstest)
  • Spiegelung der Ohren
  • Endoskopie im Rachenbereich
  • Prüfung der Sinnesfunktionen (Gleichgewicht, Riechtests)
  • Hörtest
  • Ultraschall
  • Röntgen
  • Kernspintomographie von Kopf/Gehirn

Welche Möglichkeiten für eine Behandlung gibt es?

Abhängig von Ihrer Erkrankung oder Therapie kann diese ambulant, teilstationär oder in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrem einweisenden Arzt, welche Möglichkeit für Sie in Frage kommt. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen Kliniken, Tageskliniken sowie Rehabilitationskliniken vor, die über Erfahrung verfügen und entsprechende Eingriffe durchführen.

  • Krankenhaus (stationär)

    Die Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung erfolgt in der Regel durch einen niedergelassenen Arzt. Oftmals wurde durch Ihren behandelnden Arzt bereits die Diagnose gestellt. Diese muss im Krankenhaus weiter bestätigt werden. Im Krankenhaus erfolgt eine genaue Diagnostik und Therapie Ihrer Erkrankung. Auf Wunsch können Sie auch Zusatzleistungen wie etwa Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Gegen Ende der Krankenhausbehandlung sollten Sie bereits den weiteren Weg Ihrer Behandlung, wie etwa eine ambulante Betreuung planen.

  • Ambulante Operationen

    In der HNO-Heilkunde werden bei vielen Erkrankungen (z. B. Mandeloperationen) Eingriffe ambulant durchgeführt. Dies bedeutet, dass sie wesentliche Voruntersuchungen ambulant wahrnehmen und dann zu einem bestimmten Zeitpunkt in einer ambulanten Tagesklinik für eine Operation aufgenommen werden. Nach Abschluss der Nachbeobachtung können Sie von Ihren Angehörigen wieder abgeholt werden und die weitere Zeit zu Hause verbringen. Dies ist abhängig von Ihrer Erkrankung sowie Ihren Vorerkrankungen. Die Entscheidung treffen der behandelnde Arzt sowie betreuende Anästhesisten individuell.

  • Ambulante Betreuung

    Bei chronischen Erkrankungen ist eine fortlaufende Betreuung und Überwachung durch einen Spezialisten erforderlich. Dieser bemerkt rechtzeitig Veränderungen und kann Veränderungen in der Therapie einleiten. Oftmals können auch wesentlichen diagnostische Maßnahmen ambulant durchgeführt werden und es ist kein Klinikaufenthalt notwendig.

  • Spezialsprechstunde (ambulante Betreuung)

    Bei komplizierten Verläufen, unklaren Krankheitszeichen oder seltenen Erkrankungen erfolgt oftmals eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde eines größeren Krankenhauses oder einer Universitätsklinik. Die Überweisung und Vorstellung werden von einem niedergelassenen Facharzt veranlasst.

  • Rehabilitationsklinik

    Oft schließt sich an eine akute Erkrankung eine Rehabilitationsbehandlung an. Die Rehabilitationsbehandlung wird in den meisten Fällen direkt von Ihrem Akutkrankenhaus geplant. Auch die Beantragung wird von dort in die Wege geleitet. Die Rehabilitationsbehandlung kann jedoch auch von Ihrem Hausarzt beantragt werden.

Kliniken für HNO-Erkrankungen

In Deutschland gibt es 622 Kliniken für HNO-Erkrankungen. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung von HNO-Erkrankungen ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für HNO-Erkrankungen zu finden.

  1. Charité - Universitätsmedizin Berlin

    Viele Fälle im Bereich HNO-Erkrankungen
    • HNO-Erkrankungen
      9.110 Fälle in 4 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      3.011 Betten
    • Universitätsklinikum
    4 Fachabteilungen für HNO-Erkrankungen:
  2. Klinikum Nürnberg Nord

    Viele Fälle im Bereich HNO-Erkrankungen
    • HNO-Erkrankungen
      6.008 Fälle
    • Großes Krankenhaus
      1.292 Betten
    Fachabteilung für HNO-Erkrankungen:
  3. Klinikum Bielefeld (Mitte)

    Viele Fälle im Bereich HNO-Erkrankungen
    • HNO-Erkrankungen
      5.195 Fälle
    • Großes Krankenhaus
      661 Betten
    Fachabteilung für HNO-Erkrankungen:
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Kliniken für HNO-Erkrankungen nach Bundesland

Kliniken für HNO-Erkrankungen in deutschen Großstädten

Tageskliniken für HNO-Erkrankungen

Eine Tagesklinik für HNO-Erkrankungen kann eine sinnvolle Alternative zu einem stationären Aufenthalt sein. Patienten werden in einer Tagesklinik mit Spezialisierung auf HNO-Erkrankungen von Montag bis Freitag tagsüber von Fachärzten behandelt, verlassen die Klinik aber ab dem späten Nachmittag und übernachten zu Hause. Die Patienten der Tagesklinik werden so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, können aber trotzdem die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich HNO-Erkrankungen wahrnehmen.

  1. Tagesklinik für Onkologie, Kinderonkologie, Dermatologie, Neurologie, HNO

    Wenige Fälle im Bereich HNO-Erkrankungen
    • HNO-Erkrankungen
      123 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
      43 Betten
    • Tagesklinik
    • Universitätsklinikum
    Fachabteilung für HNO-Erkrankungen: