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Frauenheilkunde

Dr. med. Tobias Bobinger

Die Frauenheilkunde, auch Gynäkologie genannt, beschäftigt sich mit der Prävention und Behandlung von Erkrankungen des weiblichen Genitaltraktes und der Brustdrüse. Krebserkrankungen, Infektionen oder Zysten im Genitaltrakt, Zyklusstörungen oder ein unerfüllter Kinderwunsch sind häufige Gründe für eine Vorstellung beim Frauenarzt. Durch einen Gynäkologen wird auch die Begleitung der Schwangerschaft sowie die Geburt durchgeführt.

Welche Erkrankungen werden in der Frauenheilkunde behandelt?

  • Brusterkrankungen

    Erkrankungen an der Brust sind häufig. Diese können in gutartige und bösartige Veränderungen sowie Infektionen unterteilt werden. Veränderungen am Brustgewebe kommen sehr häufig vor. Es handelt sich dabei entweder um Veränderungen am Drüsen-, Fett- oder Bindegewebe. Diese Veränderungen werden etwa Lipome, Zysten oder Fibroadenome genannt. Zur Bestätigung von jeder Auffälligkeit muss jedoch immer zunächst eine ausführliche Untersuchung erfolgen, es muss eine bösartige Ursache ausgeschlossen werden. Häufig tritt auch eine Entzündung der Brustdrüse auf, die während des Stillens (sogenannte Mastitis puerperalis) oder auch außerhalb der Stillzeit auftreten kann.

  • Gebärmuttererkrankungen

    Die Gebärmutter, auch Uterus genannt, ist eines der wichtigsten Organe im Fortpflanzungssystem der Frau. Nach der Einnistung der befruchteten Eizelle reift innerhalb der Schwangerschaft ein lebensfähiges Kind heran. Störungen in der Gebärmutter können daher die Ursache für Sterilität oder vermehrte Fehlgeburten sein. Auch Veränderungen der Schleimhaut, die sogenannte Endometriose, können für die Frau eine enorme Belastung darstellen.

  • Eierstockerkrankungen

    Der Eierstock ist der Ort der Entwicklung und Reifung der Eizellen. Zudem sorgt er für die Produktion der Geschlechtshormone Östrogen und Gestagen. Probleme am Eierstock können durch eine Störungen der Hormonproduktion, gut- und bösartige Tumore, Entzündungen sowie Zysten am Eierstock entstehen.

  • Erkrankungen der Vulva und Vagina

    Die häufigsten Erkrankungen der Vulva und Vagina sind Entzündungen und Tumorerkrankungen. Entzündungen äußern sich sehr häufig durch brennende Schmerzen, Juckreiz, Schwellung sowie Schmerzen beim Wasserlassen. Eine genaue Untersuchung ist wichtig für eine Diagnosestellung.

  • Zyklusstörungen

    Zyklusstörungen sind sehr häufig. Oft treten Störungen vor allem bei den ersten Monatsblutungen sowie in den Jahren vor der Menopause auf. Organische Ursachen führen meist zu Schmier-, Zwischen- und verlängerten Blutungen. Verschiedene Ursachen können hier vorliegen: Endometriose, eine Entzündung der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses, Myome oder Polypen. Eine genaue Diagnostik wird durch den Gynäkologen gestellt, der zusätzlich neben einer körperlichen Untersuchung eine Ultraschalluntersuchung durchführt.

  • Kinderwunschbehandlung

    Ein unerfüllter Kinderwunsch kann viele Ursachen haben - auf Seiten des Mannes wie auch der Frau. Zunächst ist eine genaue Diagnostik bei beiden notwendig, um die Ursache herauszufinden. Moderne Methoden wie Hormontherapie oder künstliche Befruchtung (In-Vitro-Fertilisation, Intracytoplasmatische Spermieninjektion) bieten neue Möglichkeiten für Paare.

Welche Untersuchungen werden in der Frauenheilkunde durchgeführt?

Das Gespräch mit der Patientin, die Schilderung der Symptome, die Kenntnis der Vorerkrankungen sowie eine ausführliche körperliche Untersuchung ist die Grundvoraussetzung für eine exakte und zielführende Diagnose. Mit diesem Wissen wird Ihr behandelnder Gynäkologe weitere Diagnostik veranlassen, dazu zählen etwa:

  • Blutuntersuchung
  • Ultraschalluntersuchung
  • Bildgebung des Beckens
  • Gynäkologischer Abstrich (Tumorzellen, Krankheitserreger)

Welche Möglichkeiten für eine Behandlung gibt es?

Grundsätzlich stehen für eine Diagnostik und Behandlung viele verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Welche Art für Sie in Frage kommt, hängt grundsätzlich von Ihrer Erkrankung, der nötigen stationären Nachbeobachtung sowie der Dringlichkeit des Eingriffes ab.

  • Ambulante Diagnostik

    Bei vielen Erkrankungen sowie auch den empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen in der Gynäkologie ist der niedergelassene Frauenarzt Ihr erster Ansprechpartner. Wichtige Diagnostik kann hier erfolgen und auch viele Erkrankungen können auch ohne Krankenhausaufenthalt behandelt werden. Auch nach einem Klinikaufenthalt müssen wichtige Maßnahmen, wie etwa die Medikation sowie auch Umstellungen im Alltag kontrolliert und angepasst werden.

  • Krankenhaus (stationär)

    Die Einweisung in ein Krankenhaus zur stationären Behandlung erfolgt in der Regel durch einen niedergelassenen Gynäkologen. Oftmals wurde durch Ihren behandelnden Arzt bereits die Diagnose gestellt. Diese muss nun im Krankenhaus weiter bestätigt werden oder auch etwa eine Therapie eingeleitet werden. Auf Wunsch können Sie auch Zusatzleistungen wie etwa Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung in Anspruch nehmen. Gegen Ende der Krankenhausbehandlung sollten Sie bereits den weiteren Weg Ihrer Behandlung, wie etwa eine ambulante Betreuung planen.

  • Rehabilitationsklinik

    Nach ausgedehnten Operationen im Becken oder bei einem Brustkrebs schließt sich oft eine Rehabilitationsbehandlung an. Die Rehabilitationsbehandlung wird in den meisten Fällen direkt von Ihrem Akutkrankenhaus geplant. Auch die Beantragung wird von dort in die Wege geleitet. Die Rehabilitationsbehandlung kann jedoch auch von Ihrem Hausarzt beantragt werden.

  • Spezialsprechstunde (ambulante Betreuung)

    Bei komplizierten Verläufen, unklaren Krankheitszeichen oder seltenen Erkrankungen erfolgt oftmals eine Vorstellung in einer Spezialsprechstunde eines größeren Krankenhauses oder einer Universitätsklinik. Die Überweisung und Vorstellung werden von einem niedergelassenen Facharzt veranlasst.

Kliniken für Frauenheilkunde

In Deutschland gibt es 821 Kliniken für Frauenheilkunde. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise im Bereich Behandlung im Bereich Frauenheilkunde ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Frauenheilkunde zu finden.

  1. Charité - Universitätsmedizin Berlin

    Viele Fälle im Bereich Frauenheilkunde
    • Frauenheilkunde
      5.265 Fälle in 5 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      3.011 Betten
    • Zertifiziertes Zentrum für Frauenheilkunde
      Gynäkologisches Tumorzentrum (CBF) im Charité Comprehensive Cancer Center
    • Universitätsklinikum
    5 Fachabteilungen für Frauenheilkunde:
    • Anmerkung der Abteilung: Anästhesiologie, Intensivmedizin, Schmerztherapie, Palliativmedizin.

  2. Universitätsklinikum Tübingen

    Viele Fälle im Bereich Frauenheilkunde
    • Frauenheilkunde
      3.915 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      1.585 Betten
    • Zertifiziertes Zentrum für Frauenheilkunde
      Gynäkologisches Krebszentrum Tübingen
    • Universitätsklinikum
    • Hohe Patientenzufriedenheit
      Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse
    2 Fachabteilungen für Frauenheilkunde:
  3. Klinikum Südstadt Rostock

    Viele Fälle im Bereich Frauenheilkunde
    • Frauenheilkunde
      3.272 Fälle in 2 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      513 Betten
    • Zertifiziertes Zentrum für Frauenheilkunde
      Universitäts-Gynkrebszentrum Rostock
    2 Fachabteilungen für Frauenheilkunde:
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