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Darmkrebs

Darmkrebs (kolorektales Karzinom) bezeichnet eine Krebserkrankung im Bereich des Dickdarms sowie des Rektums. Der westliche Ernährungs- und Lebensstil sowie auch genetische Faktoren erhöhen das Risiko für einen Darmkrebs. Eine Früherkennung etwa durch eine Darmkrebsvorsorge ist daher von enormer Bedeutung, da Vorstufen sehr gut behandelt werden können. Neben einer chirurgischen Therapie kann eine Behandlung je nach Stadium und Ausprägung mit chirurgischer Entfernung, Bestrahlung sowie Chemotherapie behandelt werden. Die Therapie der Erkrankung gehört auf jeden Fall in die Hand eines Netzwerkes von Spezialisten, die interdisziplinär zusammenarbeiten.

Welche Symptome bemerke ich bei Darmkrebs?

Darmkrebs fällt in den Frühstadien nicht auf. Aus diesem Grund ist die Darmkrebsvorsorge von enormer Bedeutung. Diese sollte ab einem bestimmten Alter oder bei bekannten Vorerkrankungen regelmäßig durchgeführt werden. Mit einer Darmspiegelung können Frühstadien erkannt werden und gleichzeitig in der Sitzung meist auch behandelt werden, wie etwa durch eine Abtragung von Adenomen.
In späteren Stadien zeigen sich oft folgende Symptome:

  • Veränderungen in den Stuhlgewohnheiten
  • Blutabgänge
  • Leistungsabfall
  • sogenannte B-Symptomatik (Nachtschweiß, Gewichtsabnahme)
  • Bauchschmerzen
  • Im Spätstadium Darmverschluss

Welche Diagnostik wird bei Darmkrebs durchgeführt?

Bei Verdacht auf einen Darmkrebs wird als Goldstandard eine Darmspiegelung mit gleichzeitiger Probenentnahme (Biopsie) durchgeführt. Aus der Probeentnahme werden umfangreiche pathologische Untersuchungen durchgeführt, die gleichzeitig eine Diagnose ermöglichen. Bestätigt sich der Verdacht, werden zusätzliche Untersuchungen durchgeführt, um die Ausbreitung des Darmkrebses zu bestimmen. Hierzu gehören:

  • Ultraschall des Bauchraumes (Abdomensonographie)
  • Röntgen-Untersuchung des Brustraumes (Röntgen-Thorax)
  • Bestimmung von Tumormarkern im Blut (z.B. CEA-Wert)
  • Abhängig von Befund: Computertomographie von Bauchraum, Becken und Brustkorb
  • Gegebenenfalls: PET-CET, MRT, Schädel-Kernspintomographie

Welche Risikofaktoren sind bei Darmkrebs bekannt?

Folgende Faktoren können das Risiko für die Entwicklung eines Darmkrebses deutlich erhöhen:

  • Fettreiche, balaststoffarme Ernährung
  • Fleischreiche Ernährung
  • Rauchen, Alkohol
  • Fettleibigkeit
  • Darmkrebs in der Familie
  • Verschiedene bekannte genetische Veränderungen wie etwa beim familiären Polyposis-Syndrom (z.B. Peutz-Jeghers-Syndrom) oder hereditären nicht-polypösen Kolonkarzinom-Syndrom (HNPCC)
  • Erhöhte Anzahl an „Krebsvorstufen“, sogenannte kolorektale Adenome
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Andere Krebserkrankungen
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

Welche Therapie wird bei Darmkrebs durchgeführt?

Durch eine umfangreiche Diagnostik wird zunächst das genaue Stadium der Krebserkrankung bestimmt. Im nächsten Schritt werden diese Befunde individuell in einer Konferenz mit verschiedenen Spezialisten (das sogenannte Tumorboard) besprochen. Das Ziel dieser Konferenz ist es, die verschiedenen Sichtweisen, die aktuellen Leitlinien sowie die Befunde des Patienten zusammenzuführen und eine optimale Therapie für den Patienten festzulegen. Auch bei Befundänderungen werden die Fälle sehr oft erneut in dem Tumorboard besprochen.
Abhängig vom Stadium kommen folgende Therapien in Betracht:

  1. Chirurgische Entfernung
  2. Chemotherapie (5-FU, Oxaliplatin, Irinotecan, Bevacizumab)
  3. Strahlentherapie

Welche Nachsorgeuntersuchungen werden bei Darmkrebs durchgeführt?

Nach einer Darmkrebserkrankung wird bei Ihnen regelmäßig eine Nachuntersuchung durchgeführt. Die Frequenz der Nachuntersuchungen hängt auch von Ihrem individuellen Befund sowie der Ausdehnung der Krebserkrankung ab. Neben Blutuntersuchungen werden dabei häufig eine Darmspiegelung sowie gegebenenfalls auch eine bildgebende Untersuchung (CT, MRT) durchgeführt. Diese Untersuchungen sind sehr wichtig, da ein Großteil der Rezidive in den ersten Jahren nach der Krebserkrankung auftreten.

Was kann ich tun, um mich vor Darmkrebs zu schützen?

Als präventiv gelten folgende Faktoren:

  1. Viel körperliche Bewegung
  2. Balaststoffreiche Ernährung
  3. Viel Obst und Gemüse
  4. Wenig Fleisch

Unserer Ratgeber aus dem Bereich Magen-Darm-Erkrankungen

In folgenden Ratgebern stellen wir aktuelle Behandlungsmethoden vor und zeigen Ihnen, welche Krankenhäuser und Experten sich auf Magen-Darm-Erkrankungen spezialisiert haben.

Kliniken für Darmkrebs

In Deutschland gibt es 1069 Kliniken für Darmkrebs. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise bei der Behandlung von Darmkrebs ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Darmkrebs zu finden.

  1. München Klinik Neuperlach

    Viele Fälle im Bereich Darmkrebs
    • Darmkrebs
      1.417 Fälle in 3 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      545 Betten
    • Zertifiziertes Zentrum für Darmkrebs
      Darmzentrum am Klinikum Neuperlach
    3 Fachabteilungen für Darmkrebs:
    • Anmerkung der Abteilung: Durchführung aller Modalitäten zur medikamentösen Tumorbehandlung (i. v.-Chemotherapie, Antikörpertherapie, endokrine Therapie, Bluttransfusionen), Tumordiagnostik incl. komplexe-Staging-Diagnostik, Knochenmarksdiagnostik, supportive und symptomierte Behandlung incl. Analgeticapumpe.

  2. Charité - Universitätsmedizin Berlin

    Viele Fälle im Bereich Darmkrebs
    • Darmkrebs
      1.012 Fälle in 10 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      3.011 Betten
    • Zertifiziertes Zentrum für Darmkrebs
      Interdisziplinäres Darmkrebszentrum der Charité
    • Universitätsklinikum
    10 Fachabteilungen für Darmkrebs:
    • Anmerkung der Abteilung: Patienten aller Bereiche der Hämatologie, Onkologie und Hämostaseologie insbesondere auch zur spezifischen Transfusionstherapie.

  3. Klinikum Augsburg

    Viele Fälle im Bereich Darmkrebs
    • Darmkrebs
      959 Fälle in 4 Fachabteilungen
    • Großes Krankenhaus
      1.531 Betten
    • Zertifiziertes Zentrum für Darmkrebs
      Darmzentrum Klinikum Augsburg (DZKA)
    • Universitätsklinikum
    4 Fachabteilungen für Darmkrebs:
Alle Kliniken für Darmkrebs
Kriterien der Klinikbewertung

Kriterien für das Qualitätssiegel Darmkrebs

Klinikradar verleiht Darmkrebszentren das Qualitätssiegel Top-Klinik für Darmkrebs, wenn diese große Erfahrung und herausragende Qualität nachweisen können. Grundlage dieses Siegels sind offizielle und nachweisbare Kennzahlen.

  • Zertifizierung: Die Kliniken müssen von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) oder europäischen Gesellschaften als Darmkrebszentrum zertifiziert worden sein. Dadurch ist gewährleistet, dass sie etablierte Prozesse durchführen und diese regelmäßig evaluiert werden. In der Klinik besteht eine enge Zusammenarbeit von den Fächern Chirurgie, Innere Medizin, Pathologie, Radiologie, Nuklearmedizin sowie Palliativversorgung. Zudem wird in diesen Zentren regelmäßig ein interdisziplinäres Tumorboard zur Besprechung der Patientenfälle durchgeführt.
  • Hohe Erfahrung: Die Klinik verfügt über besonders hohe Expertise in der Behandlung von Darmkrebs. In die Wertung fließen neben den Fallzahlen (ICD-10 C18, C19, C20) auch die medizinische Ausstattung und die wissenschaftliche Reputation inklusive Teilnahme an klinischen Studien ein. (Quelle: Qualitätsberichte des Gemeinsamen Bundesausschusses, Clinicaltrials).
  • Nachversorgung: In der Klinik sind Nachversorgungskonzepte nach der Operation etabliert und die Klinik stellt Patienten Informationen und Hilfsmittel zur Verfügung (Quelle: Qualitätsberichte des Gemeinsamen Bundesausschusses, Außendarstellung der Klinik)
  • Hygienekonzept und Qualitätsmanagementsystem: Das Klinikum muss belegen, dass sowohl ein Sicherheits- und Hygienekonzept als auch ein Qualitätsmanagementsystem existieren. (Quelle: G-BA)
  • Patientenzufriedenheit: Das Darmkrebszentrum wird überdurchschnittlich oft weiterempfohlen und hat besonders zufriedene Patienten (Quelle: Klinikbewertungsportale)

Kliniken für Darmkrebs nach Bundesland

Kliniken für Darmkrebs in deutschen Großstädten

Tageskliniken für Darmkrebs

Eine Tagesklinik für Darmkrebs kann eine sinnvolle Alternative zu einem stationären Aufenthalt sein. Patienten werden in einer Tagesklinik mit Spezialisierung auf Darmkrebs von Montag bis Freitag tagsüber von Fachärzten behandelt, verlassen die Klinik aber ab dem späten Nachmittag und übernachten zu Hause. Die Patienten der Tagesklinik werden so nicht aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen, können aber trotzdem die Behandlungsmöglichkeiten im Bereich Darmkrebs wahrnehmen.

  1. Ambulanz und Tagesklinik der Universitäts-Kinder- und Jugendklinik Rostock

    Wenige Fälle im Bereich Darmkrebs
    • Darmkrebs
      31 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
      47 Betten
    • Tagesklinik
    • Universitätsklinikum
    Fachabteilung für Darmkrebs:
  2. Marienhospital Letmathe

    Wenige Fälle im Bereich Darmkrebs
    • Darmkrebs
      18 Fälle
    • Kleines Krankenhaus
    • Tagesklinik
    Fachabteilung für Darmkrebs:

Kliniklisten: Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen

Mit unserer Kliniksuche finden Sie auch in anderen Bereichen des Fachgebiets Magen-Darm-Erkrankungen empfehlenswerte Spezialkliniken: