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Alles zum Thema Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion macht sich meist durch Symptome wie Unruhe, Schwitzen, Gewichtsverlust bemerken. Manchmal treten auch Herzrythmusstörungen auf. Da hinter diesen Zeichen verschiedene Erkrankungen stecken kann, ist eine ausführliche Diagnostik notwendig. Dieser Ratgeber führt Sie durch Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung. 

Wie wird die Erkrankung erkannt?

Bei der gründlichen Untersuchung der Schilddrüse dürfen neben der ausführlichen Patientenbefragung (Anamnese) und körperlichen Untersuchung auch bestimmte Laborwerte nicht fehlen. Zu denen gehört nicht nur das TSH (Thyreoidea stimulierendes Hormon), welches häufig als erstes auch in der hausärztlichen Praxis bestimmt wird, sondern auch die aktiven Schilddrüsenhormone wie das fT4 (Thyroxin) und das fT3 (Trijodthyronin), wobei das fT3 das „eigentlich aktive“ Hormon im Körper ist. Ist das TSH deutlich zu niedrig (die Medizin spricht von „supprimiert“), dann ist das ein Zeichen für eine Überfunktion der Schilddrüse. Sind dann die Schilddrüsenhormone fT3 und fT4 auch erhöht, ist die Diagnose Schilddrüsenüberfunktion gesichert. Die Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion sind vielfältig. 

Welche Symptome sind für die Erkrankung typisch?

Symptome der Überfunktion sind:

  • Nervosität
  • Gewichtsverlust
  • Durchfall
  • Vermehrtes Schwitzen
  • Stimmungsschwankungen (Reizbarkeit, Aggressivität)
  • Tremor
  • Zyklusstörungen bei der Frau
  • Symptome der endokrinen Orbitopathie (Hervortreten der Augäpfel, Doppelbilder, Beeinträchtigung des Sehvermögens)
     

Welche Ursachen für eine Schilddrüsenüberfunktion gibt es?

Die häufigste Ursache für eine Schilddrüsenüberfunktion ist die Basedowsche Krankheit, auch Morbus (M. = Morbus = Erkankung) Basedow genannt. Hierbei bildet der Körper Antikörper gegen die körpereigenen Teile der Schilddrüse. In dem Fall gegen den TSH-Rezeptor. Das regt die Schilddrüse dazu an, vermehrt Hormone zu bilden und zu wachsen. Daher kommt es zur Struma und zur Überfunktion. Dies betrifft die gesamte Schilddrüse, nicht nur einen Teil. Bei etwas mehr als der Hälfte der Betroffenen mit M. Basedow treten noch zusätzliche Symptome wie die endokrine Orbitopathie – die Entzündung der Augenhöhle auf.

Bei der Überfunktion der Schilddrüse kann auch ein Bereich der Schilddrüse (autonomes Adenom) oder mehrere Bereiche der Schilddrüse (multifokale/disseminierte Autonomie) zu viel Schilddrüsenhormone produzieren, ohne dass die Basedow-typischen Antikörper vorhanden sind. Die Ursachen hierfür sind ungeklärt, manchmal führt die Zufuhr einer großen Menge Jod (z.b. bei Kontrastmittelgabe während einer Untersuchung) dazu, dass die Überfunktion erkannt wird. Diese autonomen Bereiche der Schilddrüse produzieren ihre Hormone unabhängig (autonom) vom normalerweise vorhandenen Regelkreis der Hormone und dadurch entsteht die Überfunktion.

Welche Therapien werden bei Schilddrüsenüberfunktion durchgeführt?

Die Überfunktion der Schilddrüse kann und sollte zunächst mit Medikamenten behandelt werden. Wenn diese Medikamente allerdings schlecht vertragen werden oder nicht den gewünschten Erfolg zeigen, oder aber die Überfunktion immer wieder auftritt, dann sollte über eine endgültige, definitive Therapie der Überfunktion nachgedacht werden. Je nach Größe der Schilddrüse und Auftreten von Begleiterkrankungen (endokrine Orbitopathie) sollte dann die Operation empfohlen werden.

Operativ wird entweder der entsprechende Knoten entfernt (z.B. bei einem autonomen Adenom), oder aber die gesamte Schilddrüse (z.B. bei M. Basedow) mit entsprechenden Risiken der Operation, wie der Verletzung des Stimmbandnervens. Es kann auch in vielen Fällen die Radiojodtherapie empfohlen werden, hierbei wird der Patientin oder dem Patienten eine winzige Menge radioaktiv-markiertes Jod in Tablettenform gegeben, dieses Jod lagert sich automatisch in der Schilddrüse an und zerstört Teile davon durch die Innere „Bestrahlung“. Betroffene müssen für einige Tage in speziellen Zimmern in Quarantäne und sollten keinen Kinderwunsch haben. Ob die Radiojodtherapie oder die Operation sinnvoller ist, muss individuell mit der Patientin oder dem Patienten diskutiert werden. Vor einer Operation sollte die Vorstellung in der Nuklearmedizin erfolgen um die Vor- und Nachteile einer Radiojodtherapie zu besprechen. Idealerweise sollte zudem entsprechend vor einer geplanten Radiojodtherapie die Vorstellung in der Chirurgie erfolgen und das Pro- und Kontra der Operation diskutiert werden. 


Dieses gemeinsame Vorgehen hilft dabei, die idealen Behandlungs-Ergebnisse für die Betroffenen zu erzielen. 
 

Kliniken mit Erfahrungen im Bereich von Schilddrüsenoperationen finden Sie auch auf unserer Klinikliste für Schilddrüsenoperationen

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