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Augenlasern

Augenlasern ist eine Methode der Augenchirurgie zur Behandlung von Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung. Unter das Gebiet Augenlasern fallen verschiedene Behandlungsmethoden wie etwa LASIK, PRK und LASEK.

Dieser Ratgeber auf einen Blick:

  1. Erkrankungen
  2. Methoden
  3. Risiken
  4. Ablauf
  5. Kliniken

Bei welchen Erkrankungen ist Augenlasern zur Behandlung geeignet?

Fehlbildungen des Auges sind meist angeboren. Der Augapfel ist zu lang oder zu kurz, die Hornhaut nicht optimal gekrümmt. Augenlasern kann bei Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit sowie bei einer Hornhautverkrümmung helfen.

  • Kurzsichtigkeit (Myopie)

    Menschen, die kurzsichtig sind, können in der Nähe scharf sehen. Bei weiter entfernten Dingen haben sie Schwierigkeiten, diese zu erkennen. Kurzsichtige kneifen häufig die Augen zusammen, um die Sicht in die Ferne scharfzustellen. Dabei verbiegen sie quasi die Augenlinse. Die Ursache für den Sehfehler ist entweder ein zu langer Augapfel oder eine zu große Brechkraft des betroffenen Auges. Lichtstrahlen, die durch die Pupille in das Auge einfallen, treffen sich nicht exakt auf der Netzhaut, sondern davor. So sehen Menschen mit Kurzsichtigkeit in der Nähe noch scharf. Je weiter ein Gegenstand entfernt ist, desto undeutlicher wird er wahrgenommen.

    Der Augenarzt kann eine Kurzsichtigkeit mit einer Brille oder Kontaktlinsen korrigieren. Operativ gibt es die Möglichkeiten einer Laserbehandlung oder eines Linsenimplantates.

  • Weitsichtigkeit (Hyperopie)

    Weitsichtige Menschen können in der Nähe nur unscharf sehen, haben aber in der Ferne keine Schwierigkeiten mit der Sicht. Der Grund für diesen Sehfehler ist entweder ein zu kurzer Augapfel oder eine insgesamt zu schwache Brechkraft des Auges. Die in das Auge einfallenden Lichtstrahlen treffen sich nicht auf der Netzhaut sondern hinter ihr. Es entsteht ein unscharfes Bild.

    Der Augenarzt kann weitsichtigen Patienten mit einer Brille oder Kontaktlinsen helfen. Zusätzlich kommen operative Methoden wie die Laserbehandlung oder ein Linsenimplantat infrage.

  • Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

    Menschen mit Hornhautverkrümmung haben eine unebene Hornhaut, die es den einfallenden Lichtstrahlen nicht erlaubt, sich in einem Punkt auf der Netzhaut zu treffen. So ist die Brechkraft des Auges an verschiedenen Stellen im Auge unterschiedlich. Zusätzlich kann die Hornhautverkrümmung auch mit Kurz- oder Weitsichtigkeit kombiniert sein.

    Patienten mit Astigmatismus kann der Augenarzt eine Brille oder Kontaktlinsen verordnen. Operativ können eine Laserbehandlung oder ein Linsenimplantat helfen.

Augenlasern und seine unterschiedlichen Methoden

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Augenchirurgie ständig weiterentwickelt. Verschiedene Lasermethoden können Ihnen helfen, im Alltag wieder auf Brille oder Kontaktlinsen zu verzichten. Lesen Sie hier, welches Verfahren für wen geeignet ist und was es jeweils auszeichnet.

  • LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis)

    Im Rahmen der LASIK-Behandlung entsteht eine dünne Hornhautklappe (Flap), die zurückgeschlagen wird. Mit dem Laser erfolgt unterhalb die Korrektur Ihres Sehvermögens. Im Anschluss heilt die Klappe ohne Naht wieder ein und Sie können sich nach einigen Tagen über Ihre neue Sehkraft freuen.

    LASIK eignet sich besonders für Kurzsichtigkeit zwischen - 2 und - 6, eventuell auch bis - 8 Dioptrien, für Weitsichtigkeit und Hornhautverkrümmung bis 4 Dioptrien. Ihre Hornhaut sollte eine Dicke von über 500 µm aufweisen. Idealerweise leiden Sie nicht an einer Augenerkrankung und haben auch keine Neurodermitis im Gesichtsbereich.

  • PRK (photorefraktive Keratektomie)

    Bei der PRK trägt der Operateur bei kurzsichtigen Patienten die Hornhaut schichtweise ab und verschiebt somit den Brennpunkt des fehlsichtigen Auges auf die Netzhaut. Die Methode kann schmerzhaft sein und es kann sich eine Hornhautnarbe bilden. Im Fall der Weitsichtigkeit und der Hornhautverkrümmung wird die Hornhaut nach Bedarf mit dem Laser neu modelliert.

    Die PRK ist für eine Kurzsichtigkeit bis zu - 6 Dioptrien und eine Weitsichtigkeit bis zu 4 Dioptrien, sowie für eine Hornhautverkrümmung anwendbar. Auch hier sollte Ihre Hornhaut eine Dicke von größer 500 µm haben.

  • LASEK (Laser-epitheliale Keratomileusis) oder EPI-LASIK

    Die LASEK- oder EPI-LASIK-Methode kommt mit nur einem Laser aus und ist besonders für Menschen mit einer dünnen Hornhaut oder einer Augenerkrankung geeignet. Hier wird die Hornhaut nicht mit einem Laserschnitt geöffnet, sondern mit Alkohol gelöst.

    Das Laserverfahren wird zur Korrektur von Kurzsichtigkeit bis - 8 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis 4 Dioptrien sowie Hornhautverkrümmung bis 5 Dioptrien eingesetzt. Auch Menschen mit trockenen Augen können von einer sanfteren LASEK profitieren.

Risiken beim Augenlasern

Kein medizinischer Eingriff ist ohne Risiko, auch das Augenlasern nicht. Die Verfahren sind aber teilweise über Jahrzehnte erprobt und recht sicher. Trotzdem weist Ihr Augenarzt Sie auf folgende Risiken hin

  • Infektionen
  • Fehlkorrekturen, die aber häufig erneut operiert werden können
  • Vernarbungen der Hornhaut
  • eingeschränkte Stabilität der Hornhaut
  • Verrutschen oder Verlust der Hornhautklappe
  • Einschränkungen des Dämmerungs- und Nachtsehens
  • trockene Augen über Monate nach dem Eingriff
  • Licht- und Blendeffekte nach der Operation

Wenn Sie aktiv Kontaktsportarten betreiben, sollten Sie von einem Lasereingriff am Auge eher absehen. Lassen Sie sich hierzu von einem Augenarzt beraten.

Was passiert beim Augenlasern?

Wenn Sie wissen, was bei einem Eingriff mit dem Augenlaser auf Sie zukommt, können Sie das Ganze mit viel mehr Ruhe angehen. In den Tagen vor der Behandlung erhalten Sie Augentropfen, die Sie zu Hause nach Anweisung des Arztes anwenden. Am Tag der Laserbehandlung werden Sie in der Klinik auf den Eingriff vorbereitet. Sie bekommen zum Beispiel eine Haube, einen Kittel und Betäubungstropfen für die Augen. Im Behandlungsraum legen Sie sich auf eine Liege. Nachdem Ihre Augen erneut mit Tropfen betäubt wurden, wird Ihr Gesicht steril abgedeckt und der Arzt setzt einen Lidhalter ein, um das Auge während der Laserbehandlung offen zu halten.

Eine Augenlaser-Behandlung zielt darauf ab, die Hornhaut des Auges so umzuformen, dass die Sehschärfe so optimal wie möglich eingestellt wird. Zu diesem Zweck benutzt der Operateur verschiedene Laserstrahlen. Je nach Behandlungsmethode wird die Hornhaut mit dem Laser oder mit einer Alkohollösung eröffnet. Dann arbeitet der Excimerlaser in der Behandlungszone und korrigiert die Brechkraft der Hornhaut.

Nach Beendigung der Behandlung erhalten Sie bei Bedarf eine Schutzkontaktlinse, die als Verband fungiert. Eine kurze Zeit lang bleiben Sie zur Überwachung noch in der Augenklinik, dann dürfen Sie nach Hause gehen. Eine Sonnenbrille kann Ihnen bei Blendempfindlichkeit helfen. Weitere Anweisungen und Augentropfen für die ersten Tage erhalten Sie von Ihrem Augenarzt.

Unserer Ratgeber aus dem Bereich Augenheilkunde

In folgenden Ratgebern stellen wir aktuelle Behandlungsmethoden vor und zeigen Ihnen, welche Krankenhäuser und Experten sich auf Augenheilkunde spezialisiert haben.

Kliniken für Augenlasern

In Deutschland gibt es 74 Kliniken für Augenlasern. Klinikradar hat die neusten offiziellen Qualitätsdaten aller Krankenhäuser ausgewertet und Kliniken mit besonders hoher Expertise bei der Behandlung mit Augenlasern ermittelt. Vergleichen Sie Kennzahlen und Behandlungsangebot, um die für Sie beste Klinik für Augenlasern zu finden.

  1. Klinikum der Universität München

    Viele Fälle im Bereich Augenlasern
    • Augenlasern
      1.348 Fälle
    • Großes Krankenhaus
      2.058 Betten
    • Universitätsklinikum
    Fachabteilung für Augenlasern:
  2. Universitätsklinikum Erlangen

    Viele Fälle im Bereich Augenlasern
    • Augenlasern
      1.277 Fälle
    • Großes Krankenhaus
      1.394 Betten
    • Universitätsklinikum
    • Hohe Patientenzufriedenheit
      Patientenbefragung der Techniker Krankenkasse
    Fachabteilung für Augenlasern:
    • Anmerkung der Abteilung: 1) Cataractextraktion mit dem Femto- und Nanosekundenlaser 2) Refraktive Chirurgie mit Excimer- und Femtosekundenlaser 3) Argonlaserkoagulation der Netzhaut 4) Diodenlaserkoagulation des Ziliarkörpers.

  3. Krankenhaus Sulzbach

    Viele Fälle im Bereich Augenlasern
    • Augenlasern
      992 Fälle
    • Mittelgroßes Krankenhaus
      290 Betten
    Fachabteilung für Augenlasern:
    • Anmerkung der Abteilung: Femtolaserchirurgie, Durchführung von Lasertherapie an der Netzhaut bei Verschlüssen, Diabetes, Makuladegeneration, Aneurysmata, Nachstar-OP, Erstellung eines zusätzlichen Abflusses bei Glaukom (Iridotomie), Durchführung refraktiver Eingriffe (Photorefraktive Keratektomie, LASEK).

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Kliniklisten: Behandlungen in der Augenheilkunde

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