Alles zum Thema Schilddrüsenoperationen

Wenn die Ärztin oder der Arzt mitteilt: „Sie müssen an der Schilddrüse operiert werden“, dann ist das für viele Betroffene eine Situation, die weitere Fragen aufwirft. Zum Beispiel: Warum ist das nötig? Und was wird da überhaupt operiert? In diesem Artikel sollen diese Fragen geklärt werden. 

Spezialisten
Klinikradar-Spezialisten für Schilddrüsenoperationen

Eine Schilddrüsenoperationen wird etwa bei folgenden Erkrankungen durchgeführt:

Schilddrüsenoperation bei Struma

Der häufigste Grund für eine Operation ist die deutliche Vergrößerung der Schilddrüse – oft mit Knotenbildung – , die zu verschiedenen Problemen führen kann. Symptome wie Engegefühl am Hals, Schluckbeschwerden, Druckgefühl oder auch Schmerzen sind Zeichen einer vergrößerten Schilddrüse. Bei diesen Symptomen werden weitere Untersuchungen veranlasst. Hierzu gehört neben der Untersuchung der Schilddrüsenhormone in der Regel auch eine Ultraschall-Untersuchung (Sonografie) und eine Stoffwechsel-Untersuchung (Szintigrafie) der Schilddrüse. Manchmal können auch noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden. 

Bestätigt sich in diesen Untersuchungen, dass die Schilddrüse vergrößert ist, besteht die Diagnose der sogenannten „Struma“. Die ist also einer Vergrößerung der Schilddrüse. Aufgrund des verdrängenden Wachstums am Hals entstehen dann die Probleme Engegefühl, Schluckbeschwerden und Druckgefühl. In diesem Fall wird mit der Ärztin oder dem Arzt gemeinsam die Entscheidung getroffen, die Operation zu planen.

Häufig betrifft dies nicht die gesamte Schilddrüse, sondern nur einen Teil.  Dies kann zum Beispiel nur eine Hälfte der Schilddrüse (ein Schilddrüsenlappen) sein. Dann wird die Hälfte der Schilddrüse oder auch nur der entsprechende Knoten entfernt. Der verbleibende Schilddrüsenteil und ggf. die Funktion der Schilddrüse bleibt erhalten. 
 

Schilddrüsenoperation bei Verdacht auf bösartigen Tumor

Ein weiterer Grund, eine Schilddrüsen-Operation zu veranlassen, ist der Verdacht auf einen bösartigen Tumor in der Schilddrüse. Dieser Verdacht gründet sich zum Beispiel auf einen schnell an Größe zunehmenden Schilddrüsenknoten oder einen Knoten, der im Ultraschall bestimmte „verdächtige“ Muster zeigt.

Ein einfacher Verdacht auf Bösartigkeit des Knotens im Ultraschall reicht aber nicht aus, um eine Operation zu veranlassen. Es werden in der Regel auch noch Stoffwechsel-Untersuchungen (Szintigrafie) der Schilddrüse durchgeführt und auch spezielle Laborwerte bestimmt. Hierzu gehören dann nicht nur die o.g. Schilddrüsenhormone, sondern auch mögliche Tumormarker, wie das Thyreoglobulin und das Calcitonin. Das Thyreoglobulin kann aber auch bei Personen erhöht sein, die lediglich eine Vergrößerung der Schilddrüse zeigen. Es ist also nicht sehr spezifisch. Das Calcitonin hingegen ist sehr spezifisch für das Medulläre Schilddrüsenkarzinom – einer sehr seltenen Form des Schilddrüsenkrebses. In der Schilddrüsen-Szintigrafie fallen bösartige Knoten als sogenannte „kalte Knoten“ auf. Das heisst, dass sie wenig Jod speichern und damit eher kein normales Schilddrüsengewebe enthalten – denn dieses speichert Jod sehr intensiv. 


Sollte sich nach Vorlage entsprechender Untersuchungen ein Verdacht auf einen bösartigen Tumor stellen, wird dann entweder gemeinsam mit den Betroffenen direkt die Operation geplant, oder aber zunächst eine kleine Probe aus dem verdächtigen Knoten entnommen. Dies nennt sich Feinnadelaspirationszytologie (FNA) und kann noch genauer eingrenzen, um was für einen Knoten in der Schilddrüse es sich handelt. 

In manchen Fällen wird direkt der bösartige Schilddrüsentumor diagnostiziert. Leider können selbst all diese komplexen Untersuchungen gemeinsam aber oft nur zu Vermutungen führen. Es ergibt sich aus den Untersuchungen dann eine bestimmte Wahrscheinlichkeit (sehr unwahrscheinlich bis ziemlich wahrscheinlich), dass ein Schilddrüsenkrebs vorliegt. Und um den Verdacht auf Schilddrüsenkrebs entsprechend bestätigen – oder widerlegen zu können, wird die Operation durchgeführt. Im selben Moment wird durch die Entfernung der kompletten oder hälftigen Schilddrüse der Tumor entsprechend entfernt und damit schon behandelt. Da sehr viele Menschen in Deutschland an unklaren Schilddrüsenknoten leiden, wird entsprechend häufig der Verdacht auf Schilddrüsenkrebs gestellt.

Zum Glück für die Betroffenen wird oft aber nur eine mögliche Vorstufe eines bösartigen Tumors gefunden. Je nach Strategie wird bei der Operation nur der Betroffene Schilddrüsenlappen entfernt oder aber gleich die gesamte Schilddrüse mit Hals-Lymphknoten in dem Bereich. 
 

Schilddrüsenoperation bei Schilddrüsenüberfunktion

Einen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten bei Schilddrüsenüberfunktion erhalten Sie in unserem Ratgeber Schilddrüsenüberfunktion

Welche Krankenhaus wähle ich für meine Schilddrüsenoperation?

Bei der Suche nach dem Krankenhaus hilft Ihnen Klinikradar. Unter unserer Klinikliste finden Sie eine Auswahl der Krankenhäuser, die Schilddrüsenoperation durchführen. Die Anzahl der durchgeführten Operation gibt Ihnen einen Hinweis auf die Erfahrung der einzelnen Abteilungen im Bereich der Schilddrüsenoperation.

Links zu relevanten Seiten
Passend zu Ihrer Suche könnten Sie auch diese Seiten interessieren
Gefördert durch Bayerisches Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
Förderung: StartZuschuss, Gründerland Bayern
© 2022 Innomeda GmbH