Klinikradar

Behandlung in Privatkliniken bei psychischen Erkrankungen

29.03.2022

Die Behandlungsmöglichkeiten bei psychischen Erkrankungen sind vielfältig. Die Behandlungskonzepte sind unter anderem auf die jeweilige Erkrankung abgestimmt. Zudem sollten diese jedoch auch auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten ausgelegt sein. Neben verschiedenen Versorgungsformen (ambulant, stationär, Tagesklinik, Rehabilitation) stehen auch spezialisierte Privatkliniken oder auch eine Privatstation für verschiedene Behandlungsfelder zur Verfügung.

Wie unterscheidet sich die Behandlung in einer Privatklinik?

Ähnlich wie viele Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken sind auch Privatkliniken meist auf eine bestimmte Art von Erkrankung spezialisiert, etwa Depression oder eine Suchterkrankung. Oftmals stehen in einer Privatklinik ein erweitertes Rahmenprogramm (Umgebung, Ausstattung, kulturelles Programm), engmaschigere Therapieangebote (etwa spezielle Sportprogramme, tiergestützte Therapie, Stressbewältigung- und Resilienzprogramme) oder spezielle Anforderungen (Verpflegung, Unterbringung von Angehörigen / Tieren) zur Verfügung. Zusätzlich unterscheiden sich die Privatkliniken auch darin, ob eine akutstationäre Krankenhausbehandlung durchgeführt werden kann.

Welche Erkrankungen werden in einer Privatklinik behandelt?

Wie alle Krankenhäuser unterscheiden sich auch hier die Privatkliniken selbst. Einige Privatkliniken bieten ein breites Behandlungsspektrum von psychischen Erkrankungen, manche Privatkliniken haben sich nur auf ein spezielles Spektrum von Erkrankungen spezialisiert. Aus diesem Grund bieten wir auf unseren Privatkliniklisten einen Überblick über die angebotenen Behandlungsmöglichkeiten. Im Bereich der psychischen Erkrankungen werden in Privatkliniken meist folgende Erkrankungen behandelt:

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Wer übernimmt die Kosten für eine Behandlung in einer Privatklinik?

Die Kostenübernahme hängt von Ihrem Vertrag bei der privaten Krankenversicherung ab. Werfen Sie am besten einen Blick in Ihre Vertragsunterlagen und fragen Sie direkt bei der Krankenversicherung nach. Zusätzlich kann der Aufenthalt auf Selbstzahlerbasis erfolgen. Behandlungen in Einrichtungen, die nach den Beihilfevorschriften akutstationäre Krankenhausbehandlungen durchführen, können auch beihilfefähig sein.

Können auch gesetzlich versicherte Patienten in Privatkliniken behandelt werden?

Ja. Auch gesetzlich versicherte Patienten können in Privatkliniken behandelt werden. Hierzu muss jedoch eine medizinische oder soziale Indikation vorliegen, die entsprechend begründet wird. Zudem muss gewährleistet werden, dass die Versorgungsqualität in der gleichen Qualität wie in jedem Krankenhaus durchgeführt wird (Regelung im Sozialgesetzbuch). Im Vorfeld müssen Sie hierfür jedoch eine Genehmigung durch die gesetzliche Krankenkasse einholen. Kosten, die in einem regulären Krankenhaus angefallen wären, werden dann durch die gesetzliche Krankenkasse erstattet. Der Differenzbetrag kann entweder über eine private Zusatzversicherung oder auf Selbstzahlerbasis übernommen werden. Wichtig ist auf jeden Fall anzumerken, dass vorher eine Genehmigung durch die Krankenkasse eingeholt wird. Sprechen Sie daher sowohl mit dem Patientenmanagement der gewünschten Klinik sowie Ihrer Krankenkasse. Hier können Ihnen weitere Informationen über den Ablauf gegeben werden.