Kliniksuche

Kliniken für Künstliches Hüftgelenk

Künstliches Hüftgelenk wird auch Hüftendoprothetik, Implantation einer Endoprothese am Hüftgelenk oder Hüftgelenkersatz genannt.

Filtern nach:
  • Qualität
  • Ausstattung und Service
  • Medizinische Geräte
Filter aktualisieren
1216 Kliniken
Filtern

Künstliches Hüftgelenk – Was Sie vor der Klinikauswahl wissen müssen

Schmerzen beim Gehen, starke Einschränkungen im Beruf, Haushalt sowie in der Freizeit. All das kommt Patienten mit einer Hüftgelenksarthrose sehr bekannt vor. Nehmen die Beschwerden immer weiter zu und kann durch konservative Methoden keine Linderung erzielt werden, fällt oft die Entscheidung für ein künstliches Hüftgelenk. Erfahren Sie jetzt mehr über das Hüftgelenk, Hüftgelenksarthrose sowie den Einsatz des künstlichen Hüftgelenks. Was macht eine Operation besonders? Welche Faktoren sind für die Auswahl der Klinik wichtig?

Wie ist das Hüftgelenk aufgebaut?

Das Hüftgelenk ermöglicht uns die freie Bewegung der Beine und ist ein entscheidender Baustein der Fortbewegung. Aufgebaut ist das Hüftgelenk als Kugelgelenk und wird durch eine Hüftpfanne sowie den Hüftkopf gebildet. Beide knöchernen Strukturen sind von einem Knorpel überzogen, der Stöße abfängt und gleichzeitig auch eine ausgesprochen reibungsarme Bewegung ermöglicht. Dieses Gelenk wird von einer straffen Kapsel sowie einer kräftigen Muskelschicht umgeben. Neben den Muskeln sind in der Umgebung sowohl auf der Vorder- wie auch auf der Rückseite wichtige Nerven und Blutgefäße zu finden, die die Versorgung des kompletten Beines übernehmen. Besonders häufig von Problemen betroffen ist die bereits genannte Knorpelschicht. Diese macht nun mit zunehmendem Alter Probleme.

Hüftarthrose – ein Problem des Knorpelüberzuges

Die Hüftarthrose ist die häufigste Erkrankung des Hüftgelenks. Wir erinnern uns, das Hüftgelenk besteht aus den beiden knöchernen Bestandteilen: Hüftkopf sowie Hüftpfanne. Beide sind mit einem Knorpel überzogen, der für eine reibungsarme Bewegung sorgt. Genau hier entsteht mit der Zeit das Problem. Bei der Arthrose wird dieser Knorpelüberzug mit der Zeit abgerieben, das Gelenk verliert seine genaue Form, „läuft unrund“, es bilden sich durch die ungenaue Bewegung Ablagerungen durch Knochenmaterial. Genau diese Ablagerungen bemerken Sie nun mit der Zeit als Schmerzen. Die Schmerzen äußern sich zu Beginn zunächst als sogenannte Anlaufschmerzen, also bei Beginn der Bewegung. Mit der Zeit werden diese auch in Ruhe immer schlimmer. Zu Beginn der Erkrankung können konservative Methoden (z. B. Stärkung der Muskulatur, Wassergymnastik, entzündungshemmende Medikamente, gegebenenfalls Gewichtsabnahme) durchaus eine Linderung bringen. Oft nehmen die Schmerzen jedoch mit der Zeit zu, werden belastender und beeinträchtigen den Tagesablauf immer mehr. Zu diesem Zeitpunkt werden sie oft vom Arzt mit der Empfehlung eines künstlichen Hüftgelenkes konfrontiert. In diesem Bereich hat sich in den letzten Jahren viel getan.

Das künstliche Hüftgelenk – Wie verläuft die Operation?

Das Problem der Hüftarthrose besteht darin, dass der Knorpelüberzug auf Hüftpfanne sowie Hüftkopf über die Zeit abgerieben ist. Die Operation ist heutzutage eine Standardoperation und die Operationstechniken werden zunehmend mit weniger invasiven Methoden durchgeführt. Wie bereits beschrieben, wird das Hüftgelenk von einer großen Schicht an Muskeln umschlossen. Zunächst müssen diese also zur Seite gedrängt werden. Es existieren verschiedene Möglichkeiten des Zugangs zum Hüftgelenk, diese hängen von den Begleitumständen (z. B. Körpergewicht, Anatomie) ab. Durch die Operation wird bei einem totalen Hüftgelenkersatz sowohl der Hüftkopf wie auch die Hüftpfanne durch eine Prothese ersetzt. Hierzu existieren verschiedene Materialien, heute werden meist zementfreie Implantate aus Titan verwendet. Die Operation ist in der Regel binnen zwei Stunden abgeschlossen. Bereits sehr rasch nach der Operation ist eine Mobilisation und auch Therapie durch die Physiotherapie geplant. Wie jede Operation, birgt auch der Hüftgelenksersatz besondere Risiken.

Risiken durch das künstliche Hüftgelenk – dies sollten Sie wissen

Beim Einsatz des künstlichen Hüftgelenks wird die alte Gelenkpfanne sowie der Gelenkkopf entfernt und durch ein neues Material, sprich Fremdmaterial ersetzt. Hier kann man sich gut vorstellen, dass durch den Austausch mit fremdem Material eine Infektion mit Bakterien möglich ist. Dies kann zu einem großen Problem führen und gegebenenfalls einen weiteren Austausch und eine längere stationäre Versorgung nötig machen. Vorerkrankungen wie etwa Diabetes können dieses Risiko erhöhen. Viele Untersuchungen und Maßnahmen vor/während der Hüftgelenks-OP sowie während der Zeit im Krankenhaus dienen genau der Verhinderung dieser Infektion. Sie selber können auch dazu beitragen, nämlich, indem sie bereits vor und nach der Operation neben der Umsetzung der Wundhygiene auf eine regelmäßige und gute Zahnhygiene achten. Denn auch hier liegen Risiken.

Neben der Infektion wird der Operateur besonders auf eine schonende Operationstechnik achten, denn im Umgebungsgebiet des Hüftgelenkes ziehen zahlreiche wichtige Nerven und Gefäße. Doch auch die eingesetzten Prothesen können im Laufe der Zeit Probleme bereiten: sie können sich vorzeitig lockern oder auch einzelne Teilchen freisetzen. Durch die ständige Weiterentwicklung ist ein Bruch des Materials selten geworden. Sie als Patienten sollten alle Risiken kennen und sich informiert für eine Operation entscheiden. Aus diesem Grund wird ihr Operateur alles nochmals mit ihnen durchgehen und ihre Erkrankungsbild mit den Chancen und Risiken durch diesen Eingriff abwägen. Die Entscheidung für das beste Krankenhaus für die Operation fällt doch oft sehr schwer.

Wie finde ich die richtige Klinik für ein künstliches Hüftgelenk für mich?

Die Auswahl der richtigen Klinik für ein künstliches Hüftgelenk ist oft nicht einfach. Medizinische und persönliche Faktoren spielen dabei eine Rolle, unter anderem spezifische Behandlungskonzepte (z. B. zeitnahe und ortsnahe Rehabilitation), Erfahrung der Klinik mit dem Hüftgelenkersatz, besondere Klinikausstattung (z. B. Physiotherapie, Durchführung einer minimalinvasiven Behandlungsmethode) sowie die Entfernung vom Heimatort. Eine gute Übersicht findet sich nicht wirklich. Oft ist dabei mühsame Arbeit und das Suchen in verschiedenen Tabellen nötig. Hier hilft Klinikradar und fasst alle für Sie relevanten Faktoren zusammen und ermöglicht Ihnen somit, eine qualifizierte Entscheidung für Ihre Gesundheit zu treffen.